BBC dünnt Netz der Auslandskorrespondenten aus

24.10.2011, 10:23 Uhr, su

Das Sparprogramm des britischen, öffentlich-rechtlichen Senders BBC geht weiter. 7 Millionen Pfund will der Sender bis 2013 einsparen, indem er seine Auslandskorrespondenten abzieht und vermehrt auf lokale Reporter setzt.


Der britische Sender BBC will sein Auslandskorrespondenten-Netz ausdünnen. Wie die Zeitung "The Guardian" am Freitag berichtete, plant BBC, ausländische Korrespondenten in Ländern wie Pakistan und dem Libanon mit ortsansässigen Berichterstattern zu ersetzen. Betroffen seien dabei die Korrespondenten in Bagdad, Islamabad, Gaza, Nigeria, Mexiko, Indonesien, Kenia, Libanon und Kuba.


Laut der Tageszeitung soll der Nahe Osten in Zukunft von Israel und Ägypten aus sowie Europa von Brüssel aus betreut werden. Die Einschnitte sind Teil der sogenannten "Delivering Quality First"-Initiative, mit der der Sender bis 2017 640 Millionen Pfund pro Jahr einsparen will (DIGITALFERNSEHEN.de berichtete).  


Details der Umzüge wurden in einer Email an die Mitarbeiter bekannt gegeben. Jon Williams, der BBC's World-News-Redakteur, erklärte darin, dass die BBC mit den Veränderungen 7 Millionen Pfund bis 2013 einsparen will. In der internen Email hieß es weiter, dass der Sender 44 Stellen streichen will, das entspricht mehr als ein Viertel der Gesamtbelegschaft.

  • Gefällt mir