Checkliste für den Kauf HD-fähiger Sat-Receiver

26.02.2014, 21:07 Uhr, das

Dem hochauflösenden Fernsehen gehört die Zukunft. Via Satellit gelangen immer mehr HD-Programme in die Wohnzimmer. Voraussetzung, um die hochauflösenden Bilder genießen zu können, ist neben einem entsprechenden TV-Gerät auch ein HD-fähiger Sat-Receiver. Die Checkliste gibt Tipps, worauf man beim Kauf achten sollte.


HDTV ist zweifelsohne das Fernsehen der Zukunft und die meisten HD-Programme empfängt man per Satellit. Erst mit HDTV kommen die eindrucksvollen Bilder auf den großen, modernen Flachbildschirme richtig zu Geltung. Um die hochauflösenden Programme zu empfangen, ist ein HD-fähiger Sat-Receiver notwendig. Besonders beliebt sind Geräte mit eingebauter Festplatte. Jedoch gibt es zahlreiche, weitere Funktionen. Einige davon sind notwendig, um HD-Fernsehen möglichst komfortabel genießen zu können, andere wiederum können optional je nach Nutzungsverhalten hinzugewählt werden.
 
Wie funktioniert ein digitaler Sat-Receiver?
 
Die durch eine Sat-Schüssel empfangenen Signale werden von dem digitalen Sat-Receiver in Bildsignale umgewandelt und auf dem Fernseher angezeigt. Die Technik an sich ist nicht neu. Früher war der Sat-Empfang jedoch analog. Erst durch die digitale Technik ist es möglich, nun auch mehr Sender zu empfangen. Die verwendeten Frequenzen können digital besser ausgenutzt werden und gleichzeitig ist auch die Bild- und Tonqualität deutlich gestiegen.


Neuere Receiver bieten inzwischen auch interaktive Dienste an. Beispielsweise werden neben den Bildern auch andere Informationen gesendet, wie die Uhrzeit, aber auch Informationen, wenn sich die Ausstrahlung eines bestimmten Films verspätet. Ohne digitalen Sat-Receiver ist kein HDTV-Empfang möglich, da inzwischen alle Betreiber auf die digitalen Signale umgestellt haben.
 
Die neuen Modelle können gleichzeitig sogar ein Programm zeigen und ein zweites aufzeichnen – vorausgesetzt, sie liegen auf dem gleichen Transponder. Mit dem passenden Receiver können sogar zwei Sendungen gleichzeitig aufgezeichnet und eine dritte Sendung angezeigt werden. Dafür muss der Receiver mit zwei Empfangsteilen ausgestattet sein und die Programme innerhalb zweier Transponder liegen.


Diese Funktionen sollte der neue Sat-Receiver besitzen
 
Um möglichst komfortabel HDTV zu genießen, empfiehlt sich der Kauf eines High-End-Receivers. Neben einer eingebauten Festplatte bieten diese Geräte durch verschiedene Anschluss-Möglichkeiten und Steckplätze einen größeren Einsatzbereich.
 
Unbedingt besitzen sollte der neue Sat-Receiver die folgende Ausstattung:

  • HDMI-Anschluss und Scart-Anschluss
  • USB 2.0
  • CI- oder CI-Plus-Slot
  • PVR-Ready-funktion für Programmaufnahmen
  • verschiedene Videoformate

Eine CI- oder CI-Plus-Schnittstelle ist für den Empfang von Bezahlfernsehen notwenig. Die Abkürzung PVR hingegen steht für "Personal Video Recorder", was englisch soviel wie Videorekorder bedeutet. Mithilfe von PVR werden gewünschte Videosignale aufgezeichnet. Eine Auszeichnung mit PVR Ready bedeutet, dass der Receiver über eine Aufnahmefunktion sowie eine Schnittstelle zum Anschluss eines externen Speichermediums via USB verfügt.
 
Die nachfolgenden Zusatzfunktionen sind optional und abhängig vom eigenen Fernsehverhalten:
  • mehrere CI- oder CI-Plus-Slots
  • eingebaute Festplatte
  • SD-HD-Upscaler
  • Sky kompatibel
  • Twin-Tuner-Funktion
  • Netzwerk-Anschluss

Beim sogenannten Upscaling wird das Bild auf eine höhere Auflösung gestreckt. Allerdings reicht die Qualität hierbei nicht an die von HDTV ran. Besitzt der HDTV-Receiver auch noch zwei Sat-Tuner, so wird von Twin-Tuner gesprochen. Mit dieser Funktion wird es ermöglicht, gleichzeitig eine Sendung zu sehen und eine zweite auf einem anderen Transponder aufzuzeichnen.
 
Externe Festplatten mit eigenem Netzteil laufen deutlich stabiler
 
Wer die hoch aufgelösten digitalen Fernsehprogramme auf der Festplatte aufnehmen will, sollte darauf achten, dass diese mit dem alten Format FAT32 formatiert ist. Windows hingegen verlangt auf Datenträger über 4 GB das modernere NTFS. Daher sollte die Festplatte entweder vom Receiver selber oder mithilfe einer speziellen Software formatiert werden.
 
Da die meisten Receiver-Netzteile mit dem zusätzlichen Betrieb einer externen Festplatte überfordert sind, ist eine Festplatte mit eigener Stromversorgung ideal, will man den Absturz des Receivers vermeiden.
 
Handhabung – nicht alle digitalen Sat-Receiver automatisieren die Einrichtung
 
Wer es bequem haben will, sollte beim Kauf darauf achten, dass eine automatische Routine den Nutzer durch alle Einstellungen führt. Während beim Empfang eines HDTV-Signals sich die Modelle in der Regel kaum in puncto der Bildqualität unterscheiden, werden die Unterschiede beim Empfang des normalen Fernsehbildes schon größer.
 
Tipp: Wer Wert auf erstklassige Bilder liegt und Unschärfen und Bildrauschen vermeiden will, sollte sich den Receiver nicht nur auf HDTV vorführen lassen.

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