2013: Öffentlich-Rechtliche nahmen 190 Millionen mehr ein

24.05.2014, 10:36 Uhr, dpa

Im ersten Jahr mit dem neuen Beitragsmodell haben die öffentlich-rechtlichen Sender 190 Millionen Euro mehr eingenommen.


ARD, ZDF und Deutschlandradio hätten 2013 Rundfunkbeiträge in Höhe von insgesamt 7,68 Milliarden Euro erzielt, teilte WDR-Justiziarin Eva-Maria Michel am Freitag in Köln mit. Sie bestätigte damit einen Bericht des Mediendienstes "Funkkorrespondenz". 2011 und 2012 waren die Einnahmen gesunken. 2012 waren es 7,49 Milliarden Euro.


Michel betonte zugleich, dass die Sender von allen Erträgen, die über den festgestellten Finanzbedarf hinausgehen, nichts behalten und nichts ausgeben dürfen. Den Finanzbedarf hat die Expertenkommission KEF festgelegt. Alle Überschüsse werden zunächst auf Sperrkonten geparkt. Was mit den Mitteln passieren soll, wollen die Länder noch entscheiden.
 
Weil durch die Reform des Rundfunkbeitrags mehr Geld als erwartet floss, entschieden die Ministerpräsidenten im März, dass der Beitrag im Laufe des Jahres 2015 um 48 Cent auf 17,50 Euro im Monat sinken soll. Bis 2015 läuft zudem eine Prüfung, welche Folgen das neue System hat. Dabei geht es auch darum, ob Unternehmen oder Kommunen übermäßig stark belastet wurden.
 
Die Abgabe wird seit Jahresbeginn 2013 nicht mehr pro Gerät, sondern pro Wohnung fällig. Einer der Gründe war die steigende Zahl der Nutzer von Computern und Smartphones. Der Beitrag liegt derzeit bei 17,98 Euro im Monat.

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