• Blu-ray-Datenbank

Erweiterte Suche


Der Teufel trägt Prada (Blu-ray)





Der Teufel trägt Prada Dieser Artikel bei Amazon.de
Originaltitel:
The Devil Wears Prada
Genre:
Komödie
Land/Jahr:
USA 2006
Vertrieb:
20th Century Fox Home
Bild:
16:9, 2.35:1 (Letterbox)
Ton:
Deutsch 5.1 DTS, Englisch 5.1 DTSHD Master Audio (Lossless), Englisch Descriptive Audio 5.1 Dolby Digital, Französisch 5.1 DTS, Ungarisch 2.0 Dolby Surround, Polnisch 5.1 Dolby Digital
Regie:
David Frankel
Darsteller:
Meryl Streep, Anne Hathaway, Emily Blunt, Stanley Tucci, Adrian Grenier
Laufzeit:
Ca. 110 Minuten
FSK:
Keine Angaben
Anzahl der Disks:
1

Verkaufstart:
05.09.2008

INHALT

Andy Sachs (Anne Hathaway) ist unsicher und nervös vor ihrem ersten Vorstellungsgespräch. Gerade hat sie die Uni abgeschlossen, ist nach New York gezogen und hat sich als zweite Assistentin bei der Modezeitschrift "Runway" beworben. Mit der kalten und arroganten Miranda Priestly (Meryl Streep), Herausgeberin von "Runway", hat sie aber nicht gerechnet. Obwohl Andy keinerlei Ahnung von Mode hat, wird sie eingestellt. Der Job gestaltet sich als äußert stressig und sie fühlt sich anfangs ziemlich überfordert. Ihre Kollegen beäugen die unscheinbare Andy, die so gar nicht in die Welt von Glamour und Mode passt, anfangs kritisch, besitzt sie doch weder Designerklamotten noch die passende Größe 34. Allerdings schafft sie es zunehmend, ihre Arbeit zufrieden stellend zu erledigen und beschließt sich zu einem Umstyling, so dass langsam das Ansehen bei ihren Kollegen steigt. Je mehr sie sich in die Arbeit stürzt, desto weniger Zeit hat sie für Freunde und ihren Partner Nate (Adrien Grenier). Und dann taucht da auch noch der charmante Christian Thompson (Simon Baker) auf…

KRITIK


"Der Teufel trägt Prada" basiert auf gleichnamiger Romanvorlage von Lauren Weisberger. Die autobiographisch angehauchte Vorlage bedient sich an den Erlebnissen und Erfahrungen, welche die Autorin als Assistentin von Anna Wintour, der echten Cheferedakteurin des Modemagazins Vogue, gemacht hat. Sie verarbeitete einen Großteil ihrer Erfahrungen mit der Modewelt in ihrem 2003 erschienenen Erstlingswerk. Ebenso wie der Roman zum Bestseller wurde, erntete auch der drei Jahre später produzierte Film hohes Ansehen. Zur Kinopremiere der Satire soll Anna Wintour, die auch öfters als "inoffizielle Bürgermeisterin New Yorks" betitelt wird, persönlich in Prada erschienen sein.
Der Film stellt die oberflächliche New Yorker Gesellschaft und die Modewelt recht klischeehaft dar. So wird beispielsweise derjenige, der nicht die angesagtesten Designerklamotten trägt, schief angeguckt, eine Mittagsmahlzeit gibt es generell nicht, denn man ist ja ständig auf Diät und ab Größe 36 ist man sowieso zu dick. Mit diesen Klischees wird im Film jedoch bewusst gespielt und die Modewelt kritisiert.
Auch wenn die Idee nichts Neues ist und das Ende nicht wirklich überrascht, ist "Der Teufel trägt Prada" dennoch unterhaltsam und langweilt nicht. Anteil daran hat vor allem Meryl Streep. Sie verkörpert die biestige Chefredakteurin Miranda Pristly in Perfektion. Aber auch Anne Hathaway schlägt sich gut in der Rolle der anfangs schüchternen Andy Sachs, die zunehmend selbstbewusster wird.
Der Film hat ein gewisses "Sex And The City"-Flair, was nicht zuletzt daran liegt, dass für den Film Regisseur David Frankel gewonnen werden konnte und die Kostüme von Patricia Field entworfen wurden, beides altgediente "Sex and the City"-Kreativlinge. "Der Teufel trägt Prada" ist eher ein Frauenfilm: Seichte Unterhaltung mit einer Story und einem Ende, die nichts wirklich Überraschendes bieten. Weniger unterhaltsam ist der Film dadurch freilich nicht - hervorragend für einen gemütlichen Abend unter Freundinnen.
    

Film
Wertung 7/10

BILD


Die Farben sind natürlich und kräftig, wobei sich die Farbdarstellung szenenabhängig ändert. Sieht man die Hauptfigur Andy privat, beispielsweise zu Hause oder Abends mit Freunden in der Bar, dann werden warme und dunkle Farbtöne eingesetzt. Diese symbolisieren Ruhe, Geborgenheit, Wärme und Nähe. Ist sie auf der Arbeit wirkt die Umgebung eher kühl und hell, hier dominieren vor allem weiß und helles Blau. Dies passt wiederum zu den unterkühlten und distanzierten Kollegen, die Andy anfangs belächeln und ausgrenzen. Außerdem unterstreichen sie noch einmal die abweisende und bissige Miranda Priestly, vor der sich alle fürchten und die eifrig Gemeinheiten austeilt wie sie will. Der sehr gute Kontrast zeigt sich vor allem in den Büroszenen, wenn sich die meist dunkel gekleideten Mitarbeiter in den hellen, Licht durchfluteten Räumlichkeiten bewegen. Details sind wegen der ordentlichen Schärfe und dem tiefen Schwarz in der Dunkelheit noch gut erkennbar.

Bildqualität
Wertung 7/10

TON


Dialoge und Hintergrundgeräusche sind von der Abmischung her gut aufeinander abgestimmt. Der klare Sound wurde in DTS 5.1 beziehungsweise DTS-HD 5.1 (leider nur Englisch) komprimiert. Trotz seiner Dialoglastigkeit werden die Rundumboxen durch den Einsatz von Hintergrundgeräuschen wie Verkehrslärm ausgenutzt. Der Ton ist insgesamt gesehen allerdings eher frontlastig. Somit wird der Raumklang nicht voll ausgenutzt. In den Szenen, in denen die Hintergrundmusik einsetzt, ist aber durchaus eine gute Dynamik vorhanden. Beispielsweise hebt der Soundpegel an, wenn Andy zur Arbeit hetzt, Handy in der einen und mehrere Kaffeebecher in der anderen Hand.
Für eine Komödie ist der Sound also durchaus wirkungsvoll umgesetzt.

Tonqualität
Wertung 7/10

BONUS


Das Bonusmaterial ist an Umfang und Inhalt enttäuschend. Lediglich ein paar entfallene und verpatzte Szenen sind in HD-Qualität zu sehen. Daneben gibt es noch einen Audio-Kommentar, in denen sich unter anderem Regisseur David Frankel und Produzentin Wendy Finerman zum Film äußern. Das wars dann aber leider auch schon. Ein Making-of und weitere Informationen zum Film bzw. zu den realen Hintergründen aus der Modebranche vermisst man hier etwas.
Zumindest das Menü ist ansprechend und übersichtlich gestaltet.
 
 

Bonusmaterial
Wertung 6/10

INHALT

Film
7/10

Klischeehafte Darstellung, aber auch Kritik an der Modewelt verpackt in eine durchaus unterhaltsame, aber vorhersehbare Story.
Bonusmaterial
6/10
Technik
7/10
Bildqualität
Wertung 7/10
Tonqualität
Wertung 7/10
Gesamt

GALERIE

Quelle des Film-Inhalts: der jeweils in der technischen Beschreibung angegebene Filmvertrieb/Filmverleih