ARD und ZDF: Erneut keine Fußball-WM für Hotbird-Zuschauer

24.04.2014, 13:52 Uhr, ps

Erneut dürfen ARD und ZDF zur Fußball-WM in Brasilien nicht all ihre Ausspielungswege mit Live-Übertragungen bedienen. Während das Erste und das ZDF über Astra die WM-Spiele übertragen, wird zumindest das Zweite daher über Hotbird 13,0 Grad Ost ein Alternativprogramm senden. Für die ARD ist die Situation offenbar noch nicht final geklärt.


Wenn am 12. Juni die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien beginnt, werden erstmals alle Spiele des Turniers in Deutschland ausschließlich von ARD und ZDF übertragen. Zum wiederholten Male können die öffentlich-rechtlichen Veranstalter dabei jedoch nicht all ihre Ausspielungswege bedienen. In die Röhre schauen wohl alle Satellitenzuschauer, die das Erste und ZDF über Hotbird 13,0 grad Ost empfangen. Betreffen dürfte dies vor allem Deutsche, die im Ausland leben.


Wie die FIFA am Mittwoch mitteilte, seien Berichte, wonach die deutschen Broadcaster die Live-Spiele auch über Hotbird unverschlüsselt senden dürften, nicht korrekt. So würde eine Ausstrahlung der Partien über die Satellitenplattform die Übertragungsrechte für Nordafrika und den Mittleren Osten berühren, die zumindest das ZDF jedoch nicht erworben hätte. Offizieller Lizenznehmer für die genannten Regionen sei demnach beIN Sports.
 
Noch nicht ganz klar ist, was das Zweite an Stelle der Fußball-WM über Hotbird 13,0 Grad Ost ausstrahlen wird. Eine Simulcast-Übertragung mit Astra kommt aus den von der FIFA genannten Gründen nicht in Frage. Das ZDF teilte auf Nachfrage von DIGITAL FERNSEHEN bereits mit, dass man über die Satellitenposition an Stelle der WM-Spiele ein Alternativprogramm anbieten werde. Wie genau das aussehen soll, sei jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar.
 
Von Seiten der ARD teilte man mit, dass die FIFA die rechtliche Lage erst Mitte Mai klären werde. Offenbar behandelt die FIFA in dieser Sache beide Broadcaster separat. 2010 hatte das Erste seinen Sendebetrieb über 13,0 Grad Ost während der WM komplett eingestellt. Beim ZDF hatte man kurzerhand das Signal von ZDFneo über den Transponder geschickt.

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