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  • Hintergrund • Alternative Web-TV

  • Ohne Zauberei: Fernsehen auf dem Computer

 erstellt am 05.01.2010 von Thomas Köhre

Die Videoübertragung über das Internet ist bereits seit vielen Jahren Gang und Gebe. Die Anfänge mit Real Player und Quicktime waren mit briefmarkengroßen Videos noch recht bescheiden. Doch mit zunehmender Datenübertragungskapazität stieg auch die Bildqualität. Selbst hochauflösende Videoübertragungen sind inzwischen problemlos zu realisieren. Neben den regulären IPTV-Angeboten der Telefongesellschaften gibt es jedoch noch viele interessante Angebote im Internet, die teils kostenfrei teils kostenpflichtig auf den Zuschauer warten.

 
 

Für den "Empfang" von Web-TV benötigen Sie einen Breitband-Internetanschluss, wie DSL- oder Kabelinternet sowie einen halbwegs aktuellen Computer. Die Internetverbindung sollte über eine Bandbreite von mindestens 6 Mbit/s verfügen, um auch höheraufgelöste Inhalte ruckelfrei darstellen zu können. Die sehr effizienten – weil bandbreitenschonende – Videokodierungen benötigen eine schnelle CPU mit mindestens 2 Ghz. Langsamere Prozessoren wie sie etwa in den beliebten Netbooks enthalten sind, können in Einzelfällen bereits zu langsam sein, um HD-Videos über das Internet abzurufen. Die hochintegrierten und meist proprietären Lösungen der IPTV-Anbieter sind entsprechend an den Einsatzzweck angepasst und spiegeln eine andere Situation wieder.

In der Mediathek des ZDF sind vergangene Sendungen als Livestream abrufbar
Bild: Auerbach Verlag

Das Fernsehen wie Sie es kennen, werden Sie nicht auf den Computerbildschirm zaubern können. Es sei denn, Sie nutzen einen TV-Empfänger. Web-TV wird live aus dem Internet auf den Computer übertragen. Eine störungsfreie Internetverbindung, die den Datenstrom kontinuierlich auf den Computer streamt ist die Vorrausetzung. Das Videobild aus dem Netz wird für einige Sekunden im Voraus auf dem Computer geladen, um mögliche Unterbrechungen auf dem Übertragungsweg durch die Weiten des Internet abzufangen. Im Gegensatz zu den Multicast-Ausstrahlungen des IPTV wird das Web-TV per Unicast übertragen. Das bedeutet dass jeder Zuschauer seinen eigenen Videodatenstrom empfängt. Entsprechend anspruchsvoll müssen die Sendestationen, die sogenannten Server ausgelegt sein, um den Wünschen der Internetnutzer zu genügen.


Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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Letzte Änderung: Dienstag, 09.11.2010
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