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Sex and the City 2 (Blu-ray)





Sex and the City 2 Dieser Artikel bei Amazon.de
Originaltitel:
Sex and the City 2
Genre:
Komödie
Land/Jahr:
US 2010
Vertrieb:
Warmer Home
Bild:
4:3 (1.78:1)
Ton:
DTS - Englisch, Dolby Digital 5.1 - Deutsch
Regie:
Michael Patrick King
Darsteller:
Sarah Jessica Parker, Kim Cattrall, Kristin Davis, Cynthia Nixon, John Corbett, Chris Noth
Laufzeit:
ca. 146 Min
FSK:
Freigegeben ab zwölf Jahren
Anzahl der Disks:
1

Verkaufstart:
22.10.2010

INHALT

Fun, Fashion und Friendship spielen auch in Sex and the City 2 die Hauptrolle - und damit nicht genug: In diesem wahrhaft prickelnden Sequel beißen Carrie (Sarah Jessica Parker), Samantha (Kim Cattrall), Charlotte (Kristin Davis) und Miranda (Cynthia Nixon) erneut krätig in den Big Apple. Wenn man "Ja" sagt - wie geht es dann eigentlich weiter? Die Ladys haben sich jeden Wunsch erfüllen können, aber so wie wir Sex and the City kennen, beschert ihnen das Leben dennoch neue Überraschungen. Manchmal muss man einfach alles hinter sich lassen - aber natürlich nicht die Girls.

KRITIK


Können Sie sich noch erinnern?
Es ist gar nicht so lange her, dass in bundesdeutschen Wohnzimmern jeden Dienstagabend ein erbitterter Kampf um die Fernbedienung entbrannte. Millionen von Frauen wollten nicht verpassen, welche Neuigkeiten es im aufregenden (Liebes-) Leben der vier gestandenen New Yorkerinnen gab – Millionen von Männern ließen es entweder resignierend über sich ergehen oder flüchteten gleich zu König Fußball ans Zweitgerät bzw. in die nächste Sportsbar. Ein paar waren sicher auch dabei, die sich im Laufe der Zeit diese Überdosis Östrogen gar nicht mehr so ungern antaten, nur noch pro forma protestierten und sich insgeheim genauso auf jede neue Folge freuten wie die bessere Hälfte.
 
 
 
Carrie on! Nach dem durchschlagenden Erfolg der ersten Kinoadaption hat, merkt man vor allem dem etwas lieblos zusammengeschusterten Drehbuch deutlich an. Der Plot ist streng genommen eine einfache Aneinanderreihung von vier, vielleicht fünf Episoden – allesamt recht gelungen als einzelne Folgen auf TV-Niveau, aber grandios gescheitert als Film. Anthony und Stanford feiern die schwulste Hochzeit aller Zeiten, Carrie und Big ergehen sich in einem holzschnittartigen Konflikt über die Tücken einer eingefahrenen Ehe, Charlotte bekommt die Krise, weil sie mit ihrem Nachwuchs trotz Nanny heillos überfordert ist. Nach einer Stunde heißt es dann "auf nach Abu Dhabi" zum Wellness-Urlaub – der Ausflug ins orientalische Paradies bringt eine neue Bildsprache, ein neues Setting ins Spiel, aber leider auch klischeehafte Araber wie aus Tausendundeiner Nacht und ein "Finale", das man sich (und uns) besser ganz erspart hätte. Die unsägliche Verkleidungsposse mit den arabischen Frauen, die unter Kopftuch und Abaya die neuesten Kreationen der internationalen Modewelt tragen und jungmädchenhaft vom fernen New York träumen, ist diskriminierend und klischeebehaftet, dass es wehtut. Die anschließende Szene mit Samantha, die wohl ebenfalls als mutiges liberales Statement gegen die Unterdrückung der Frauen im Nahen Osten gedacht war, wird zur absoluten Entgleisung: Ein hanebüchener Affront gegen den Islam, bei dem intensives Fremdschämen angesagt ist – einfach unglaublich, wie solch ein Fauxpas durch sämtliche Instanzen vom ersten Drehbuchentwurf bis zum tatsächlichen Shooting durchgehen konnte.
 
 
Die Zeichen der Zeit
Um es auf den Punkt zu bringen: Ein roter Faden, der den Film schlüssig zusammenhält, geschweige denn eine klar erkennbare Handschrift des Regisseurs, die die Serie auf das nächste Level hebt (was mit dem Schritt ins Kino einfach der Anspruch sein muss), ist nicht zu erkennen. Ein Grund für den überraschend schnell nachgeschobenen zweiten Teil (der sich an vielen Stellen einfach unfertig, unüberlegt und nach einem übereilten Schnellschuss anfühlt) ist – ohne Sarah Jessica Parker, Kim Cattrall, Kristin Davis und Cynthia Nixon zu nahe treten zu wollen – sicher auch das Alter der vier Diven. Die Zeit ist auch an ihnen nicht spurlos vorbeigegangen, sie erstrahlen nicht mehr so selbstverständlich in makelloser Schönheit und ewiger Jugend, sind in einigen Einstellungen gar ausgesprochen unschmeichelhaft in Szene gesetzt. Verstehen Sie uns nicht falsch, das verleiht ihnen einen sympathischen, sehr menschlichen Zug, der einem wieder einmal deutlich vor Augen führt, dass auch Filmstars letztendlich nur Menschen wie du und ich sind – doch für eventuell angedachte weitere Teile wird der Faktor Zeit nun natürlich immer mehr zum Problem.
 
 
Zurück in die Vergangenheit
Wir wollen gar keinen Hehl daraus machen, dass bei dieser Fortsetzung so einiges schiefgelaufen ist. Doch über all die negativen Aspekte ist bereits so ausführlich geschrieben worden, dass es nicht schaden kann, sich auch einmal auf die durchaus vorhandenen Schokoladenseiten von "Sex And The City 2" zu konzentrieren. Zu den Highlights des Films gehören auf jeden Fall die herrlich überdrehten Flashback-Szenen, die das Quartett in den 1980er Jahren zeigt: Carries holprige Ankunft in der Stadt ihrer Träume (im schönsten "Flashdance"-Gedächtnisoutfit), Samantha großspurig und vorlaut wie eh und je, Miranda mit einer Frisur, die einem vor Lachen sprichwörtlich die Haare zu Berge stehen lässt. Auch die Serie war schon immer in den Momenten am stärksten, in denen sie sich nicht zu ernst nahm, sich mit einem Augenzwinkern auch mal selbst auf die Schippe nehmen konnte. Das gelingt u. a. durch spaßige Gastauftritte von Liza Minelli, Miley Cyrus oder Penélope Cruz sowie mit dem Auftauchen von alten Bekannten wie Samanthas Adonis "Smith" Jerrod (Jason Lewis) oder Carries Exfreund Aiden (John Corbett). Die Szene, in der sich die Turteltauben von einst zufällig auf einem geschäftigen und überfüllten Markt in Abu Dhabi (also quasi am anderen Ende der Welt) über den Weg laufen, ist wirklich magisch: ein Moment, in dem die Zeit nicht nur für die beiden stehen zu bleiben scheint. Sowieso ist die Story für den Fan vielleicht ja gar nicht so wichtig, es geht doch vor allem darum, die vier Mädels, die man über Jahre ins Herz geschlossen hat, endlich mal wieder in Aktion zu sehen, zu erfahren, wie sich ihr Bildschirm- Leben weiterentwickelt hat. Ein Abend mit guten Freundinnen, die man zwar etwas aus den Augen, aber nie so ganz aus dem Sinn verloren hat. Einfach mal wieder ausgiebig feiern, eine Frau zu sein – und das gelingt dem Film stellenweise ebenso gut wie damals der Serie.   tw 

Film
Wertung 5.5/10

BILD


Blu-ray im Hochglanzformat
Wie schon bei Teil eins beeindruckt auf technischer Seite auch diesmal vor allem die Bildqualität. Mit leuchtenden, kraftvollen Farben erwachen die unzähligen Details der Bilder zum Leben – besonders, sobald sich die Szenerie in den vorderen Orient verlagert. Alles wirkt wie auf Hochglanz poliert und direkt den Lifestyle- Seiten eines Fashion-Magazins entsprungen.

Bildqualität
Wertung 9/10

TON


Die Soundkulisse klingt im Vergleich etwas enttäuschend, am ehesten wissen noch die gute Dynamik und der schmissig aus den Boxen tönende Soundtrack zu überzeugen – Surround- Effekte, die wirklich aufhorchen lassen, sind sehr rar gesät.

Tonqualität
Wertung 6.5/10

BONUS


Die Extras bieten ein buntes Sammelsurium aus Audiokommentar, einem launigen Gespräch zwischen Regisseur Michael Patrick King und Sarah Jessica Parker sowie verschiedenen Featurettes (über das Styling, den Cameo-Auftritt von Liza Minelli und die Rolle der Männer in "Sex And The City"). Als Zugabe gibt's die Digital Copy zum kostenlosen Download.

Bonusmaterial
Wertung 6.5/10

INHALT

Film
5.5/10

Kein ungetrübter Genuss: Ganz wunderbare Momente und ärgerliche (Drehbuch-)Ausrutscher halten sich die Waage. Fans können aber ohne Weiteres zwei Punkte auf die Filmwertung aufschlagen.
Bonusmaterial
6.5/10
Technik
7.5/10
Bildqualität
Wertung 9/10
Tonqualität
Wertung 6.5/10
Gesamt

GALERIE

Quelle des Film-Inhalts: der jeweils in der technischen Beschreibung angegebene Filmvertrieb/Filmverleih