DFB schreibt Rechte an DFB-Pokal neu aus - heute Viertelfinale

06.02.2018, 11:15 Uhr, bey

Der Vermarkter Infront wird für die DFL die TV-Rechte am DFB-Pokal von Sommer 2019 an verkaufen. Aber vorher stehen noch die ersten beiden Viertelfinal-Begegnungen des diesjährigen Wettbewerbs an.


Tabellenerster der dritten Liga gegen Serienmeister - oder besser gesagt: David gegen Goliath - heißt es heute Abend in Paderborn. Dort trifft der heimische SC auf den ruhmreichen FC Bayern. Das Spiel ist ab 18.30 Uhr live bei Sky zu sehen. Genau wie auch die Partie zwischen Leverkusen und Bremen ab 20.30 Uhr. Das Spiel wird jedoch auch im Ersten übertragen.


Apropos Sky und die ARD - die Vereinbarung mit den beiden Parteien läuft bis zum Ende der nächsten Saison. Es ist also an der Zeit, sich zu überlegen, wie es danach weitergeht. Der Bezahlsender und das Erste würden wahrscheinlich gerne so weiter machen wie gehabt. Doch in letzter Zeit, das haben schon andere TV-Rechtevergaben von Sport- und speziell Fußball-Events gezeigt, ist Gemengelage eine ganz andere als beispielsweise noch vor zehn Jahren. Entsprechend länger dürfte die Bewerberliste sein.

Wohl auch deshalb hat die DFB den Vermarkter Infront mit der Auslese beauftragt. Während man, was die Bundesliga betrifft, für die Zukunft bereits durchblicken ließ, wohl nicht zu Experimenten zu neigen, könnte dies im Falle des Pokalwettbewerbs anders aussehen.

Zwar ist der DFB-Pokal in seinen Grundzügen, sprich der Austragungsart, erst kürzlich bestätigt worden. Die Konsequenz, dass der FC Bayern oder auch Borussia Dortmund weiterhin ab der ersten Runde antreten müssen, führt jedoch bestimmt nicht dazu, dass sich weniger Interessenten um die TV-Rechte reißen werden.

Streaminganbieter aus dem Netz wie DAZN, die ab Sommer bei der Champions League einsteigen, oder Amazon, das bereits Online-Radio-Übertragungen anbietet, werden mit Sicherheit versuchen ein Stück vom Kuchen ab zu bekommen. Von den traditionellen Konkurrenten vom Privatfernsehen ganz zu schweigen.

Man darf auf jeden ab sofort gespannt sein, wie die Fernseh-Zukunft des DFB-Pokals aussehen wird. Bis dahin kann man ihn sich aber noch entspannt anderthalb Saisons auf gewohnte Weise zu Gemüte führen - angefangen an diesem Dienstag und Mittwoch mit dem diesjährigen Viertelfinale.

KORREKTUR, 12.15 Uhr, 6.2.2018: fälschlicherweise hat es in Überschrift und Artikel zuerst DFL anstatt DFB geheißen.

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