[Das dicke Ding der Woche] Henne Elfriede liebt Schaf Ilse

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Bild: © Romolo Tavani - Fotolia.com
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Abseits von Digital-TV und Technik stolpern die Redakteure von DIGITALFERNSEHEN.de immer wieder über Meldungen, die einfach zu schade zum Wegschmeißen sind. Heute geht es um Marathon-Geburten, tierische Liebschaften, den Beweis für die Existenz des Yeti und verschollene Pauken.

Hochschwangere Marathon-Mama entbindet nach Zieleinlauf
 
Gleich nach der Ziellinie setzten die Wehen ein: Eine Hochschwangere ist am Wochenende den Chicago-Marathon gelaufen und hat ihr Baby kurz danach in einem Krankenhaus auf die Welt gebracht. Wie die Zeitung „Chicago Tribune“ berichtete, war Amber Miller in der 39. Woche schwanger als sie mit der Erlaubnis ihres Arztes den Lauf antrat. Nach 6 Stunden und 25 Minuten erreichte die 27-Jährige das Ziel. Kurz darauf setzten die Wehen ein und Miller spurtete weiter – in die nächste Klinik.
 
Kurze Zeit später entband Miller ohne Komplikationen ihre Tochter June. Die Marathon-Mama hat bereits einen Sohn mit ihrem Mann, der die gut 42 Kilometer ebenfalls mitlief. Die Strecke durch Chicago war die Läuferin halb gejoggt und halb gegangen. Sie hatte unter ärztlicher Aufsicht seit Monaten für den Marathon trainiert. Wie die frisch gebackene Mutter der „Tribune“ erzählte, war sie auf der Strecke bester Laune und genoss die Aufmerksamkeit: „Jeder hat mich angestarrt. Es kamen eine Menge interessanter Kommentare. Es war lustig für mich, die Reaktionen aus dem Publikum zu sehen“.
 
 
Betrunkener tritt fremde Wohnungstür ein
 
Unangenehme Überraschung für ein Rentnerpaar in Crimmitschau in Sachsen: Ein betrunkener Hausbewohner hatte am Montagabend die Wohnungstür der beiden eingetreten. Wie sich kurze Zeit später herausstellte, hatte sich der 41-Jährige Nachbar in der Tür geirrt, teilte die Polizei am Dienstagmorgen in Zwickau mit. Als der Betrunkene mit seinem Schlüssel nicht wie gewohnt die Tür öffnen konnte, trat er diese einfach mit einem kräftigen Tritt ein. Bei dem Mann wurden 2,18 Promille festgestellt.

Yeti-Konferenz beweist angeblich Existenz des Schneemenschen
 
Die Existenz des Yetis ist nach sibirischen Behördenangaben „unwiderlegbar“ bewiesen. Bei einer Expedition im russischen Gebiet Kemerowo seien eindeutige Beweise für die Existenz des Fabelwesens erbracht worden, teilte die Regionalverwaltung nach einer internationalen Yeti-Konferenz mit. Das berichteten örtliche Medien am Montag. Zu einer Begegnung mit dem Schneemenschen kam es in der Region rund 3200 Kilometer östlich von Moskau aber nicht.
 
Allerdings seien Markierungen gefunden worden, mit denen der Yeti sein Revier kennzeichne, teilten die Forscher mit. Außerdem entdeckten sie nach eigenen Angaben auch Fußspuren und „möglicherweise“ Haare. Die Teilnehmer kamen unter anderem aus Russland, den USA und Kanada. Die Fundstücke sollen nun in einem Labor untersucht werden. Die Yeti-Forscher forderten eine „ernstere Einstellung in der Gesellschaft und den Medien“ zu dem Thema. 
 
 
Gestohlene Pauken aus Westfalen auf polnischem Trödel entdeckt
 
Die gestohlene Pauke eines westfälischen Schützenvereins ist nach einer abenteuerlichen Reise durch Europa zurück an ihrem Platz. Mehr als zwei Jahre, nachdem sie auf dem Königsball in Neuenkirchen-Offlum verschwunden war, fiel die Pauke auf einem Trödelmarkt in Polen einem deutschen Schützen in die Hände. Sie wurde ins Münsterland heimgebracht, sagte der Vorsitzende der Offlumer Schützen, Martin Engbers, und bestätigte einen Bericht der „Münsterschen Zeitung“.
 
„Wir dachten damals zuerst an einen Scherz“, berichtete der Schützenchef von dem Diebstahl. Doch das teure Instrument blieb futsch. Für die Schützen war klar: Es geht nicht um einen Streich. Für 800 Euro musste man eine neue Pauke anschaffen. Das war 2009. Doch jetzt ist die alte Pauke wieder da. „Einer vom Spielmannszug in Emsdetten hat mit seiner Freundin Urlaub in Polen gemacht. Dort hat er die Pauke auf einem Trödelmarkt entdeckt“, sagte Engbers. 
 
Der Schützenbruder aus dem Nachbarort habe das Instrument an einem auffälligen Aufdruck erkannt. „Er rief hier in der Stadt an und fragte: „Vermisst Ihr sowas?““ Für eine Flasche Wodka habe der Schütze die Pauke dann erstanden und zurückgebracht. Er habe keinen Grund, an dieser Geschichte zu zweifeln, betonte Engbers. Künftig kann der Verein kräftig auf die Pauken hauen. „Jetzt geht es rund“.
 
 
Tierische Amouren: Henne Elfriede liebt Schaf Ilse
 
Das ostwestfälische Hiddenhausen ist Schauplatz einer ungewöhnlichen Liebesbeziehung: Die Henne Elfriede hat dort mit dem Schaf Ilse angebandelt – und klettert jede Nacht auf den wolligen Rücken der Angebeteten. Der Altersunterschied macht ihnen nichts aus, Ilse ist drei, Elfriede ein knappes halbes Jahr alt. So lange dauert auch schon die Liaison der beiden auf einem privaten Bauernhof. Wenn es dunkel wird und die anderen Hühner in den Stall gehen, klettert Elfriede auf Ilses Rücken und kuschelt sich ein, erzählte der Sohn der Familie, Adam Meinhold. Manchmal reitet die Henne auch auf Ilse über die Weide.
 
„Entscheidend war wohl die erste Prägung“, sagt Meinhold. Elfriede war das einzige überlebende Küken, und die Mutter hat sich nicht gekümmert. „Ich habe versucht, das Küken einzufangen, aber Elfriede ist immer wieder abgehauen“. Damals, im Frühjahr, waren die Schafe in der Nähe des Hühnerstalls. Als Ilse schlief, kletterte Elfriede auf ihren Rücken und machte es sich dort bequem. Inzwischen haben „Ilse und Elfriede“ eine eigene Facebook-Gruppe. Fast 3000 Mitgliedern der Social-Community gefällt das Paar.
 
Das Phänomen hat der Verhaltensforscher Konrad Lorenz entdeckt. Der hatte eine Gruppe Graugänse nach der Geburt an sich gewöhnt, und die Gänse glaubten, er sei das Muttertier. Ähnliche Beziehungskisten gab es schon einige. So hatte sich im Münsterland Höckerschwan Schwani zeitweilig in einen blauen Traktor verliebt. Und in der Stadt Münster hatte Trauerschwänin Petra mit einem Tretboot in Schwanenform angebandelt.
 
 
„Das dicke Ding der Woche“ konfrontiert Sie immer am Mittwoch mit den kuriosesten Fundstücken aus den weltweiten Nachrichtenkanälen. Die Redaktion von DIGITALFERNSEHEN.de findet: Diese Meldungen sind einfach zu aberwitzig, um Sie Ihnen vorzuenthalten. Hier geht’s zu den Fundstücken der Vorwoche.[ar/dpa]

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