ARD legt kein weiteres Sparpaket vor

19.04.2018, 13:30 Uhr, dpa/bey

Die ARD sieht derzeit keinen Spielraum für ein weiteres Sparpaket. Gegen Programmkürzungen hatte man sich schon unter der Woche ausgesprochen.


"Die Vorstellung, dass wir jetzt schon zum 1.1.2021 erneut Hunderte Millionen ausweisen können, ist nicht realistisch", sagte der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm am Donnerstag in München. Darin seien sich die ARD-Intendanten bei ihrer Hauptversammlung in Bremen einig gewesen.


Den Bundesländern gehen die bisherigen Pläne der öffentlich-rechtlichen Sender nicht weit genug. Die Rundfunkkommission der Länder verlangt von ARD und ZDF bis 20. April eine Stellungnahme zu weiteren Einsparüberlegungen. Der Rundfunkbeitrag ist bis 2020 auf 17,50 Euro pro Haushalt im Monat festgelegt. Die ARD verlangt eine Erhöhung als Teuerungsausgleich ab 2021, ansonsten müsse tief ins Programm eingeschnitten werden.

Bereits am Dienstag hatten sich die Vorsitzenden der Rundfunk- und Verwaltungsräte der ARD-Landesrundfunkanstalten gegen eine Beschränkung des Programmangebots ausgesprochen. Ein solcher Schritt hätte "gravierende negative Auswirkungen" auf die Vielfalt, Qualität und Regionalität des Programms, teilten sie nach einer Konferenz der Gremienvorsitzenden in Bremen mit.

Rundfunk- und Verwaltungsräte warnen vor Programmbeschränkung


Die Debatte über die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks dürfe nicht auf die Frage der Kosten reduziert werden. "Die Diskussion um ein Einfrieren der Beitragshöhe über das Jahr 2021 hinaus geht in die falsche Richtung. Sie würde die Bestands- und Entwicklungsgarantie des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gefährden", betonten die Gremienchefs.

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