"Black Friday" auch in Deutschland angekommen

08.11.2017, 03:40 Uhr, jrk

In den USA wird der Freitag nach Thanksgiving "Black Friday" genannt. Thanksgiving fällt immer auf den vierten Donnerstag im November. Und so nutzen die Amerikaner den darauffolgenden Freitag als Brückentag und tätigen erste Weihnachtseinkäufe.


Ein von Mydealz.de in Auftrag gegebenen repräsentativen Studie hat ergeben, dass neun von zehn Deutschen den Black Friday als Shopping-Event kennen. Und sechs von zehn Deutschen kaufen an diesem Tag ein. Der "Black Friday" fällt dieses Jahr auf den 24. November. 


Der schon 2006 von Apple in Deutschland eingeführte Einkaufstag lässt die Händler auf große Umsätze hoffen. Von den 1.002 Befragten in Deutschland kannten nur 112 Menschen den Shopping-Day nicht. Sehr bekannt ist der "Black Friday" in der Altersgruppe der 25 bis 34-jährigen mit 99,3 Prozent sowie der 16 bis 24-jährigen (96,24 Prozent). Bei den Älteren über 65 Jahren kennen fast jeder Vierte den Tag nicht.

Was die Bekanntheit unter den 6.000 Konsumenten in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien betrifft, liegt Deutschland nur auf dem vorletzten Platz. Nur in Frankreich ist der "Black Friday" weniger bekannt (88,57 Prozent). Verbreiteter ist das Shopping-Event hingegen in Italien (94,85 Prozent) und Spanien (96,62 Prozent). Und in Großbritannien, wo der Tag die längste Tradition hat, kennen 98,35 Prozent der Briten das Shopping-Event.

Der Einkaufstag ist in Deutschland nicht nur bekannt sondern auch beliebt. 62,33 Prozent der Deutschen planen, an diesem Tag einzukaufen. Vor allem jüngere Verbraucher fiebern der Rabattschlacht entgegen. Von den 16 bis 24-jährigen möchten78,95 Prozent und von den 25 bis 34-jährigen sogar 82,04 Prozent am Black Friday auf Shopping-Tour gehen. Bei den 55 bis 64-jährige sind es dagegen nur 50,0 Prozent und nur vier von zehn Konsumenten (38,24 Prozent) im Alter über 65 Jahren planen eine Einkaufstour.

Die Deutschen wollen allerdings im Vergleich zu den anderen befragten Nationen nicht zuviel Geld aus. Zur besseren Vergleichbarkeit haben die Studienautoren Verbraucher dabei in drei Gruppen eingeteilt: "Small spender" (Ausgaben unter 100 Euro), "Medium Spender" (Ausgaben von 100 bis 300 Euro) und "Big Spender" (Ausgaben über 300 Euro).

Demzufolge sind 41,32 Prozent der Deutschen "Low Spender" und 17,51 Prozent als "Medium Spender". Nur 3,49 Prozent der Deutschen möchten am schwarzen Freitag mehr als 300 Euro ausgeben. Und nur jeder Hundertste will mehr als 500 Euro an diesem Tag ausgeben.

Spitzenreiter bei den "Medium Spendern" sind Spanien mit 25,72 Prozent und Italien mit 25,4 Prozent der Befragten. In Frankreich sind es 18,56 Prozent, in Großbritannien sogar nur 16,60 Prozent.

Dafür gibt es in Großbritannien mehr "Big Spender". 4,64 Prozent der Briten möchten am "Black Friday" mehr als 300 Euro ausgeben. In Spanien sind es immerhin noch 4,58 Prozent und in Italien 4,4 Prozent.

Bestseller am "Black Friday" sind Kosmetikartikel (36,34 Prozent), Mode und Accessoires (32,3 Prozent) und Lebensmittel (29,04 Prozent). Auf den nächsten Plätzen liegen Produkte für Haus und Garten (28,26 Prozent) und Sport und Freizeit (26,55 Prozent). Auf den Plätzen sechs bis acht folgen Haushaltselektronik (23,76 Prozent), Schmuck und Uhren (21,58 Prozent) sowie Filme auf DVD und Blu-ray Disc (19,72 Prozent). Unter die Top-10 kamen noch Videospiele und Konsolen (19,57 Prozent) sowie Notebooks und Computern (19,41 Prozent).

Anders als in den USA findet der am "Black Friday" überwiegend im Online-Handel statt. Erst in den letzten Jahren versuchen immer mehr Händler, Kunden mit gemeinsamen Aktionen in die Einkaufszonen zu locken. 

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