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#9 (Blu-ray)





#9 Dieser Artikel bei Amazon.de
Originaltitel:
#9
Genre:
Animation
Land/Jahr:
US 2009
Vertrieb:
Universal Home
Bild:
1.85:1 Anamorph Widescreen
Ton:
5.1 Dolby Digital
Regie:
Shane Acker
Sprecher:
Fred Maire, Erich Ludwig, Philipp Brammer, Philipp Brammer, Alexander Brem
Laufzeit:
ca. 76 Min
FSK:
Freigegeben ab zwölf Jahren

Verkaufstart:
22.07.2010

INHALT

Ein Krieg zwischen Mensch und Maschine hat die Welt in eine apokalyptische Trümmerwüste verwandelt. Die einzigen Überlebenden sind neun kleine Stoffpuppen, auf die ein Heer von mechanischen Bestien gnadenlos Jagd macht. Als #9 nach den Gründen für die Angriffe sucht, stößt er auf das Geheimnis seiner eigenen Existenz: Ein Wissenschaftler hatte die Puppen in den letzten Tagen der Menschheit erschaffen und auf eine Mission geschickt. Sie sollen die Herrschaft der Maschinen beenden und dem Leben auf der Erde eine neue Chance erkämpfen… Die Produzenten Tim Burton ("Coraline") und Timur Bekmambetov ("Wanted") präsentieren ein einzigartiges Endzeit-Abenteuer, das mit modernster Animationstechnik, visionärer Optik und originellen Figuren ein unvergessliches Filmerlebnis bietet.

KRITIK


Jahre nach dem Ende der Menschheit erwacht die Puppe "9" zum Leben. Ohne Stimme und Erinnerung erkundet sie eine postapokalyptische Welt, die vom Krieg Mensch gegen Maschine gezeichnet ist. Reste der angehenden Industrialisierung, Anfang des 20. Jahrhunderts sowie Spuren des Ersten Weltkriegs samt Giftgasbehältern und Schützengräben verleihen dem Ganzen einen Retrolook, während die bestialischen Maschinenwesen aus der Zukunft stammen könnten. Wie ein Neugeborener erkundet 9 beschriebenes Umfeld und der Zuschauer folgt ihm staunend bis zur ersten Hürde des noch jungen Lebens. Er trifft auf seinen Artgenossen 2, dessen handwerkliche Begabung 9 eine Stimme verschafft. Doch bevor es zu einer längeren Unterhaltung kommt, muss er sein hinzugewonnenes Sprachorgan erst einmal zum Schreien verwenden. Unerwartet werden die beiden nämlich von einem Metallbiest unterbrochen, das 9 überwältigt und 2 entführt. Wenige theatralische Momente später aktiviert die junge Puppe aus Versehen auch noch ein Maschinenhirn, das sich sogleich daranmacht, selbst das letzte Leben auf Erden auszuknipsen. Sie können sich denken, worauf das hinausläuft: 9 begegnet noch weiteren durchnummerierten Kameraden und muss einen Weg finden, hinter das Geheimnis ihrer Existenz und der großen Killermaschine zu kommen.
 
Das letzte Leben auf der Erde
Schade, dass Wall-E gerade keine Zeit hatte, auch hier seinen Beitrag zur Weltrettung zu leisten. Er hätte sich unter den tragischen Figuren des Neunergespanns sicherlich wohlgefühlt. Auch wenn die Grundkonstellation und Motivik der Story eine ähnliche ist wie die in Pixars Meisterwerk (eine von Menschen zugrunde gerichtete Erde, künstliche Wesen baden es aus), tendiert die Stimmung doch stärker zum Film noir. Die Helden sind dabei leider mehr mit ihrem Überlebenskampf, sprich der Beund Entseelung von Maschinen beschäftigt, weshalb ihre durchaus unterschiedlichen Persönlichkeiten kaum zum Tragen kommen. Konflikte, wie der Widerspruch zwischen Kirche und Wissenschaft, werden daher kaum ausgetragen, Charakterzüge gar nicht erst näher beleuchtet. Unter Berücksichtigung der genaueren Umstände für die Handlungsentwicklung aus Shane Ackers gleichnamigem Kurzfilm von 2005 ist die durch Actionsequenzen gestreckte Erzählweise nachvollziehbar, wenn auch nicht entschuldbar. Erscheint die Story einem Projekt ambitionierter Filmstudenten entsprungen (was sie indirekt ja auch ist), sind die Animationen schon wesentlich professioneller. Vielleicht liegt es ja an den beiden Produzenten Tim Burton ("Mars Attacks") und Timur Bekmambetov ("Wächter der Nacht"), dass die visuelle Atmosphäre über den Inhalt gestellt ist. An Pixars Detailreichtum und Natürlichkeit kommen die Animationen zwar nicht heran, das müssen sie aber auch gar nicht.  ft 

Film
Wertung 7/10

BILD


Dank der künstlichen Protagonisten und der düsteren Umgebung samt authentischem Licht- und Schatteneinsatz wirkt auch so alles wie aus einem Guss. Die ruhige Kameraführung und der behutsame Schnitt geben dem Betrachter Zeit, die schön gestaltete Umgebung und die Figuren zu erkunden. Von einer Bildreferenz unterscheidet das hier Gesehene nur die eintönig-düstere Farbgestaltung und der für einen Animationsfilm durchschnittliche Detailgrad.

Bildqualität
Wertung 9/10

TON


Die von Danny Elfman komponierten Musikstücke reichen von klassischen Streichern zu tieftöniger Untergrundmusik, die sich in die Gedankenwelt des Zuschauers schleicht. Das Soundspektrum ist so breit gefächert, dass sehr viele Feinheiten zu hören sind, meist metallische Schleif-, Splitter- und Klopfgeräusche. Tunneltiefe Bässe erzeugen Angst und fördern auf die Weise das kalte Endzeiterlebnis.

Tonqualität
Wertung 9/10

BONUS


Sowohl das umfangreiche Bild-in-Bild-Feature als auch der originale Kurzfilm werten das reichhaltige Bonusmaterial ungeheuer auf. Die meisten Beiträge liegen in HD-Auflösung vor, nur der Kurzfilm und die unveröffentlichten Szenen sind in Standardauflösung.

  • Unveröffentlichte Szenen
  • "#9" - Der Original-Kurzfilm mit Audiokommentar von Autor/Regisseur/Animator Shane Acker und Joe Ksander
  • Der Look von "#9"
  • Auftritt des CGI-Animation Teams
  • "#9" - Spielfilm und Kurzfilm
  • Audiokommentar von Autor und Regisseur Shane Acker, Animationsregisseur Joe Ksander, Head of Story Rayan O’Loughlin und Cutter Nick Kenway
Bonusmaterial
Wertung 7.5/10

INHALT

Film
7/10

In seiner Grundidee großartig, in der Ausführung nicht zu Ende gedacht. Herausragende Qualität gewinnt der Film allein durch sein geniales Design.
Bonusmaterial
7.5/10
Technik
8.5/10
Bildqualität
Wertung 9/10
Tonqualität
Wertung 9/10
Gesamt

GALERIE

Quelle des Film-Inhalts: der jeweils in der technischen Beschreibung angegebene Filmvertrieb/Filmverleih