
- Bestätigt: Telekom geht gegen Kabel-BW-Übernahme vor
31.01.2012, 12:07 Uhr, ar/dpa
Die Deutsche Telekom hat einen Bericht von DIGITALFERNSEHEN.de bestätigt, wonach der Ex-Monopolist juristisch gegen den vom Bundeskartellamt im Dezember 2011 genehmigten Zusammenschluss der Kabelnetzbetreiber Kabel Baden-Württemberg und Unitymedia vorgeht.
Aus Sicht des Bonner Konzerns seien die vereinbarten Auflagen bei der kartellrechtlichen Genehmigung nicht ausreichend, um für einen funktionierenden Wettbewerb mit den Wohnungsbaugesellschaften zu sorgen, begründete ein Unternehmenssprecher den Schritt am Dienstagmittag. Die Beschwerde wurde beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingereicht.
Auf Seiten der Deutschen Telekom soll der renommierte Kartellrechtler Markus Witz für die Düsseldorfer Kanzlei Glade Michel Wirtz das Verfahren betreuen. Die üblichen Telekom-Rechtsvertreter Clifford Chance und WilmerHale könnten das Mandat aufgrund von Interessenskonflikten nicht wahrnehmen, hieß es. Eine offizielle Bestätigung, dass auch der kleinere Netzbetreiber Netcologne die Fusion anfechten will (
Eine Beschwerde hat zunächst keine aufschiebende Wirkung gegen die Fusion. Auch liege nach Recherchen von DIGITALFERNSEHEN.de noch keine schriftliche Begründung der Telekom. Ein Sprecher des OLG Düsseldorf hatte die Angelegenheit auf Anfrage am Montag nicht kommentieren wollen. Zu schwebenden Verfahren erteile man grundsätzlich keine Auskünfte, hieß es.
Mitte Dezember hatte das Kartellamt grünes Licht für die Übernahme von Kabel Baden-Württemberg durch den Kabelnetzbetreiber Unitymedia gegeben (
Bereits im Vorfeld der Genehmigung durch das Bundeskartellamt hatten neben der Telekom weitere große Medienkonzerne wie
Die Freigabe wurde mit Auflagen im lukrativen Massenmarkt, auf dem das TV-Signal über Breitbandnetz insbesondere für Wohnungsbaugesellschaften im Paket angeboten wird, verbunden. So wird Unitymedia die frei empfangbaren digitalen TV-Programme in seinem Verbreitungsgebiet - Nordrhein-Westfalen und Hessen - ab 2013 nicht mehr verschlüsseln. Außerdem räumt das Kölner Unternehmen großen Wohnungsbaugesellschaften Sonderkündigungsrechte ein und verzichtet auf sogenannte Exklusivitätsklauseln. Dadurch können demnächst auch Konkurrenten wie die Deutsche Telekom ihre Glasfaserkabel in Mietshäusern mit Unitymedia-Kabelanschluss verlegen.
Ein Sprecher des Kartellamtes betonte, es sei derzeit aber noch unklar, ob es überhaupt zu einem Verfahren kommt. Nach Einschätzung der Behörde könnte dies frühestens in einem halben Jahr der Fall sein. Eine aufschiebende Wirkung für die Fusion habe die Beschwerde der Telekom nicht, hob auch der Sprecher ausdrücklich hervor. Die Verschmelzung zwischen Kabel BW und Unitymedia wird damit zunächst weiter vorangetrieben.
Gegner der Fusion befürchten unter anderem, in einem weiteren Schritt könne Liberty Global das Zusammengehen mit Kabel Deutschland als Marktführer suchen, um wieder einen bundesweiten Kabelgiganten zu schaffen. Da die Kabelbranche aufgrund des wachsenden Wettbewerbsdrucks durch Satellit und Internet nicht mehr die gleiche Monopolstellung innehält wie bei der Zwangsliberalisierung um die Jahrtausendwende, halten Branchenexperten die Genehmigung eines solchen Megadeals grundsätzlich für nicht ausgeschlossen.
Kommentar im Forum verfassen
Ist ja durchaus "ehrenvoll" von der Telekom gegen die Fusion zu klagen - nur was soll das bringen, wenn sie keine aufschiebende Wirkung hat?
Wenn man erstmal verheiratet ist in dieser Liga, wird eine Scheidung sicher nicht so schnell eingeleitet.
Wenn man erstmal verheiratet ist in dieser Liga, wird eine Scheidung sicher nicht so schnell eingeleitet.
greenhornapster · Gesperrt · DF-Forum
Endlich versucht jemand Nägel mit Köpfen zu machen, und die Telekom hat Geld !! die können sich mehr leisten als UGM

HarryPotter · Talk-König · DF-Forum
Wenn die Telekom soooooo viel Geld übrig hat, können die ja endlich mal eine Glasfaser zu meiner Hütte ziehen, anstatt solchen Unsinn zu verzapfen.
Die machen das sowieso nicht aus Kundennähe, sondern weil man immer mehr die Felle davonschwimmen sieht. Selbst schuld, wenn man so rückständig ist.
Die machen das sowieso nicht aus Kundennähe, sondern weil man immer mehr die Felle davonschwimmen sieht. Selbst schuld, wenn man so rückständig ist.

kabelanschluss · Silber Member · DF-Forum
Die Telebumm ist ein laecherlicher
Verein.
Verein.

Tja, damit sorgt man dei den Unitymedianern für reichlich Kopfschmerzen ...
der Fuß ist jetzt im Türspalt, UM kommt nicht zum Abschluss.
Ich hoffe, dass sämtliche Unternehmen der Branche sich der Telekom anschließen und als Nebenkläger auftreten:
-Netcologne
-KDG
-Sky
-RTL Group
-P7Sat1 Group
-Öffentlich-rechtlicher Rundfunk
-Verbraucherzentrale NRW
-Verbraucherzentrale BW
-DFL
-DfB
-Bundeswirtschaftsministerium
-Staatsanwaltschaft Köln
-Zentralrat der Muslime
-Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger
der Fuß ist jetzt im Türspalt, UM kommt nicht zum Abschluss.
Ich hoffe, dass sämtliche Unternehmen der Branche sich der Telekom anschließen und als Nebenkläger auftreten:
-Netcologne
-KDG
-Sky
-RTL Group
-P7Sat1 Group
-Öffentlich-rechtlicher Rundfunk
-Verbraucherzentrale NRW
-Verbraucherzentrale BW
-DFL
-DfB
-Bundeswirtschaftsministerium
-Staatsanwaltschaft Köln
-Zentralrat der Muslime
-Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger






























