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M - Eine Stadt sucht einen Mörder (Blu-ray)





M - Eine Stadt sucht einen Mörder Dieser Artikel bei Amazon.de
Originaltitel:
M
Genre:
Thriller
Land/Jahr:
DE 1931
Vertrieb:
Universum
Bild:
MPEG-4, 1.19:1
Ton:
Deutsch DTS-HD 2.0, Englisch DTS-HD 1.0
Regie:
Fritz Lang
Darsteller:
Peter Lorre, Gustav Gründgens, Theo Lingen, Otto Wernicke
Laufzeit:
ca. 111 Min
FSK:
Freigegeben ab zwölf Jahren
Wendecover:
Nein
Anzahl der Disks:
2

Verkaufstart:
06.05.2011

INHALT

Fritz Langs Krimiklassiker mit Peter Lorre als psychopathischem Kindermörder, der mit seinen Verbrechen eine Stadt in Angst und Schrecken versetzt. Berlin 1931: Ein Kindermörder versetzt die ganze Stadt in Angst und Schrecken. Immer wieder schlägt der Sexualverbrecher zu und die Obrigkeit ist machtlos. Schließlich wird von der Polizei sogar eine Belohnung von 10.000 Mark auf die Ergreifung des Verbrechers ausgesetzt. Da die ständigen Razzien und Kontrollen die Unterwelt behindern, begeben sich auch die Kriminellen auf die Jagd nach dem Psychopathen.

KRITIK


Fritz Langs legendäres Kriminalstück ging nicht nur als einer der ersten Tonfilme in die Geschichte ein. Es präsentierte dem deutschen Publikum außerdem ein Thema, das zum Zeitpunkt des Erscheinens (1931) kaum aktueller hätte ausfallen können: den psychologischen Abriss eines Kindermörders. Im Kontext des damals laufenden Gerichts prozesses um den Serienmörder Peter Kürten, der im Volksmund "Vampir von Düsseldorf" genannt wurde, stand auch der Kinostart von "M" ganz klar im Lichte der Öffentlichkeit.
 
 
M wie Moral
 
Wie in einem Tatsachenbericht konzentrierte sich Lang in seinem Film auf die einzelnen Abläufe des Suchens, Findens und der Verurteilung des Verbrechers. Für ihn stand die Moral der Gesellschaft im Vordergrund. Hauptfi gur ist weder der Mörder noch sind es seine Jäger - einzig die Beobachtung der Vorgänge innerhalb der Stadt bestimmen das Geschehen. Seine Finesse als Regisseur bewies Fritz Lang u. a. mit einer der ersten Parallelmontagen überhaupt, in der sowohl die Polizei als auch die Köpfe des Berliner Untergrunds über Maßnahmen debattieren, die zur Erfassung des Täters führen sollen.
 
Obwohl die beiden Seiten des Gesetzes räumlich und zeitlich voneinander getrennt agieren, erscheint es dennoch so, als säßen sie an einem Tisch. Das Hauptaugenmerk richtete der Regisseur allerdings auf die moderne Verknüpfung von Ton und Bild, indem er z. B. auf komplett stille Sequenzen lautes Stimmengewirr folgen ließ und damit pointierte, überraschende Kontraste schuf. Ebenso das Novum, eine hörbare Handlung jenseits der Leinwand stattfi nden zu lassen, nutzte er gekonnt für seinen Film aus. Die Freude am Experimentieren ist u. a. deutlich an Sequenzen wie der Verbrechersuche durch die Bettler zu spüren.
 
 
M wie Meisterwerk
 
In 80 Jahren hat der Film schon einiges mitmachen müssen. Um nur ein Beispiel zu nennen: Da "M" auf einem 35-Millimeter-Nitrofilm und im seltenen 1.19 : 1-Format gedreht wurde, nahmen sich die internationalen Filmverleiher das Recht heraus, der Kompatibilität halber beim Umkopieren oben und unten etwas abzuschneiden, damit das Material in die gängigen, schmaleren 1.37 : 1-Aufführgeräte passte. Zudem wurden jene Versionen auf 96 Minuten gekürzt, um mehr Vorführungen pro Abend zu ermöglichen. Umso wichtiger war es den Restauratoren, auf das ursprüngliche Kameranegativ zurückgreifen zu können und die fehlenden 30 Prozent des Materials durch alternative Filmrollen zu ergänzen.   ft 

Film
Wertung 9/10

BILD


Mit der 2011 komplett in Bild und Ton restaurierten Blu-ray-Version liegt demnach die derzeit vollständigste Version des Films vor, in der nur noch wenige unauffindbare Stellen fehlen. Die Laufruhe des Bildes wurde digital herbeigeführt, ebenso wie die Beseitigung von Haarrissen, Staub und anderen Schäden am Ursprungsformat. Im Gegensatz zu vorherigen Veröffentlichungen wurde das Bildseitenverhältnis von 1.19 : 1 beibehalten, wodurch nun keine Köpfe mehr abgeschnitten sind. Die Herausforderung, das Bild wie am ersten Tag aussehen zu lassen, ohne den Kontrast zu sehr zu verändern, meisterten die Bearbeiter in mühevoller Kleinstarbeit hervorragend.

Bildqualität
Wertung 5.5/10

TON


Auch tonal bietet die Scheibe so einige Schmankerl für Kenner. Jene können sich für den "Preservation-Soundtrack" entscheiden und den Sound vom Sprossenton-Negativ so hören, wie ihn die Kinogänger vor 80 Jahren wahrgenommen haben. Wer die obligatorischen Schleifgeräusche des Lichtkopfs vom Projektor jedoch nicht so laut im Vordergrund haben möchte, wählt die restaurierte Fassung, die insgesamt ein ausgeglicheneres Tonspektrum (weniger Höhen, mehr Tiefen) anbietet.

Tonqualität
Wertung 3.5/10

BONUS


Die edle Verpackung in Buchform enthält ein Booklet samt originalem Kinoprogramm, Skizzen und Fotogalerien sowie eine Graphic Novel. Die Bonus-DVD spendiert zwei Dokumentationen zum Filmphänomen, ein Interview mit Fritz Lang, mehrere Bildergalerien, ein Featurette über die Restauration und einige Originaldokumente in PDF-Form für Ihren Rechner.

  • Audiokommentar
  • Dokumentationen "The Hunt for M" & "Zum Beispiel Fritz Lang"
  • Featurette mit Audiokommentar
  • Bildergalerie
  • Booklet
Bonusmaterial
Wertung 8.5/10

INHALT

Film
9/10

Nach "Metropolis" ein weiterer Fritz-Lang-Klassiker, der mittels modernster State-of-the-Art-Technologie so originalgetreu wie möglich restauriert wurde.
Bonusmaterial
8.5/10
Technik
4.5/10
Bildqualität
Wertung 5.5/10
Tonqualität
Wertung 3.5/10
Gesamt

GALERIE

Quelle des Film-Inhalts: der jeweils in der technischen Beschreibung angegebene Filmvertrieb/Filmverleih