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Verblendung (Blu-ray)





Verblendung Dieser Artikel bei Amazon.de
Originaltitel:
The Girl with the Dragon Tattoo
Genre:
Thriller
Land/Jahr:
US 2011
Vertrieb:
Sony Pictures Home
Bild:
MPEG-4, 2.35:1
Ton:
DTS-HD MA 5.1 (Deutsch, Englisch)
Regie:
David Fincher
Darsteller:
Daniel Craig, Rooney Mara, Christopher Plummer, Stellan Starsgard, Steven Berkoff, Robin Wright, Ulf Friberg
Laufzeit:
ca. 158 Min
FSK:
Freigegeben ab sechzehn Jahren
Anzahl der Disks:
2

Verkaufstart:
24.05.2012

INHALT



Trailer / Video:

Kurzinhalt zu "Verblendung":

Der in Ungnade gefallene Journalist Mikael Blomkvist (Daniel Craig) akzeptiert das Angebot, ganz im Stillen einen ungeklärten Mord von vor 40 Jahren aufzuklären. Sein Auftraggeber ist der Onkel des Opfers, der schwedische Unternehmer Henrik Vanger (Christopher Plummer). Die tätowierte Hackerin Lisbeth Salander (Rooney Mara), die angeheuert wurde, um Blomkvist zu überprüfen, deckt schließlich die Machenschaften auf, die diesen zu Fall gebracht haben. Schicksalhaft vereint, kommt das ungleiche Paar einer Geschichte von Mord und sexuellem Missbrauch auf die Spur, die Schwedens industrielle Vergangenheit verdunkelt. Dabei geraten sie so weit in die Fänge des Bösen, dass es sie zu verschlingen droht.

KRITIK


Kurz nach einem verlorenen Verleumdungsprozess wird der Journalist Mikael Blomkvist (Daniel Craig) von dem 80-jährigen Patriarchen einer Unternehmerfamilie, Henrik Vanger (Christopher Plummer), beauftragt, den Fall seiner vor 40 Jahren verschwundenen Nichte Harriet wieder aufzunehmen. Vanger geht davon aus, dass seine Nichte damals von einem Familienmitglied ermordet wurde. Unterstützt von der Hackerin Lisbeth Salander (Rooney Mara) kommt Blomkvist bei seinen Nachforschungen einer Reihe ungeheuerlicher Verbrechen auf die Spur.
 
 
Nachgemacht
 
So naheliegend es war, dass es zur europäischen Verfilmung von Stieg Larssons "Millennium Trilogie" ein amerikanisches Remake geben wird, so gespannt durfte man sein, wie Regisseur David Fincher ("Sieben", "Fight Club") diese Herausforderung meistern würde. Um das Urteil dieser Rezension vorwegzunehmen: Finchers Version geht zum Teil deutlich andere Wege als die erste Verfilmung, aber unterm Strich liefert er einen sehr sehenswerten und stimmigen Streifen ab. Der Film ist etwas "gefälliger" gedreht als das Original von 2009, lehnt sich aber durchaus sehr eng an die Buchvorlage von Larsson an. Allerdings werden Fans des typisch skandinavischen Thrillers bei Fincher vor allem die für diese Filme so typische Tristheit vermissen - den spröden Charme, der immer auch ein wenig depressiv erscheint. Selbst die Entscheidung, teilweise in Schweden zu drehen und einen gemischten Cast einzusetzen, kann nicht verhindern, dass alles ein wenig mehr nach Hollywood aussieht. Und gerade der sehr harte Stoff der "Millennium Trilogie" passte einfach besser zur kühlen Bildsprache der Originalverfilmung.
 
Andererseits vermeidet Fincher es sehr wohl, hier in Plattheiten und Klischees zu verfallen. Außerdem gelingt es ihm, den Gang der Ermittlungen nachvollziehbarer als im Original darzustellen und durch den sehr beeindruckenden Schnitt einen durchgehenden Spannungsbogen zu halten. Die Leistung der Darsteller kann durchweg überzeugen. Craig wirkt als Mikael Blomkvist sehr glaubhaft und auch Rooney Mara kommt mit der Rolle der Lisbeth Salander insgesamt sehr gut zurecht, auch wenn Noomi Rapace im Original einen Tick echter und interessanter wirkte. Erwähnt sei an dieser Stelle auch Christopher Plummer, der in seiner Rolle als Henrik Vanger eine gute Vorstellung abliefert und es schafft, den Zynismus und die Väterlichkeit dieser Figur gut miteinander zu verbinden.   uf 

Film
Wertung 8/10

BILD


Typisch für das Bild ist der beinahe schon exzessive Einsatz der Tiefenschärfe, der zum Teil auch sehr bewusst in der Postproduktion weiter verstärkt wurde. Dabei sind kaum Fokussierungsfehler zu bemerken, sodass der Detailreichtum der Bilder teilweise zwar nicht besonders hoch ist, aber die Bildschärfe in den Bereichen, wo das Bild scharf sein sollte, voll überzeugen kann und somit - trotz einer sichtbaren Körnung - für ein durchgehendes HD-Feeling sorgt. Schwarzwert und Kontrast sind weitgehend in Ordnung. Die Farben sind leicht reduziert, zugleich wird je nach Szene aber mit verschiedenen Tönungen gearbeitet, sodass das Bild insgesamt weniger trist wirkt als in der Originalverfilmung.

Bildqualität
Wertung 7.5/10

TON


Der deutsche Ton liegt als DTS-HD MA in 5.1 vor und ist ausgesprochen sauber abgemischt. Obwohl es alles andere als ein Actionfilm ist, können die Abmischung und der fast über den ganzen Streifen eingesetzte mystische Hintergrundscore durchweg eine räumliche Atmosphäre erzeugen.

Tonqualität
Wertung 7.5/10

BONUS


Die Bonussektion auf der zweiten Disc umfasst ausführliche Hintergrundinformationen zu den einzelnen Aspekten der Produktion. Zudem gibt es einen Audiokommentar des Regisseurs.

  • Hinter-Den-Kulissen
  • Interviews
  • Proben
  • Probeaufnahmen
  • Audiokommentar mit Regisseur David Fincher
Bonusmaterial
Wertung 6.5/10

INHALT

Film
8/10

Ansehnliche Neuverfilmung des ersten Teils der "Millennium Trilogie". Schwedische Tristesse mit doppeltem Boden triff t auf Hollywoods Spezialisten für Abgründe.
Bonusmaterial
6.5/10
Technik
7.5/10
Bildqualität
Wertung 7.5/10
Tonqualität
Wertung 7.5/10
Gesamt

GALERIE

Quelle des Film-Inhalts: der jeweils in der technischen Beschreibung angegebene Filmvertrieb/Filmverleih