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  • Porträt • Apple-Visionär Steve Jobs

  • Macintosh-Erfinder und Microsofts Konkurrent

 erstellt am 27.10.2011 von Tobias Lindner und Christian Trozinski

Er ist der Erfinder des Macintosh, er entwickelte den iPod und er ist Microsofts größter Konkurrent. Wenn es einem Mann gelingt, Titel zu erlangen, die nicht immer der Wahrheit entsprechen, so eröffnen sich viele Fragen. Steve Jobs' Karriere verlief steil, auf Kosten von Freundschaften und Familie bis zur eigenen Isolation. Bis er erhalten hat, wonach er so lange gestrebt hat: Anerkennung. Am 6. Oktober 2011 beendete Steve Jobs seine Reise: Er erlag seinem langjährigen Krebsleiden.

 
 
Steve Jobs

Steve Jobs: "Die Mehrzahl unserer Konkurrenten hat jahrelang davon gelebt, Apple zu kopieren."

Bild: Apple

Ende Oktober, nur knapp einen Monat nach dem Tod des Visionärs, erschien seine 700-seitige Biografie "Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers" zu erst in den USA  ("Steve Jobs: A Biography") und später in Deutschland. Jobs wirkte selbst an der Aufzeichnung seines Lebens und Wirkens mit.
 

Turbolente Kindheit


 
Steven Paul Jobs wurde am 24. Februar 1955 in Green Bay, Wisconsin, als Sohn einer Amerikanerin und eines Syrers geboren. Doch es war kein Familienglück, welches die noch jungen Studenten für ihr Kind aufbringen konnten. Der gesellschaftliche Druck war Mitte der 50er Jahre schlichtweg zu groß, weshalb Steve Jobs sofort zur Adoption frei gegeben wurde. Paul und Clara Jobs nahmen Steve zu sich und es sollte Zeit Ihres Lebens eine tiefe Verbundenheit zwischen den Dreien herrschen.

Jobs’ Kindheit verlief alles andere als normal, denn der spätere Apple-Gründer war das, was wir heutzutage als hyperaktiv bezeichnen. So kam es auch nicht von ungefähr, dass Jobs bereits im Alter von drei Jahren eine beeindruckende Bilanz aufwies. Neben dem Verzehr von Ameisengift testete Jobs die eigene Leitfähigkeit mittels einer Haarnadel und Steckdose. 1967 fand sich die Familie nach einem weiteren Umzug in der Zeit des technischen Wettstreits wieder. Lockheed arbeitete zusammen mit der NASA am Mond-Projekt und Jobs wähnte sich im siebten Himmel. In der Nachbarschaft lernte er Steve Wozniak kennen. "Mit ihm hatte ich zum ersten Mal jemanden kennen gelernt, der mehr von Elektronik verstand als ich", erinnert sich Jobs, damals 13 Jahre alt, an Woz, das 18-jährige Technikgenie.
 
Die Zusammenarbeit mit Woz nahm präzisere Züge an, als Jobs in den Folgejahren das Interesse an der puren Technik ein wenig verlor. Stattdessen konnte Jobs wie kein zweiter Bauteile auftreiben, die nirgendwo frei erhältlich waren. Der Höhepunkt ihrer Zusammenarbeit war eine Box, die das kostenlose Telefonieren rund um den Globus ermöglichen sollte, für gerade mal 300 Dollar. Der Verkauf dieses "Widerstands gegen den Kapitalismus" war nicht ungefährlich und so gab es immer mehr, welche die Abzocker mit Drohungen und Waffengewalt selbst ausnahmen wie Weihnachtsgänse. Jobs zerfloss in seiner eigens kreierten Unwissenheit und suchte nach dem Sinn des Lebens, bis er schließlich 1974 bei Atari eingestellt wurde.
 
Das Unternehmen feierte mit dem Videospiel Pong riesige Erfolge und suchte nach Technikern. Die Einstellung verlief jedoch nicht ohne Gegenwind, denn die Produktionsleiter sahen in Jobs einen in Lumpen gehüllten Hippie mit absurden Visionen. Die einzige Möglichkeit, die anderen Mitarbeiter vor ihm und sich selbst zu schützen, war die Verlegung der Arbeitszeit. Jobs brütete nun nachts über seinen Entwürfen, in der eigenen Stille seines Geistes.
 

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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