
- Topthema Alles über 3D
- Als die Bilder fliegen lernten
erstellt am 10.11.2009 von Christian Trozinski
3D-Filme werden von der Kinoindustrie als Allheilmittel gegen sinkende Besucherzahlen angepriesen. Tatsache ist, dass es 2010 eine noch nie da gewesene Zahl an 3D-Filmen auf der großen Leinwand geben wird. Im gleichen Jahr sollen über 30 3D-Streifen produziert werden.

- Sonys 4K-Projektoren projizieren die unterschiedlich abgestimmten Bilder für das linke und rechte Auge simultanBild: Sony
3D ist in aller Munde, kaum ein Kinobetreiber verzichtet auf den todsicheren Trend, der dem totgesagten Lichtspielhaus zu neuem Glanz verhilft. Doch 3D ist nicht 3D und so buhlen gleich drei unterschiedliche Technologien um Marktanteile. Als Nischenlösung wird Dolbys 3D-System eingesetzt, für Sie leicht zu erkennen an den hochwertigen Brillen, deren Gläser bei seitlicher Betrachtung leicht magenta und zyan erscheinen und die weitaus angenehmer zu tragen sind als die günstigen RealD-Kunststoffaufsätze.
Deren Lösung verschreibt sich ganz und gar dem Massenmarkt: Sie erhalten eine frisch verpackte Kunststoffbrille, die Sie nach der Filmvorstellung entsorgen. Verschwendung hin oder her: RealD hat es zum Marktführer geschafft, denn die laufenden Kosten halten sich für die Kinobetreiber in Grenzen und die Technik ist langzeiterprobt und ausgereift.
Die Kinokette Cinemaxx vertraut ebenso auf RealD-Technik, setzt allerdings auf Sonys 4K-Projektoren, die über die vierfache Auflösung gängiger Digitalprojektoren verfügen.
Dank 4K-Techologie können nunmehr beide Bilder zeitgleich zum Sitzplatz transportiert werden, was das Kinoerlebnis aufregend und stressfrei zugleich gestaltet. Einen Nachteil teilen bislang alle 3D-Kinos: Die Polfilterbrillen schlucken rund zwei Drittel Helligkeit, was den Bildern die Brillanz raubt.
Die Filmemacher müssen zudem noch nachsitzen, denn bisherige Realspielfilme kranken am zweidimensionalen Schnittkonzept und überfordern statt zu begeistern.
Somit ist 3D technisch auf dem besten Wege, immer mehr Zuschauer zu begeistern, inhaltlich steckt es allerdings noch in den Kinderschuhen.
Die hohe Auflösung wird nicht nur genutzt, um Filme in 2D schärfer wirken zu lassen, sondern um den anstrengenden 3D-Effekt angenehmer zu gestalten.
Bislang muss unsere Wahrnehmung zwei unterschiedliche Bilder für das linke und rechte Auge zu einem räumlichen Ganzen zusammenfügen, die Bilder treffen aber nicht zeitgleich, sondern zeitversetzt auf unsere Netzhaut.
Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.


















