Audiostreaming beschert Musikbranche Wachstum

11.07.2019, 10:00 Uhr, dpa

Nach rund 20 Jahren mit einem nahezu ungebrochenen Abwärtstrend ist der Musik-Umsatz in Deutschland im ersten Halbjahr 2019 wieder deutlich gewachsen.


Wie der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) am Donnerstag in Berlin mitteilte, nahm die Branche auf dem weltweit viertgrößten Musikmarkt in den ersten sechs Monaten vor allem durch Audiostreaming, CDs, Downloads und Vinyl insgesamt 783,2 Millionen Euro ein. Das waren 7,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (725,9 Millionen Euro Umsatz).


Zwischen 1998 und 2012 hatten sich die Umsätze der deutschen Musikindustrie fast halbiert. Die höchste Wachstumsrate seit 1993 sei nun vor allem dem Audiostreaming zu verdanken, das um 27,7 Prozent zulegte und bei 56,4 Prozent Marktanteil liegt. Daneben habe sich die CD mit einer gegenüber dem Vorjahreszeitraum halbierten Rückgangsrate von minus 11,7 Prozent "leicht stabilisiert", während Vinyl nach einer kleinen Delle wieder Zuwächse verzeichnete (plus 7,4 Prozent). Downloads wurden deutlich weniger nachgefragt (minus 16,3 Prozent).
 
Insgesamt wuchs das Digitalgeschäft - vorrangig Streams und Downloads - in den ersten sechs Monaten des Jahres um 21,1 Prozent auf einen Anteil am Umsatz von 66 Prozent (Gesamtjahr 2018: 56,7 %). CDs haben noch 28,2 Prozent Marktanteil (2018: 36,4 Prozent), Vinyl-Platten weiterhin 4,4 Prozent.

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