BR: Schulfunk wird 70 Jahre alt

07.09.2017, 18:03 Uhr, nis

Vom Dampfradio zum Erfolgsmodell im Digital-Zeitalter - der Schulfunk des Bayerischen Rundfunks feiert am Freitag sein 70. Jubiläum.


Erstmals ging der Schulfunk am 8. September 1947 an den Start. Pünktlich zum Schulbeginn nach den Sommerferien gab es um 15.30 Uhr die erste Schulfunk-Sendung in Bayern. Damals widmete man sich dem Thema "Das große Reisefieber - Zugvögel und Vogelflug".

Sechsmal pro Woche gab es eine halbe Stunde Programm, die von den Lehrern als willkommene Abwechslung zum Unterricht angesehen wurde, obwohl nur 16 Prozent aller bayerischer Volksschulen damals über ein Radio verfügten. Die Kinder haben sich dann zum Teil auf die Radios der Nachbarn und anderer Ansässiger im Dorf oder in der Stadt verteilt, berichten Schüler von einst.


In diesem Jahr wird der Schulfunk, der zu Zeiten der US-Besatzung auch einen wichtigen Beitrag zur Umerziehung im Schul- und Bildungswesen beisteuerte, 70 Jahre alt. Im Jahr 2003 wurde der Schulfunk im Zuge der Bayern-2-Reform überarbeitet und erhielt auch einen neuen Namen. Als "radioWissen" ging die einstündige Sendung für alle Altersstufen von Montag bis Freitag um 9.05 Uhr und von Montag bis Donnerstag um 15.05 Uhr "on air".

Auch heute verfolgen rund 150.000 Zuhörer täglich das "radioWissen", dessen Sendungen für gewöhnlich für fünf Jahre als Podcast abgerufen werden können. RadioWissen wird online monatlich millionenfach abgerufen und führt nicht nur die Liste der BR-Podcasts an, sondern ist auch deutschlandweit der beliebteste Wissens-Podcast.

Begleitend zu vielen Sendungen erstellt die Redaktion Dossiers mit Arbeitsmaterialien, die sich auch zum Einsatz im Unterricht eignen und in Lehrerfortbildungen in Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium angeboten werden. Abgerundet wird das Angebot durch Accounts in den sozialen Medien.

  • Gefällt mir