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True Detective - Die komplette 1. Staffel (Blu-ray)





True Detective - Die komplette 1. Staffel Dieser Artikel bei Amazon.de
Originaltitel:
True Detective
Genre:
Serie
Land/Jahr:
US 2014
Vertrieb:
Warner Home Video
Bild:
MPEG-4, 1.77:1
Ton:
Deutsch (DTS 5.1), Spanisch (DTS 5.1), Spanisch (DTS-HD 5.1)
Regie:
Cary Fukunaga
Darsteller:
Matthew McConaughey, Woody Harrelson, Michelle Monaghan
Laufzeit:
ca. 458 Min
FSK:
Freigegeben ab sechzehn Jahren
Wendecover:
Nein
Anzahl der Disks:
2

Verkaufstart:
04.09.2014

INHALT



Trailer / Video:

Kurzinhalt zu "True Detective":

Im Jahr 1995 hatten die State Police Detectives Rust Cohle (Matthew McConaughey) und Martin Hart (Woody Harrelson) den mysteriösen Ritualmord an der jungen Prostituierten Dora Lange untersucht. Erst nach zähen und nervenaufreibenden Ermittlungen konnten sie den Mord schließlich klären - scheinbar. Denn 17 Jahre später sollen die Cops den Fall erneut aufrollen. Ein aktueller Mord weist verstörende Parallelen auf und legt nahe, dass damals etwas gründlich schief gelaufen ist. Die erneuten Ermittlungen führen die beiden so unterschiedlichen Männer zurück in den Süden Louisianas, wo Frömmigkeit und Voodoo-Kult zu einem allgegenwärtigen Mysterium verschmelzen, und zugleich in die dunkelsten Winkel ihrer eigenen Vergangenheit. Eine Killerjagd, die zwei völlig unterschiedliche Cops an ihre Grenzen führt: Virtuos entspinnt "The Killing"-Autor Nic Pizzolatto die kühne Handlung von "True Detective" über verschiedene Zeitebenen, Blickwinkel und Rückblenden. Eine ebenso spannende wie unaufhaltsame Reise in die Finsternis vor der beklemmenden Kulisse des sumpfigen Louisiana.

KRITIK


Wenn es derzeit eine HBO-Serie gibt, die in aller Munde ist, dann ist es ohne jeden Zweifel "True Detective". Bei den Emmys, die am 25. August dieses Jahres verliehen wurden, räumte "True Detective" neun Nominierungen ab, von denen vier Auszeichnungen gewonnen wurden. Darunter befindet sich auch der Preis für die beste Regie, den Cary Fukunaga ("Sin Nombre") für die Folge "Who Goes There" nach Hause nehmen durfte. Aber was genau ist jetzt so besonders an der Cop-Serie, die Matthew McConaughey ("Dallas Buyers Club") und Woody Harrelson ("No Country For Old Men") in den Hauptrollen zeigt? Zunächst einmal hat jede der acht Episoden das mystische Flair, das der Handlungsort in Louisiana mit sich bringt. Es ist immer ein Ringen zwischen vollkommenem Realismus und einer Art Voodoo-Komponente, was sich auch in dem Verhältnis zwischen den beiden grundverschiedenen Hauptcharakteren widerspiegelt. Während Marty Hart (Harrelson) sehr geerdet und konservativ ist, eine Familie hat und seine Ermittlungen nach dem Lehrbuch durchführt, geht sein Partner Rust Cohle (McConaughey) völlig andere Wege. Er ist der Intellektuelle der beiden, dessen Dienst als Undercover-Polizist der Drogenfahndung seine Spuren hinterlassen hat. Neben dem Drogenkonsum stellt er sich existenzielle bis spirituelle Fragen auf einer Ebene der Abstraktion, die nur studierten Philosophen bekannt vorkommen dürften. Und auch wenn er stets versucht, gegen seine genetische und gesellschaftliche "Programmierung" anzukämpfen, so gelingt ihm das nicht immer. Insbesondere die Konfrontation mit Harts Familie zeigt ihm, was ihm in seinem Leben bereits genommen wurde. Bei so viel Charakter- Beschreibung rückt ihr gemeinsamer Fall, ein Ritualmord an einer jungen Prostituierten schon fast in den Hintergrund. Doch das ist auch der Sinn der Sache, denn statt der grauenhaften Tat werden die zwei Charaktere als Spiegel der Handlung inszeniert, Spiegel, die sich durch diesen Mord und alles damit Zusammenhängende verändern. Aus diesem Grund wird die Binnenhandlung aus dem Jahre 1995 von einer Interviewsession der beiden aus dem Jahr 2012 umrahmt, während der deutlich wird, dass sie sich inzwischen aus den Augen verloren haben.
 
 
Reality-TV
 
Anstatt über den Fall zu sinnieren, verlieren sie sich immer wieder in den Details ihrer intensiven Zusammenarbeit, in ihrer Faszination füreinander, die auch durch die erst am Ende offenbarten Ereignisse nicht gemindert wurde. Dem Zuschauer wird dadurch eine Art Reality-Show suggeriert, die an Spannung kaum zu übertreffen ist. Die Drehbücher und Darstellerleistungen bewegen sich dabei auf einem Niveau, das mit der Cop- Serie "The Wire" vergleichbar ist, die auch noch heute als eine der besten, wenn nicht sogar als die beste Dramen-Serie gehandelt wird. Und da es sich ebenfalls um eine HBO-Serie handelt, verwundert es kaum, dass sich hier sogar einige altbekannte Gesichter aus "The Wire" vor der Kameralinse herumtreiben. So spielt beispielsweise Michael Potts (der den Profi killer "Brother Mouzone" gab) den Detective Maynard Gilbough, während sich Detective Lester Freamon-Darsteller Clarke Peters in dieser Serie als Minister zu erkennen gibt. Alles in allem kann "True Detective" also als Darsteller-Intensives Ensemble-Stück gesehen werden, das in jeder Staffel einen neuen Fall und neue Hollywood-bewährte Hauptdarsteller bieten wird. Für Staffel zwei soll beispielsweise Colin Farrell im Gespräch für die Hauptrolle sein.  ft 

Film
Wertung 8.5/10

BILD


Abgedunkeltes Weiß, hoher Kontrast und braune Farbfilter sind verantwortlich für die "Twin Peaks"-artige Atmosphäre.

Bildqualität
Wertung 7/10

TON


Subtil und ruhig entfaltet sich Louisiana vor den Ohren des Zuschauers. Allerdings gibt es auch kaum Räumlichkeit.

Tonqualität
Wertung 5.5/10

BONUS



  • Making True Detective
  • Up Close with Matthew McConaughey and Woody Harrelson
  • A Conversation with Nic Pizzolatto and T Bone Burnett
  • Inside the Episode
  • Zwei Audiokommentare
  • Geschnittene Szenen
Bonusmaterial
Wertung 7/10

INHALT

Film
8.5/10

Cary Fukunaga hat es geschafft, ein „Sieben“-artiges Filmerlebnis in eine Serien-Form zu bringen. "True Detective" ist damit definitiv die nächste große HBO-Trendserie.
Bonusmaterial
7/10
Technik
6/10
Bildqualität
Wertung 7/10
Tonqualität
Wertung 5.5/10
Gesamt

GALERIE

Quelle des Film-Inhalts: der jeweils in der technischen Beschreibung angegebene Filmvertrieb/Filmverleih