ARD: Torlinien-Technologie bringt Zuschauern vorerst nichts

09.07.2012, 14:28 Uhr, ps

Die Torlinien-Technik im Profifußball wird kommen. Spätestens bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien werden auch die TV-Zuschauer Zeugen der neuen Messtechniken werden. Wirklich profitieren wird der Zuschauer davon aber höchstwahrscheinlich nicht, wie der Sportkoordinator der ARD gegenüber DIGITALFERNSEHEN.de mitteilte.


Für den Fernsehzuschauer wird sich durch den Einsatz von Tormesstechniken bei Liveübertragungen von Fußballspielen vermutlich wenig ändern. Wie ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky gegenüber DIGITALFERNSEHEN.de mitteilte, begrüßt das Erste zwar den Einsatz von Torlinien-Technologien, wie er zum Beispiel für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 geplant ist, bedauert aber gleichzeitig, "dass der TV-Zuschauer nicht direkt davon profitieren wird."


So sei nach Informationen der ARD bislang nicht geplant, die Bilder, die etwa beim Einsatz einer Torlinienkamera entstehen würden, den Fernsehsendern zur Verfügung zu stellen. Bislang sei zudem unklar, in wie weit die neue Technologie über FIFA-Klubweltmeisterschaft, Confederations Cup 2013 und WM 2014 hinaus in den einzelnen Fußball-Spielklassen umgesetzt werden soll.

Am vergangenen Donnerstag (5. Juli 2012) hatte die International Football Association Board (IFAB) bekannt gegeben, in Zukunft die Tormesstechniken GoalRef (Chip im Ball) und Hawk-Eye (Torlinienkamera) zu erlauben. Zum Einsatz kommen sollen diese Techniken unter anderem beim Confederations Cup 2013 und bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. In wie weit andere Verbände planen, die Techniken ebenfalls zu adaptieren, ist bislang unklar.

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