
- Beschlossen: Haushaltsabgabe für ARD und ZDF kommt 2013
15.12.2010, 13:36 Uhr, ar
Die Ministerpräsidenten der Länder haben am Mittwoch entschieden: Ab 2013 ersetzt eine pauschale Haushaltsabgabe für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk die bisher von der GEZ erhobene Gebühr auf Empfangsgeräte-Basis.
Der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust, ZDF-Intendant Markus Schächter und der Intendant des Deutschlandradios, Willi Steul, begrüßten die Unterzeichnung des 15. Rundfunkänderungsstaatsvertrags erwartungsgemäß. Boudgoust erklärte, der geplante Pauschalbeitrag sei "einfach gerecht". Komplizierte Nachfragen, welche Geräte in welcher Anzahl von wem zu welchem Zweck zum Empfang bereit gehalten werden, entfielen. Dadurch werde auch die Privatsphäre hinter der Wohnungstür besser geschützt.
Der ARD-Chef betonte, die Befreiungsmöglichkeit aus sozialen Gründen bleibe definitiv erhalten. Darüber hinaus könnten sich rund 1,5 Millionen Teilnehmer durch den Wegfall der Mehrfachgebührenpflicht über Entlastungen freuen. Die Landesrundfunkanstalten gehen unterdessen davon aus, dass die Erträge auf keinen Fall über dem Niveau von 2009 liegen werden.
ZDF-Intendant Markus Schächter sagte in Mainz, das neue Modell berücksichtige die Interessen der Gebührenzahler und die Veränderungen der digitalen Medienwelt gleichermaßen. Schächter: "Der Rundfunkbeitrag hat große Vorteile gegenüber dem bisherigen Modell. Er ist einfacher, effektiver und sorgt für mehr Beitragsgerechtigkeit. Im Bereich der Wirtschaft werden viele kleine und mittlere Unternehmen, insbesondere Handwerksbetriebe, entlastet". Deutschlandradio-Intendant Willi Steul assistierte, der öffentlich-rechtliche Rundfunk stehe für Qualität, Zuverlässigkeit und journalistisches Augenmaß. So ein Angebot brauche eine "sichere und transparente Finanzierung".
Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Wolfgang Böhmer (CDU), hatte die Verabschiedung des Rundfunkänderungsstaatsvertrags am Mittwochmittag vor Journalisten in Berlin bestätigt. Offen sei allerdings noch, ob es bei den geplanten 17,98 Euro im Monat bleibe. Darüber will die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) erst 2011 entscheiden, wenn ARD und ZDF ihre aktuellen Finanzplanungen vorlegen.
KEF-Chef Hein Fischer-Heidlberger hatte im Vorfeld der Entscheidung gegenüber der "Frankfurter Rundschau" geäußert, es sei lediglich "die Erwartung der Politik, dass sich die Anstalten zurückhalten, so dass es am Ende bei 17,98 Euro bleiben kann". Tatsächlich könnten aber nicht die Länder, sondern nur die Sender auf eine Stabilität der Gebühren hinarbeiten. Dazu seien "Einsparungen, Kooperationen oder Strukturveränderungen" notwendig, um die Belastung für den Gebührenzahler nicht zu erhöhen.
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In Anbetracht dessen, dass die Abschaffung ja nie erfolgen wird, finde ich die Entschiedung ok. Es werden zwar jene am lautesten noergeln, die heute keine GEZ-Gebühren bezahlen, aber das kann ja nur gerecht sein. OK, sicher werden auch die meckern, die (ob ehrlich oder nicht) gar kein Endgeraet haben. Und Internet machen sie nur über Internet-Café :-))).
Und das die Entscheidung getroffen wurde, war nun ja nach der langen Zeit auch mal notwendig.
Bleiben wie immer Fragen übrig:
- was ist ein Haushalt im Sinne der Haushaltsabgabe
- was ist mit Haushalten, die garnicht gemeldet sind
- was passiert mit der GEZ,
Immerhin kann die GEZ einen Teil der Schnüffler dann entlassen. Sie braucht ja nicht mehr nachweisen, ob ein Fernseher o.ä. exisitert, sondern nur noch von Tür zu Tür geheh und abhaken, ob er zahlt oder nicht.
Über die Höhe wird dann auch später entschieden, aber leider sicher nicht auch darüber, welchen Umfang ein ÖR im Sinne des Gesetzgebers haben darf, oder ob er sich weiter wie eine Krake ausbreiten darf.
Und das die Entscheidung getroffen wurde, war nun ja nach der langen Zeit auch mal notwendig.
Bleiben wie immer Fragen übrig:
- was ist ein Haushalt im Sinne der Haushaltsabgabe
- was ist mit Haushalten, die garnicht gemeldet sind
- was passiert mit der GEZ,
Immerhin kann die GEZ einen Teil der Schnüffler dann entlassen. Sie braucht ja nicht mehr nachweisen, ob ein Fernseher o.ä. exisitert, sondern nur noch von Tür zu Tür geheh und abhaken, ob er zahlt oder nicht.
Über die Höhe wird dann auch später entschieden, aber leider sicher nicht auch darüber, welchen Umfang ein ÖR im Sinne des Gesetzgebers haben darf, oder ob er sich weiter wie eine Krake ausbreiten darf.

MajorDutch · Silber Member · DF-Forum
Ich kenne ehrlich gesagt niemanden der keinen Fernseher/Radio/PC/Autoradio etc. besitzt. Und diese 0,1% die tatsächlich keinerlei Rundfunk nutzen, haben halt pech gehabt. Wenn es nach mir geht, können die mit der Haushaltsabgabe auch schon direkt ab Januar 2011 starten...

....Offen sei allerdings noch, ob es bei der geplanten 17,98 Euro im Monat bleibe. ....
Bin mal gespannt!! Warum geht eigentlich auch was an dieses "Deutschlandradio"??? Höre ich nie!!
Bin mal gespannt!! Warum geht eigentlich auch was an dieses "Deutschlandradio"??? Höre ich nie!!
Maxel-DIGI · Board Ikone · DF-Forum
Haushaltsabgabe ist ein schön verschleiertes Wort..ich würde es eher als Einführung einer Mediensteuer bezeichnen






























