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Godzilla 3D (Blu-ray)





Godzilla 3D Dieser Artikel bei Amazon.de
Originaltitel:
Godzilla
Genre:
Science-Fiction
Land/Jahr:
JP, US 2014
Vertrieb:
Warner Home Video
Bild:
MVC, 2.40:1
Ton:
DTS HD-Master Audio 7.1
Regie:
Gareth Edwards
Darsteller:
Aaron Taylor-Johnson, Elizabeth Olsen, Bryan Cranston
Laufzeit:
ca. 123 Min
FSK:
Freigegeben ab zwölf Jahren
Wendecover:
Ja
Anzahl der Disks:
2

Verkaufstart:
25.09.2014

INHALT



Trailer / Video:

Kurzinhalt zu "Godzilla":

Die spektakuläre Wiedergeburt des meistverehrten Monsters der Welt: „Godzilla“. Der junge Regisseur Gareth Edwards entwickelt die mitreißende Vision menschlicher Tapferkeit und Friedenssehnsucht im Angesicht titanischer Naturgewalten, denen nur der monumentale Godzilla entgegentreten kann, weil die Menschheit ihnen schutzlos ausgeliefert ist. Gareth Edwards inszeniert „Godzilla“ mit Aaron Taylor-Johnson, Ken Watanabe, Elizabeth Olsen, Juliette Binoche, Sally Hawkins, David Strathairn sowie Bryan Cranston in den Hauptrollen.

KRITIK


Eine der bekanntesten und beständigsten Filmfiguren aller Zeiten ist die japanische Götterechse Godzilla. Versuchte Roland Emmerich die Ikone zu amerikanisieren und neu zu erfinden, widmet sich Gareth Edwards aktueller Neuanfang der Huldigung des klassischen Originals.
 
 
Der neue Godzilla-Film hätte ein Desaster werden können, ein Mega-Flopp, der Warner sehr viel Geld gekostet hätte. Doch mit seinem Einspielergebnis von über einer halben Milliarde US-Dollar an den Kinokassen ist die Blockbuster-Zukunft der Riesenechse zum Glück gesichert. Für 2018 ist bereits die Fortsetzung angekündigt, vorher muss sich das aufstrebende Regie-Talent Gareth Edwards ("Monsters") nämlich noch um einen für 2016 angekündigten "Star Wars"-Spinoff- Film kümmern. Um es vorweg zu nehmen: Der aktuelle "Godzilla"-Streifen ist eine sichere Nummer, nicht mehr und nicht weniger. Ähnlich dem "Planet der Affen"-Reboot wird hier ein Standard-Plot abgefahren, bei dem solide Action gezeigt wird und das Ende genügend Spielraum für eine Fortsetzung lässt.
 
Und auch wenn der bereits aus den Trailern bekannte Halo-Jump vielversprechend aussah, so ist er im Film die einzige künstlerisch hervortretende Szene, die sich von den hollywoodschen Standard-Schemen abhebt. Der Rest ist aufwendig inszeniertes und mit vielen klassischen Godzilla-Momenten versehenes Action-Kino, das unglaublich gut aussieht. Teil eins der Handlung spielt im Jahre 1999 in Tokyo und wird aus der Perspektive der Eltern-Generation erzählt. Joe und Sandra Brody (Bryan Cranston und Juliette Binoche) sind glücklich verheiratet, haben einen Sohn namens Ford und arbeiten beide als Ingenieure in einem Kernkraftwerk. Während eines Erdbebens wird das Atomkraftwerk so stark beschädigt, dass es kollabiert. Bei dem dramatischen Versuch zu entkommen, kann Joe nur zusehen, wie seine Frau auf der anderen Seite der Tür stirbt. Das Gebiet wird geräumt und zu einer Gefahrenzone erklärt. Zurück bleibt ein gebrochener Vater und ein traumatisierter Sohn.
 
 
Die gelackmeierte Generation
 
15 Jahre später ist aus Ford (Aaron Taylor-Johnson) ein ausgewachsener Mann geworden, der sein Geld im Dienste der US-Armee verdient. Als Mitglied des Bomben-Räumkommandos weiß er mit brenzligen Situationen umzugehen, sodass er für das anstehende Godzilla-Abenteuer bestens gewappnet ist. Dieses erwartet ihn nämlich, als er, nach einem längeren Einsatz gerade erst zuhause bei seiner Frau und seinem Sohn angekommen, einen Anruf wegen seines Vaters bekommt. Joe hat es mal wieder geschafft, sich von der japanischen Miliz in der Sperrzone aufgabeln zu lassen und sitzt nun im Gefängnis. Für Ford bedeutet dies den sofortigen Aufbruch nach Japan. Die Perspektive hat sich also generationenbedingt verändert. Aus Joe ist inzwischen ein fanatischer Wissenschaftler geworden, der die Ursache des damaligen Atom-Reaktor- Unfalls erforscht.
 
Anstatt sich belehren zu lassen, überzeugt er seinen Sohn Ford, mit ihm zu ihrem alten Haus in die Sperrzone zu gehen. Spätestens hier werden einigen Fans von Gareth Edwards Langfi lm-Debüt "Monsters" jubeln, denn ähnlich wie dort begeben sich die zwei Protagonisten auf verbotenes Terrain, das einfach alles beherbergen kann. Die unheimliche Atmosphäre erinnert an Tarkovskys "Stalker", der lose auf dem bekannten Werk "Picknick am Wegesrand" der Strugazki-Brüder basiert. In der "Zone" sind alle vormals belebten Straßen und Häuser von Pflanzen überwachsen und verwildert. Menschen gab es hier anscheinend schon seit dem Vorfall nicht mehr. Komischerweise ist das Gebiet gar nicht verstrahlt.
 
 
M.U.T.O.
 
Es dauert nicht lange, bis Joe und Ford herausfinden, weshalb es tatsächlich zum Sperrgebiet erklärt wurde. Von nun an kommen die Monster zum Zuge und der Film wird zu einer Art "Desaster-Movie", nur, dass die Naturgewalten hier verkörperlicht wurden. Ist Godzilla als natürlicher Hüter des Gleichgewichts zu sehen, der den Menschen sowohl Freund als auch Feind sein kann, so stehen die neuen Giganten für etwas Widernatürliches. Die M.U.T.O.s (Massive Unidentified Terrestrial Organism) sind ähnlich wie Godzilla Wesen aus der Urzeit, die allerdings von einem Parasiten befallen wurden, wodurch sie sich genetisch verändern. Ihr Design erinnert nicht ohne Grund an einen Tarnkappenbomber, der Atombomben transportieren und abwerfen kann. Genau genommen geht es nämlich um genau diese Problematik und die gigantischen Wesen ernähren sich von der radioaktiven Strahlung solcher Atombomben.
 
Für die Japaner gibt es inzwischen schon mehrere atomare Vorkommnisse, die das ganze Volk traumatisierten. Und da die "Godzilla"-Filme schon immer eine Verarbeitung dieses Volkstraumas waren, sind die Bilder der Atombomben-Tests im Bikini- Atoll, die ikonische stehen gebliebene Uhr des Bombenabwurfs auf Hiroshima und nicht zuletzt der schreckliche Reaktor-Unfall von Fukushima einschneidende Motive des Films. Ein Monster, dass sich und seine Nachkommen von genau dieser Atomenergie ernährt, ist daher das perfekte Sinnbild für ein größer werdendes, nicht mehr wegzuredendes Problem, das noch viele Generationen der Menschheit beschäftigen wird. Zugleich besitzt dieses "personifi zierte" Atomunglück die Fähigkeit mittels elektromagnetischer Impulse sämtliches elektronisches Gerät in einem gewissen Radius unfunktionabel werden zu lassen. Und da die Menschheit inzwischen dermaßen von der Elektrizität abhängig ist, dass sie ohne sie nicht in der Form existieren könnte, bricht sofort das komplette Gefüge zusammen. Hochtechnisiert ausgestattete Militärs versagen, Flugzeuge fallen vom Himmel und es scheint
keine Möglichkeit zu geben, sich den Ungetümen auf herkömmliche Weise mit schwerem Waffengerät zu nähern. Die Menschen sind machtlos und können nur noch zusehen, wie die Natur die Sache regelt. Letztlich sind die Monster wie alle anderen Lebewesen nur daran interessiert, sich selbst und ihre Art zu erhalten.
 
 
Monarch-Geheimakte
 
Wer sich diesen gewaltigen Monsterclash im Heimkino anschauen will, bekommt mit der 3D-Blu-ray die ultimative Version eines technisch erstklassigen Films in dem die Effekte alles bisherige in den Schatten stellen. Zum einen hat man immer wieder das Gefühl Szenen aus einem Kampf zwischen Mothra und Godzilla aus einem früheren Film zu sehen. Zugleich sind die Bewegungen so realistisch und die Perspektiven so lebensnah, das man liebend gern vergisst, einen Film vor sich zu haben und sich lieber vorstellt, dass diese riesigen Ungetüme tatsächlich gerade vor einem stehen. Es ist schon gewaltig die zwei ineinander verkeilten Geschöpfe zu beobachten, wie sie um ihre Vorherrschaft bzw. Existenz kämpfen und dabei alles um sich herum in Schutt und Asche legen. In solchen Momenten sind auch sämtliche Amerikanisierungen vergeben, die auch hier scheinbar zwanghaft durchgeführt werden mussten.
 
Zu letzterem gehört übrigens auch der Held der Geschichte, Ford, dessen Geschichte von einem Handlungsvehikel zum nächsten befördert wird. So versieht ihn das Skript beispielsweise zur Dramatisierung einer Action-Szene mit einem hawaiianischen Kind, um es dann bereits in der nächsten Szene wieder aus der Handlung herauszurationalisieren. So bleibt dem Helden mehr Bewegungsfreiheit, die durch die Verantwortung für ein Kind deutlich eingeschränkt wäre. Auch in anderen Situationen ist er der einzige Überlebende und damit das fähigste Mitglied jeder Folge-Operation. Ein bisschen weniger Heroisierung hätte dem ansonsten sehr realistisch und geerdet gehaltenen Filmkonzept sicher nicht geschadet.  ft 

Film
Wertung 7/10

BILD


Gedreht wurde der Blockbuster u. a. mit einer Arri Alexa Plus Digitalkamera. Die Gebäude und Ungeheuer sind mit unglaublich detaillierten Texturen versehen, sodass sich auf dem TV-Bildschirm bzw. auf der Leinwand ultrascharfe Monster- und Großstadt-Panoramen abzeichnen. Da viele Szenen in der Nacht spielen, fällt der an einigen Stellen etwas schwächelnde Schwarzwert besonders gut auf.

Bildqualität
Wertung 9/10

3D


Das konvertierte 3D besitzt eine gute Staffelung und eine angenehme Tiefenwirkung, ist aber gleichzeitig auch kein Eventfaktor, der das Filmerlebnis jetzt stark intensiviert. Wer einen guten 3D-TV/ 3D-Projektor besitzt, kann sich die gut konvertierte 3D-Version getrost anschauen. Alle anderen genießen das monumentale 2D-Bild in all seiner Schönheit, ohne Augenirritationen zu riskieren.

3D-Qualität
Wertung 5.5/10

TON


Die Audioabmischung fürs Kino ist für Dolby Atmos (9.1 inkl. Höhenkanälen) ausgelegt. Glücklicherweise spendierte Warner der Blu-ray einen verlustfreien DTS-HD MA 7.1-Sound. Und ja, die Rede ist hier von der deutschen Tonspur. Und die lohnt sich in diesem Fall so richtig, denn soundtechnisch ist die Scheibe pure Referenz. Die permanente Nutzung der Surround-Kanäle bildet einen unglaublich realistischen Klangraum um den Hörer. Ob in der Militärzentrale oder der Bruthöhle, sowohl der Hall als auch die Umgebungsgeräusche schaffen eine perfekte Illusion. Und dann sind da die alles zerberstenden Monsterkämpfe, in denen der Subwoofer kaum zum Stillstand kommt. Die tiefen Bässe können auf Dauer schon einmal ziemlich anstrengend sein, besonders wenn die Nachbarn an die Wand hämmern, was man nur unterschwellig hört, weil das akustische Chaos mit all seinen klirrenden Fenstern, berstenden Gebäuden und fauchenden, stampfenden Ungeheuern so groß ist.

Tonqualität
Wertung 10/10

BONUS


Die Extras sind auf der 2D-Scheibe untergebracht und in die zwei Kategorien "Monarch: Declassified" und "The Legendary Godzilla" aufgeteilt. Ersteres beinhaltet 3 Featurettes mit den geheimen Monsterakten (insgesamt ca. 15 Min.). Letzteres enthält vier Beiträge mit interessantem Behind The Scenes Material (insgesamt ca. 40 Min.). Das Unboxing-Video zur Ultimate Collector's Edition von "Godzilla" finden Sie hier.

  • Operation: Lucky Dragon
  • MONARCH: Die M.U.T.O Akte
  • Sonderbericht: Die Godzilla-Offenbarung
  • Godzilla, König aller Monster
  • Ein ganz neues Ausmaß der Zerstörung
  • Ins Nichts: Brodys H.A.L.O Sprung
  • Alter Feind: Die M.U.T.O.s
  • Godzilla, eine Naturgewalt!
  • Höchstes Ausmaß an Konzentration: Der Schnitt von Godzilla
Bonusmaterial
Wertung 5.5/10

INHALT

Film
7/10

Gigantisch! Einfach nur gigantisch! Ansonsten ist der Film die Hollywood-übliche Action-Kost mit vielen klassischen Godzilla-Momenten.
Bonusmaterial
5.5/10
Technik
8/10
Bildqualität
Wertung 9/10
Tonqualität
Wertung 10/10
3D - Qualität
Wertung 5.5/10
Gesamt

GALERIE

Quelle des Film-Inhalts: der jeweils in der technischen Beschreibung angegebene Filmvertrieb/Filmverleih