4K-TV als PC-Bildschirm - darauf sollten Sie achten

23.10.2019, 11:36 Uhr, fp

Steht der Kauf eines neuen Fernsehgerätes an, stellt sich heutzutage für Verbraucher die Frage, wozu genau das Gerät eingesetzt werden soll. Klassisch TV schauen, eine Spielkonsole betreiben, im Internet surfen, hochauflösende Filme streamen oder Präsentationen anschauen. Die Anwendungsgebiete von PC und TV verschmelzen zunehmend. Warum also nicht gleich den PC-Monitor durch ein 4K TV-Gerät ersetzen?


HDTV & UHD: Welche Unterschiede gibt es und was lohnt sich?
Bis vor wenigen Jahren gab es neben Geräten mit SD-Auflösung die Wahl zwischen HD-Ready und Full-HD. Dabei beschrieb der Begriff HD-Ready eine Bildschirmauflösung von 720p, also ca. 1 Millionen Gesamtpixel. Full-HD hingegen wartete bereits mit 1080p und entsprechend 2 Millionen Pixeln auf. Schaut man heute in einschlägige Online-Shops oder Regale der Fachhändler, wird mit Begriffen wie 4K, 8K und UHD um sich geworfen. Aber was bedeutet das eigentlich? 
 
Endverbraucher- und  Produktionsstandard
4K und 8K sind eigentlich Produktionsstandards der Bewegtbildindustrie, die von der Vereinigung DCI (Digital Cinema Initiatives) ins Leben gerufen wurden, um sich international auf einen Standard zur Produktion und Projektion von Videomaterial einigen zu können. 4K beschreibt dabei ein Bild mit einer Auflösung von 4.096 x 2.160 Pixeln. Bei 8K sind es 8192 x 4608 Pixel. UHD hingegen ist leidglich ein Konsumenten- und Übertragungsstandard. Wird bei neuen TVs also von 4K oder 8K gesprochen, so sollte es eigentlich besser 4K UHD heißen, denn in den meisten Fällen liegt die Auflösung hierbei „nur“ bei 3.840 x 2.160 Pixeln oder bei 8K UHD 7.680 x 4.320 Pixeln. Die Hersteller wissen um diesen Fakt, nutzen die DCI-Begriffe aber weiter, um die Geräte besser vermarkten zu können.


UHD-TV auch als PC Monitor nutzen
Bei den derzeitigen Preisen für einen ordentlichen 4K UHD TV denkt so mancher Endverbraucher darüber nach, seinen alten PC-Bildschirm abzuschaffen und gänzlich auf ein Fernsehgerät als Bildschirm für den Heim-PC umzusteigen. Immerhin unterstützen die meisten dedizierten Grafikkarten oder On-Board-Chips der Rechner heute HDMI, um den TV einfach anzuschließen. Doch ist das wirklich sinnvoll?
 
Generell kommt es dabei auf das Anwendungsgebiet an. Wer seinen PC daheim ausschließlich zum Filme schauen und spielen nutzt, kann den neuen Fernseher auch getrost dafür nutzen. Voraussetzung zum Spielen oder Filme schauen ist eine ordentliche Bildwiederholfrequenz von mindestens 60 Hz. Besser sind allerdings 100 Hz und aufwärts. In jedem Fall sollte jedoch eine optimale und angenehme Sitzentfernung beachtet werden. Denn wer längere Zeit sehr nah vor einem 40 Zoll TV sitzt, belastet seine Augen immens.  
 
Office-Anwendungen sollten maximal auf Präsentationen oder kurze Bildschirmansichten beschränkt werden. Grund: Durch die intern verbauten Bildverbesserungen der Hersteller, kann es zu unschönen Schlieren beim Ziehen von Fenstern oder sogenannten "Halo-Effekten" (irritierende Lichteffekte) kommen, schließt man beispielsweise sein Notebook an- Diese schaffen meistens nicht mehr als 30 Bilder pro Sekunde in UHD-Auflösung. Trotzdem kann es eine Alternative sein: An moderne Fernseher lassen sich inzwischen eine Menge Peripherie-Geräte anschließen. Neben der altbekannten Tastatur oder Maus sind beispielsweise auch Kameras für Videoanrufe beliebt. Natürlich kann man aber auch einen Drucker über WLAN, Netzwerk oder SD-Karte ansteuern um zum Beispiel Screenshots, Präsentationsfolien oder Aufnahmen aus dem letzten Lieblingsfilm auszudrucken. Wer einen für diesen Anwendungsbereich passenden Drucker kaufen möchte, findet auf dieser Seite weiterführende Informationen und einen kostenlosen Kaufratgeber.
 
Wer mit seinem PC wirklich ausschließlich auf Entertainment setzt, kann also durchaus den Flachbildschirm einmotten und auf ein UHD-Fernsehgerät als PC-Monitor umsteigen. Hierfür sollte sowohl genug Grafikrechenpower am PC vorhanden sein, als auch die Sitz- und Wohnsituation zuhause ein gesundes und augenschonendes Fernsehen zulassen. Für Büro-Anwendungen sollte man hingegen weiterhin zum klassischen PC-Monitor greifen.

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