
- ARD bestätigt: Zahlungen an Kabelnetzer werden 2013 eingestellt
20.01.2012, 09:56 Uhr, ar
ARD und ZDF haben Informationen aus dem Jahresbericht der Gebührenkommission KEF bestätigt, wonach sie ab 2013 die Zahlungen zur Verbreitung ihrer TV-Angebote über die bundesdeutschen Kabelnetze ersatzlos einstellen wollen. Bislang flossen jährlich rund 60 Millionen Euro an Kabel Deutschland, Unitymedia, Kabel BW und kleinere Netzbetreiber.
"Die Landesrundfunkanstalten der ARD beabsichtigen, Kabel Deutschland, Kabel BW und Unitymedia künftig keine Einspeiseentgelte zu bezahlen", erklärte eine Sprecherin des öffentlich-rechtlichen Senders auf Anfrage. Sie verwies darauf, dass die bestehenden Verträge noch ordnungsgemäß erfüllt werden. Danach würden die aktuell 45,3 Millionen Euro jährlich, die laut KEF-Bericht allein von ARD-Seite fließen, nicht mehr gezahlt. Auch das ZDF will sich den Zahlungen künftig entziehen.
Die Kabelnetzbetreiber wollen sich auf dieses Nullsummen-Spiel hingegen nicht einlassen. Ein Vertreter des Marktführers Kabel Deutschland sagte der Tageszeitung "Die Welt" (Freitagsausgabe), man könne nicht nachvollziehen, dass für die Übertragung per Satellit und Hausantenne von den Sendeanstalten weiterhin gezahlt werde, man aber den Kabelsektor ausklammern wolle. Beim Wettbewerber Unitymedia hieß es, man gehe davon aus, auch künftig Einspeiseentgelte zu erhalten. Es gebe keinen Grund, das seit Jahren existierende Vertragsmodell in Frage zu stellen.
Laut Insidern fließen allein an den Branchenprimus Kabel Deutschland jährlich 20 Millionen Euro aus Gebührenmitteln. Bei einem Gesamtumsatz von 1,7 Milliarden Euro, den der Konzern für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert, ist das allerdings kaum mehr als ein Tropfen aus dem heißen Stein. Hinzu kommt, dass die Einspeiseentgelte ein deutscher Sonderweg sind, weil neben den monatlichen Einnahmen von Kundenseite auch die Sender für die Verbreitung ihrer Programme zur Kasse gebeten werden.
Die Einführung der Einspeiseentgelte geht auf die 1980er Jahre zurück. Die Zahlungen sollten damals den flächendeckenden Ausbau der Kabelnetze in Deutschland durch die frühere Bundespost sicherstellen. Experten halten das Modell für reformbedürftig und verweisen auf den ausländischen Wettbewerb. Die Kabelnetzbetreiber wollen hingegen ungern auf die lukrativen Zusatzeinkünfte versichern und begründen die Zahlungen mit hohen Milliardeninvestitionen in den Netzausbau, die andernfalls in Form höherer Monatsentgelte auf die Kunden umgelegt werden müssten.
DIGITALFERNSEHEN.de hatte bereits am Donnerstag ausführlich den
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liebe_jung · Board Ikone · DF-Forum
Ach, das wird spannend!!!
Ich find es gut. Die Kabelnetzbetreiber bekommen bereits von ihren Kunden Geld über die Kabelgebühr!
Da muss man nicht doppelt kassieren, in dem man die Sender auch nochmal zur Kasse bittet.
Mal sehen was zu diesem Thema demnächst von den privaten Sendeanstalten kommt! DF ihr seid gefragt!!!
Ich find es gut. Die Kabelnetzbetreiber bekommen bereits von ihren Kunden Geld über die Kabelgebühr!
Da muss man nicht doppelt kassieren, in dem man die Sender auch nochmal zur Kasse bittet.
Mal sehen was zu diesem Thema demnächst von den privaten Sendeanstalten kommt! DF ihr seid gefragt!!!

Ich frag mich eh, warum es nicht umgekehrt ist: schliesslich verkaufen die KNB die Inhalte der Sender weiter... sozusagen... Also sollen sie für den Einkauf bezahlen.

Ich denk mal man reibt sich auch in Unterföhring schon die Hände. Sollte Sky 2013 noch senden, werden die ebenfalls gleich auf der Matte stehen und für Sky wäre ein Wegfall der Einspeisegebühren eine richtig satte Einsparung. Mal sehen wann sich Sky zu Wort meldet, dass sie das neue "Gebührenmodell" der ÖR im Kabel auch sehr attraktiv finden






























