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  • Hintergrund • Besser Filmen mit zwei Augen

  • Zwei Objektive und der Bionz-Bildprozessor

 erstellt am 05.07.2011 von Christian Trozinski

Zwei Objektive und ein Bildsensortandem sollen Ihnen den Umstieg auf die 3D-Aufnahme schmackhaft machen. Gelingt Sony mit dem 3D-Camcoder HDR-TD10E nach der anerkannt guten Darstellungsqualität im TV-Bereich das nächste Ausrufezeichen im Bereich 3D?

 
 

Statt eine Vorsatzlinse über ein 2D-Camcorder zu stülpen und damit die Auflösung zu reduzieren, setzt Sony auf eine doppelte Bildverarbeitung: Die Aufnahmen für das linke und rechte Auge werden gleichwertig getrennt behandelt, ein Qualitätsverlust im Vergleich zur 2D-Aufnahme wird somit vermieden. Kompromisse müssen Sie einzig aufseiten der Handhabung eingehen: Aufgrund der getrennten Bildaufzeichnung kommt der HDR-TD10E etwas klobiger und unhandlicher daher als ein vergleichbarer 2D-Camcorder. Zudem beträgt die Sensorgröße der Bildchips nur ¼ Zoll, wodurch Bildrauschen bei ungünstigen Lichtverhältnissen auftreten kann und per digitaler Nachbearbeitung kompensiert werden muss. Dass die Bildqualität am Ende doch überzeugt, ist Sonys Bildprozessor Bionz zu verdanken, der auftretende Rauschmuster effektiv mindert, ohne die Bildschärfe zu negativ zu beeinflussen. Trotz aller technischen Finessen: An die Qualität von spezialisierten 2D-Camcordern kommt Sonys erstes 3D-Modell nicht ganz heran.
Dank getrennter Aufnahmewege müssen Sie keine Kompromisse im 3D-Bereich eingehen
Bild: Sony

3D-Einsteiger


Die ersten Filmversuche in ungewohnt plastischer Darstellung gelingen nur, wenn Sie alte 2D-Gewohnheiten über Bord werfen. So ist eine kleine Blendenöffnung (hohe Blendenzahl) Voraussetzung für eine beeindruckende Tiefenschärfe – kinoähnliche, erzwungene Ebenenunschärfen sollten Sie vermeiden. Eine kleine Blendenöffnung verlangt natürlich nach ausreichender Beleuchtung, weshalb 3D-Freiluftaufnahmen qualitativ hochwertiger gelingen als Aufzeichnungen innerhalb von Gebäuden. Schnelle Objektbewegungen können zudem zu Perspektivenproblemen führen, vor allem, wenn einzelne Elemente nicht weit genug vom Camcorder entfernt sind.
 
Dennoch bietet Sonys HDR-TD10E ausreichend Flexibilität beim Filmen in 3D und Sie können nicht nur den Bildausschnitt, sondern auch die Tiefe ausreichend optimieren. Der eingebaute LCD-Monitor vermag es zwar, 3D-Aufnahmen ohne Brille sichtbar zu machen, allerdings lassen sich qualitative Aussagen erst im Zusammenspiel mit hochwertigen 3D-Fernsehern tätigen. Zur Weiterverarbeitung sind Sie nicht nur auf aktuelle Software angewiesen, die das AVCHD-MVC-Format akzeptiert, sondern sollten auch neueste Prozessortechnik Ihr Eigen nennen, um die Bildbearbeitung in ansprechender Geschwindigkeit zu gewährleisten. Sind die Hürden der technischen Ausstattung genommen und der Experimentierfreudigkeit keine Grenzen gesetzt, erwerben Sie mit dem HDR-TD10E einen ausgereiften 3D-Camcoder, der zwar keinen Ersatz für 2D-Spezialisten darstellt, Ihnen aber benutzerfreundlich die neue Dimension der Bilddarstellung vor Augen führt.
3D-Bilder zeigt das Display ohne Brilleneinsatz. Eine Bewertung der Bildqualität ist aber nur bedingt möglich
Bild: Sony

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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