Amazon Prime: Kundenzahlen 2014 fast verdreifacht

18.12.2014, 10:15 Uhr, ps

Amazon Prime konnte seine Mitgliederzahlen 2014 fast verdreifachen. Der Premiumdienst des Online-Versandhauses Amazon profitiert dabei zunehmend vom Ausbau des Portfolios mit Video on Demand, Musik und anderen Zusatzfeatures.


Der Online-Händler Amazon kann 2014 fast 40 Millionen neue Kunden für seinen Premiumdienst Prime verbuchen. Dies berichtet das Branchenmagazin "Business Insider" unter Berufung auf eigene Daten. Zum Anfang des Jahres hätte Amazon demnach weltweit rund 20 Millionen Prime-Mitglieder gezählt. Ihre Zahl soll bis Ende Dezember auf etwa 58 Millionen ansteigen.


Die Gründe für den starken Anstieg der Kundenzahlen dürften dabei vielfältig sein. Ein Baustein dürfte jedoch zweifellos die im Februar erfolgte Integration des hauseigenen Video-on-Demand-Angebots in den Prime-Dienst in Deutschland und Großbritannien sein. In den USA ist Amazon Instant Video bereits seit 2011 Teil von Amazon Prime Instant Video. Global betrachtet sollte die Einführung des neuen VoD-Angebots jedoch nicht überschätzt werden. Schließlich wird Amazon Prime Instant Video bislang nur in wenigen Ländern angeboten.
 
Doch im November hatte Amazon seinen Prime-Kunden beispielsweise zusätzlich einen kostenlosen Cloud-Speicher für Fotos geschenkt und in den USA ist mit Prime Music bereits ein Musikdienst hinzugekommen. So zeigt sich, dass Amazon seinen Dienst auch über das VoD-Angebot hinaus immer weiter aufpumpt.
 
Gleichzeitig kamen auf viele Prime-Kunden jedoch 2014 auch Preiserhöhungen zu. In Deutschland stieg der jährliche Preis für den Dienst durch die Integration des VoD-Angebots von 29 auf 49 Euro. In den USA erhöhte Amazon den Jahrespreis im März von 79 auf 99 US-Dollar. Doch nicht nur dank der Gebühren lohnt sich Prime für Amazon. Laut "Business Insider" würden Kunden mit Prime-Mitgliedschaft im Schnitt deutlich mehr Waren im Online-Versandhaus einkaufen als solche ohne Prime.

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