DF vor 100 Ausgaben: AOD, HDTV und Grundverschlüsselung im Kabel

05.07.2012, 16:51 Uhr, Maria Hollwitz

Einmal im Monat nehmen wir Sie mit auf eine Zeitreise und widmen uns tief im Archivkeller des Verlages noch einmal den Themen der DIGITAL FERNSEHEN vor 100 Ausgaben. In der Ausgabe 03/2004 haben wir für Sie die spannendsten Themen entstaubt und mit der aktuellen Entwicklung in der Branche verglichen.

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DIGITAL FERNSEHEN3/2004

Bild: Auerbach Verlag


Wer kennt noch AOD?

Viele vorgestellte Neuigkeiten in der Elektronikbranche haben sich nicht selten als Flop entpuppt. So gab es 2004 ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden "Speichermediem der Zukunft": der Blu-ray-Disc und der AOD, die wohl unter der Bezeichnung HD DVD vielen noch bekannt sein dürfte.

Inzwischen spricht über die HD DVD als Nachfolger der DVD schon lange niemand mehr. Einen richtigen Riecher hatten anscheinend schon damals die DF-Experten, die der Erfindung Blu-ray das größte Potenzial zusprachen.



Grundverschlüsselung im Kabel

Vor knapp acht Jahren nahm der damals noch neue Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland mit der Einführung der Grundverschlüsselung seiner privaten digitalen Programme eine Vorreiterrolle für andere Provider ein.


Ohne Frage war es eine unerfreuliche Entwicklung für alle Kabelkunden größerer Provider, die nun ihre alten Kabelboxen in den Müll schmeißen konnten und sich einen neuen Receiver mit Nagravision-Verschlüsselung zulegen mussten.

Die Vermutung, dass Kabel Deutschland alle digitalen Programme in Nagravision codieren würde, trat, wie wir heute wissen, jedoch glücklicherweise nicht ein. So waren auch weiterhin die öffentlich-rechtlichen digitalen Sender von ARD und ZDF selbstverständlich, wie auch gesetzlich vorgeschrieben, frei empfangbar.


Fernost - Die Anfänge von HDTV

Als man in Deutschland noch nicht einmal an ZDF HD & Co. dachte, waren uns die fernöstlichen Länder 2004 schon einen gewaltigen Schritt voraus. So wagte die DF einen Blick über den Tellerrand und hat sich das bunte Treiben in China und Japan angeschaut. Etwa 40 Prozent der TV-Geräte im Elektro-Fachhandel waren damals in China bereits HD ready, zumindest wurden sie als das proklamiert. So wurden sogar hochauflösende Fernseher im 4:3-Format angeboten.

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Bild: Auerbach Verlag


Heute würde man dafür nur ein unverständliches Kopfschütteln ernten. Des Weiteren fiel ins Auge, dass HDTV's in Fernost schon damals durchaus günstig waren, immerhin für europäische Verhältnisse. Beispielsweise kostete in Japan ein ca. 32-Zoll-TV umgerechnet etwa 300 Euro, für Chinesen nicht selten anderthalb bis zwei Monatsgehälter. Der Unterschied zu SD-Geräten hielt sich dabei jedoch noch in Grenzen, und das nicht nur preislich.


Der illegalen Filmkopie auf der Spur

In einem weiteren Artikel beschäftigten sich die Redakteure mit dem heute durch die zunehmende Verbreitung des Internets und das Boomen von Tauschbörsen und Streaming-Portalen noch akuter gewordene Thema "Raubkopien auf dem Schulhof".

Die DF-Redaktion zeigte auf, wo erhebliche Sicherheitslücken bestanden (und noch heute bestehen), welche Erfolge der Kriminalpolizei gegen die illegale Geschäfte bisher gelungen sind und mit welchen Strafen Raubkopierer bei einer Verhaftung rechnen mussten.
 
In der Rubrik "DIGITAL FERNSEHEN vor 100 Ausgaben" werfen wir an jedem ersten Donnerstag im Monat einen Blick in die früheren Tage der führenden Fachzeitschrift zum Thema Digital-TV. Ab sofort finden Leser die aktuelle Ausgabe 08/2012 druckfrisch am Kiosk. Das Heft ist natürlich auch in unserem Online-Shop sowie im Abonnement erhältlich.

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