Berlusconis Mediaset lässt bei ProSiebenSat.1 nicht locker

04.07.2019, 06:00 Uhr, bey

Neue Avancen vom Berlusconi-Konzern Mediaset: Bei den erneuerten Gedankenspielen geht es um höhere Anteile an ProSiebenSat.1 oder gar einen Zusammenschluss.


Nachdem Mediaset im Mai knapp zehn Prozent an ProSiebenSat.1 erworben hat (DIGITAL FERNSEHEN berichtete) und schon damals von Fusion geträumt wurde, macht nun der Chef des Hauses Pier Silvio Berlusconi, seines Zeichens Sohn des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten und Mediaset-Gründer beinahe gleichen Namens, dem deutschen Medienunternehmen erneut Avancen.


ProSiebenSat.1-Chef Max Conze winkte zwar schon einmal dankend ab (DF-Artikel hierzu), doch davon lässt sich Mediaset anscheinend nicht abschrecken. Am Mittwoch gab Berlusconi Junior in Italien zu Protokoll, dass sein Konzern weiterhin stark interessiert sei seine vor kurzem erworbenen Anteile zu erhöhen oder am liebsten gar sich ProSiebenSat.1 komplett in die neu geschaffene Holding MFE (Media for Europe) einzuverleiben.

Er werde das deutsche Management "bitten, drängen und überzeugen, diesem Weg zu folgen", wie hierzulande zuerst das "Handelsblatt" berichtet.

In Italien wird das abweisende Verhalten von Conze anscheinend nur als preistreibendes sich zieren verstanden. Bleibt abzuwarten, ob die deutsche Seite tatsächlich nur pokert, oder schlichtweg kein weiteres Interesse hat und standhaft bleibt.

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