Comcast in Befragungen "schlechtestes Unternehmen Amerikas"

05.03.2018, 12:02 Uhr, jrk

Comcast, das in der letzten Woche ein Angebot über 22 Mrd. Pfund für Sky abgab, wurde im vergangenen Jahr in einer Kundenbefragung als "Amerikas meistgehasstes Unternehmen" bewertet.


Comcast, das in der letzten Woche ein Angebot über 22 Mrd. Pfund für Sky abgab, wurde im vergangenen Jahr in einer Kundenbefragung als "Amerikas meistgehasstes Unternehmen" bewertet, das berichtet The Guardian.


Rechtsexperten empfehlen eine Überprüfung des Übernahmeangebots für Sky, da es neben der Unzufriedenheit der Kunden in der Vergangenheit mehrmals gegen Regeln verstoßen hat.

In den letzten Jahren wurde Comcast von US-Aufsichtsbehörden mit mehr als zwei Millionen US-Dollar bestraft. Der Konzern wurde dabei erwischt, wie er einen rivalisierenden Nachrichtenkanal in seinem Fernsehprogramm diffarmierte. Im November wurde NBC News Moderator Matt Lauer, einer der bestbezahlten TV-Moderatoren in den USA, nach einer Sexaffäre gefeuert.

Im Jahr 2016 zahlte Comcast eine Geldbuße in Höhe von 2,3 Millionen US-Dollar, um eine bundesweite Untersuchung von Vorwürfen zu entgehen. Dem Unternehmen wurde vorgeworfen, das Kunden ungeordnete Dienste wie Premium-Kanäle, Set-Top-Boxen und digitale Videorekorder zusätzlich in Rechnungen gestellt wurden.

Nach der Übernahme von NBC Universal durch NBC, die NBC News, MSNBC und CNBC besitzt, hat Comcast den Konkurrenzkanal Bloomberg in einen unerwünschten Teil Programm-Guides verlegt, weit weg von anderen Nachrichtenanbietern. Nach einem mehrjährigen Kampf mit der Federal Communications Commission (FCC) musste Bloomberg wieder in die Nachbarshaft anderer Nachrichtensender verlegt werden.
 
Auch in Großbritannien hat Comcast bereits gegen Regeln verstoßen.
 
Experten sehen daher auch bei der Übernahme von Sky durch Comcast Probleme für die Sky News, auch wenn das Unternehmen zugesagt hat, "die bestehende Marke und Kultur von Sky News sowie seine starke Erfolgsbilanz für qualitativ hochwertige, unparteiische Nachrichten und die Einhaltung von Rundfunkstandards beizubehalten".
 
 

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