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  • Hintergrund • Ausblick: HDTV über DVB-T

  • HD-Fernsehen über die Antenne

 erstellt am 18.01.2010 von Thomas Köhre

Das "Überallfernsehen" hat deutschlandweit viele Freunde gefunden. Digitales Fernsehen in annehmbarer Qualität, kostenfrei und praktisch überall verfügbar – das sind Argumente die zählen. Doch in Großbritannien ist Ende 2009 bereits der HDTV-Betrieb des DVB-T an den Start gegangen.

 
 
Moderne DVB-T-Receiver sind leistungsstark genug, um HD-Sendungen via DVB-T zu empfangen
Bild: Auerbach Verlag

Das Hochtechnologieland Deutschland ist wenn es um das Thema HDTV geht noch Schwellenland. Doch die Zahl der Sender, die in High Definition senden, steigt unaufhörlich. Die Übertragungswege sind im Großteil jedoch Satellit und Kabel.
 
Die dahinter stehenden Unternehmen sind natürlich bemüht ein gutes Produkt auf den hart umkämpften Markt zu bringen. Kostenlose Alternativen sind da natürlich nicht gern gesehen. Bereits vor dem Digitalumstieg auf DVB-T sendeten nur wenige private Sender analog über Antenne.
 
Der Verbreitungsweg über Satellit erreicht mit geringerem Aufwand deutlich mehr Zuschauer. Ebenso schwierig wie damals zu analogen TV-Zeiten ist inzwischen auch die Empfangssituation, wenn es um private Sender geht. Nur in Ballungsräumen sind auch DVB-T-Bouquets zu empfangen, Vorreiter ist hier Berlin, wo weit mehr als 30 Sender digital über Antenne zu empfangen sind.
 
Die entstehenden Kosten für die digital-terrestrische Ausstrahlung rechnen sich eher in großen Ballungszentren. Zudem müsste dann parallel normalaufgelöstes wie hochaufgelöstes Fernsehen angeboten werden. Die Kosten für die Ausstrahlung per DVB-T in HD würden sich mehr als Verdoppeln und somit die Attraktivität der zusätzlichen Ausstrahlung in Frage stellen. Doch es gibt noch ein weiteres Problem.

Das Problem


Kein technischer Fortschritt oder neue Hardware, also Endgeräte. Diese Grundweisheit der modernen Unterhaltungselektronik gilt leider auch hier. Vor allem Deutschland hat hier wieder einmal Fehler begangen. Bei der Verabschiedung des DVB-T-Standards - "Überallfernsehen" genannt – ging man von den geringst möglichen Vorraussetzungen aus. Als Videokodierungsverfahren wählte man MPEG2, während andere Länder zudem noch MPEG4-AVC erlaubten. Andere Länder, wie die nordeuropäischen Norwegen, Schweden oder Finnland nutzen in ihren aktuellen DVB-T-Ausstrahlungen das deutliche effizientere MPEG4-Verfahren und können so etwa mehrere Sender in einem Bouquet zusammenfassen.


Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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