"Buh"-Rufe beim ESC: Eklat beim Vorentscheid in Spanien

13.02.2017, 11:49 Uhr, dpa/kw

In Spanien steht der Eurovision Song Contest (ESC) in diesem Jahr unter einem schlechten Stern. Beim Vorentscheid kam es zu einem Eklat. Grund war die umstrittene Entscheidung der Jury.


Beim spanischen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest (ESC) 2017 ist es zum Eklat gekommen. Als die Jury den Sieger der am späten Samstagabend live übertragenen Fernseh-Gala bekanntgab, brach im Publikum lauter Protest aus: "Schiebung, Schiebung", hallte es durch den Saal. Es gab auch laute Pfiffe. Der ausgebuhte und völlig entnervte Gewinner Manel Navarro reagierte vor laufenden Kameras schließlich mit einer obszönen Geste. "Bitte mehr Respekt!", rief Moderator Jaime Cantizano vergebens. Die Zeitung "El País" titelte am Sonntag: "Blamage im Hooliganstil."


Was war passiert? Navarro war zunächst bei der Abstimmung der Fernsehzuschauer nur auf Platz drei unter sechs Kandidaten gelandet. Nach dem Votum der Jury schob sich der Nachwuchssänger aber zusammen mit der beim Publikum deutlich beliebteren Kandidatin Mirela auf Platz eins vor. Da beschlossen die Juroren - drei in Spanien bekannte Radiomoderatoren - in einer umstrittenen Entscheidung kurzerhand, dass Navarro mit dem eigens für den Wettbewerb geschrieben Lied "Do It For Your Lover" Spanien im ESC-Finale am 13. Mai in Kiew vertreten wird. "Das war alles schon sehr unangenehm", wurde Navarro am Sonntag von spanischen Medien zitiert.

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