
- China: Chancen auf "Avatar 2" - mehr Hollywood im Kino
21.02.2012, 10:35 Uhr, sv
Entgegen dem allgemeinen Trend zur verstärkten medialen Abschottung nach Außen können sich chinesische Kinobesucher künftig mehr Hollywood-Produktionen in den heimischen Lichtspielhäusern anschauen. Im Fernsehen jedoch wird noch mehr national produzierter Inhalt zu sehen sein als zuvor.
Nach den erst kürzlich
Die neue Übereinkunft erhöht das bisherige Limit von 20 großen ausländischen Studio-Filmen im Jahr auf 34 Filme. Allerdings müssen die 14 Extra-Filme entweder im Imax- oder 3D-Format vorliegen. Gleichzeitig dürfen ausländische Filmproduzenten einen größeren Anteil des Kinoumsatzes in China behalten. Statt bisher 13 Prozent können diese nun ein Viertel der Einnahmen für sich beanspruchen.
Chris Dodd, Vorsitzender der Motion Picture Association of America (MPAA), sieht in der Vereinbarung einen sehr wichtigen Schritt hin zu einer Öffnung des chinesischen Marktes. Die Industrie habe seit 20 Jahren mit diesen Restriktionen zu kämpfen und es sei an der Zeit gewesen, diese zu ändern, so Dodd. Hollywood-Filme sind in chinesischen Kinos zwar nur in geringer Zahl zu sehen, tragen allerdings etwa 40 Prozent zu den gesamten Kinoumsätzen des Landes bei.
Hollywood profitiert stark vom rapide wachsenden chinesischen Kinomarkt und
Innerhalb Chinas fielen die Reaktionen auf das Abkommen zurückhaltend aus. Beobachter befürchten, dass der zusätzliche Anteil ausländischer Filme die nationalen Filmschaffenden verstärkt unter Druck setzt, da diese nun mit ausländischen Großproduktionen konkurrieren. Allerdings lasse sich dadurch auch die Qualität im Allgemeinen verbessern. Im Bereich Zeichentrick setzt man dafür auf eine andere Strategie und verstärkt den nationalen Fokus (
Ein weiterer Ansatz für die Erweiterung des Kinomarktes ist die Beteilung chinesischer Investoren an Hollywood-Studios, wodurch deren Filme von den Regelungen ausgenommen wären. Momentan steht ein chinesisches Konsortium
Im Rahmen der neuen Kino-Regelung können nun auch Independent-Produzenten feste Lizenzgebühren zu ähnlichen Prozentsätzen wie in anderen Ländern verhandeln, statt der bisher typischen zwei bis drei Prozent. Neben den Restriktionen für 20 große Studiofilme werden in China jährlich etwa 40 ausländische Independent-Filme veröffentlicht. Das Abkommen kann in fünf Jahren erneut verhandelt werden.
Währenddessen werden die Beschränkungen im chinesischen Fernsehen stetig verstärkt. Nachdem die Regierung
Kommentar im Forum verfassen































