Übermittlung Ihrer Stimme...
Es liegen noch keine Bewertungen vor. Vergeben Sie einen bis fünf Sterne.

  • Topthema • Der Rundfunkbeitrag: Das neue Abgabemodell der Öffentlich-Rechtlichen

  • Die Fakten im Überblick

 erstellt am 27.01.2012 von Jana Skoupy

Am 16. Dezember 2011 ist der neue Rundfunkbeitrag beschlossene Sache gewesen. Als letztes der 16 Bundesländer stimmte der Schleswig-Holsteiner Landtag dem neuen Modell zu. Doch was ändert sich mit dem 15. Rundfunkänderungsstaatsvertrag am 1. Januar 2013 eigentlich?

 
 

Für etwa 90 Prozent der Bürger ändert sich rein finanziell nichts. Nachdem die Kommission für Rundfunkgebühren in ihrem am 17. Januar vorgelegten Bericht festgelegt hat, dass sie nicht empfehlen wird, den Betrag von 17,98 Euro pro Monat anzuheben, werden die meisten Deutschen für die nächsten vier Jahre diesen Beitrag zahlen.
 
Vor allem Unternehmen und jene, die bewusst auf Radio- und/ oder Fernsehempfang verzichten, sind von der Reform betroffen. Das neue Modell im Überblick:

Ein Haushalt - Ein Beitrag


 
- ein Rundfunkbeitrag pro Wohnung, d.h. Familien, WGs und Lebensgemeinschaften müssen sich nur noch einmal anmelden
 
- privates Auto und Gartenlauben (auch Großlauben über 25 Quadratmeter) im Beitrag inbegriffen
 
- für Ferien- und Zweitwohnungen wird ebenfalls ein Betrag fällig, d.h. Pendler zahlen zweimal - einmal am Wohn- und einmal am Arbeitsort
 
- alle Empfangsgeräte (TV, PC, Radio, Smartphone) inbegriffen
 
- Erhebung der Gebühr vereinfacht, d.h. Beratungen an der Haustür sind nicht mehr nötig
 
- befreit sind: Arbeitslosengeld-II- und BAföG-Empfänger sowie taubblinde Menschen
 
- Menschen mit Behinderung, denen das Merkzeichen "RF" zuerkannt wurde, zahlen ein Drittel des Betrags

Für Unternehmen gilt ab 1. Januar 2013


 
- Beitrag hängt von der Anzahl der Betriebsstätten, Beschäftigten und Kraftfahrzeuge, nicht mehr von der Anzahl der Empfangsgeräte
 
- keine Befreiung mehr für Betriebsstätten, in denen kein Empfangsgerät vorhanden ist
 
- befreit sind: medizinische Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Müttergenesungsheimen, Institutionen für behinderte Menschen, der Jugendhilfe im Sinne des Kinder- und Jugendhilfegesetzes sowie für Suchtkranke, der Altenhilfe, für Nichtsesshafte und in Durchwandererheimen

Vor- und Nachteile für Bürger und Unternehmen

Vorteile Nachteile
keine komplizierte Erfassung der Anzahl der Empfangsgeräte mehr keine Befreiung für jene, die weder Radio noch Fernsehen empfangen
WGs müssen sich nur noch einmal anmelden bei einem Umzug muss eine Ab- und Anmeldung mit Begründung durchgeführt werden
keine Unklarheiten, ob ein Gerät zum Empfang geeignet ist, oder nicht - alle Empfangsgeräte sind inbegriffen Unternehmen müssen bei nicht erfolgreichen Klärungsbemühungen mit einem Gespräch im Unternehmen rechnen
keine Hausbesuche durch die GEZ-Berater mehr Vermieter müssen bei Nachfrage Auskunft über Mietparteien geben
die Gebühren könnten bei Mehreinnahmen nach 2016 sinken Großlaubenbesitzer müssen nachweisen, dass ihr Kleingarten nicht wohngeeignet sind

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
  •  drucken 
  •  empfehlen 
  •  merken
  •  abonnieren 
  • Gefällt mir
  • Am Kiosk und im Abo

DIGITAL FERNSEHEN 06/2012
DIGITAL TESTED 03/2012
HD+TV 03/2012
BLU-RAY MAGAZIN 04/2012
SATELLIT EMPFANG + TECHNIK 3/2012
AUDIO TEST 03/2012
3D+TV 01/2012
BLU-RAY TEST 02/2012


 
Anzeige
Beliebteste Meldungen
Finden Sie uns auf Facebook
Aktuell im Abo
Bild: Auerbach Verlag

DIGITAL INSIDER 05/2012
Während in Deutschland noch die Vorratsdatenspeicherung trotz Drucks aus Brüssel diskutiert wird, sind andere Länder bei der Bekämpfung von Urheberrechtsverstößen im Internet schon einen Schritt weiter. Mit Warnhinweismodellen sollen Nutzer über ihr illegales Verhalten aufgeklärt oder bei Wiederholungstätern geahndet werden. Allerdings müssen sich die Modelle in Frankreich, Irland und Großbritannien heftige Kritik gefallen lassen. Auch in Deutschland wird ein solchen Modell kontrovers diskutiert. Lesen Sie im DIGITAL INSIDER, was die Politik will und wogegen sich die Industrie stemmt. mehr...
Umfrage
Der Kinosommer 2012 steht an und bringt wieder jede Menge erhoffter Blockbuster mit sich. Doch was wünschen Sie sich von den Kinobetreibern, um mehr Stunden in den Filmpalästen zu verbringen?










Newsletter
Bildergalerien
  • Workshop Radioempfang 

    Letzte Aktualisierung:  24.05.2012

Dave & Ted
Dave & Ted (Episode 22)Ted ist total verrückt nach Videospielen. Wenn er mit seiner Konsole unterwegs ist, vergisst er die Welt um sich herum. Welche Abenteuer er dabei bestreiten muss, erfahren Sie nach dem Klick. mehr ...
Dr. Test
Dr. Test und die herzerwärmende TechnikHaben Sie auch schon mal diese hübschen Kaminfeuer-DVDs gesehen, mit denen sich die Illusion erzeugen lässt, ein paar knackende Holzscheite würden wohlige Wärme in die eigenen vier Wände zaubern? Eine tolle Sache! Welche hererwärmenden Maßnahmen Dr. Test noch auf Lager hat, lesen Sie hier... mehr ...