BIU: Deutsche Nutzer zahlen freiwillig für Let's Plays

19.10.2016, 13:13 Uhr, nis

Viele mögen es sich kaum vorstellen, aber viele Menschen sind begeistert davon, anderen Leuten beim Zocken von Spielen zuzuschauen. Über eine Million Deutsche zahlen für diese Let's Plays genannten Inhalte sogar und unterstützen damit die Spieler.


Wie der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU) in einer aktuellen Studie herausfand, erfreuen sich Let's Plays nicht nur im Ausland größter Beliebtheit. Auch das deutsche Publikum ist von den Let's-Play-Inhalten äußerst angetan. Ein Let's Play bezeichnet die Aufzeichnung oder den Stream eines Videospiels. Besonders versierte Gamer lassen sich auf diese Weise gerne beim Spielen zuschauen - und verdienen damit mittlerweile in vielen Fällen sogar ein recht saftiges Einkommen.


Wie der BIU nun herausfand, sind rund 1,15 Millionen Deutsche von den Let's Plays dermaßen begeistert, dass sie ihren Let's-Play-Stars bereits Geld in Form von Spenden zukommen ließen. In etwa 15 Millionen Deutsche verfolgen Let's Plays ingesamt, womit sich die Zahl der freiwillig zahlenden Zuschauer auf 8 Prozent beläuft. Damit nicht genug. 3,6 Millionen Deutsche gaben an, sich in Zukunft vorstellen zu können, Player finanziell zu unterstützen, wie der BIU anhand von Erhebungen des Marktforschungsinstituts YouGov feststellte.


BIU-Geschäftsführer Maximilian Schenk erklärt sich diesen Trend vor allem über den Community-Gedanken und das Interesse der einzelnen am Einsatz eines Gamers: "Sie schätzen sein Engagement mit einem selbstgewählten Betrag wert, ohne dass sie es müssten. Damit haben Games einmal mehr Vorbildcharakter für andere Medien.“

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