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  • Hintergrund • Die Vierfarbdarstellung von Sharp

  • Bilder mit Ausstrahlung

 erstellt am 06.07.2010 von Christian Trozinski
Während der Großteil der TV-Anbieter das Thema 3-D forciert, werkelt Sharp heimlich, still und leise an einer ganz anderen Revolution: der Vierfarbdarstellung. Wir wohnten der Europapremiere der brandneuen LED-LCD-Fernseher bei.
 
 
Sharps LE820 bietet als erster Fernseher vier Farbpixel, die einzeln angesprochen werden können. Der Hersteller verspricht eine bessere Bildqualität und höhere Energieeffizienz
Bild: Sharp

Mehr Helligkeit bei gleicher Energieeffizienz – allein mit dieser einfachen Rechnung will Sharp in Zeiten des Ökobooms viele Konsumenten dazu bewegen, der nagelneuen Vierfarbtechnologie den Zuschlag beim Fernsehkauf zu geben.
 
Dank der zusätzlichen Farbe Gelb sollen die neuen LED-LCDs von Sharp das Licht besonders effizient durchleiten und dabei keinesfalls die Bildqualität vernachlässigen. Erste Messungen bescheinigen den vier Zentimeter flachen Edge- LED-Fernsehern zumindest die gleichen Einsparungspotenziale wie die der letztjährigen LEDLCD- Serie mit vollflächigen LED-Elementen.
 
Doch nicht nur der Umweltaspekt liegt Sharp am Herzen, auch der Farbraum soll besonders exakt auf die Bedürfnisse der Quelle zu justieren sein und kritische Farbtöne wie Gold oder Braun erstrahlen realistischer und naturgetreuer. Zyantöne sollen ebenfalls aufgewertet werden, denn die zusätzliche Mischung von Blau und Gelb ermöglicht wesentlich mehr Nuancen.
 
Die ausgestellten Vorserienmodelle bestätigten unsere Eindrücke von der CES: Die Bilder wirken brillant, ohne künstlich bunt zu erscheinen. Ob Sharp auch die Aspekte Bildkontrast, Blickwinkel und Bildschärfe verbessern konnte, steht allerdings noch in den Sternen.

Designaspekt

Die Bautiefe ist auf vier Zentimeter gesunken, dennoch bleibt die Anschlussvielfalt erhalten. Die LE822-Modelle besitzen zudem alle Tuner inklusive CI Plus
Bild: Sharp

Nicht nur die Technik lässt aufhorchen, auch im Design schlägt Sharp gänzlich neue Töne an. Statt Kunststoff zieren Glas und Metall die Serien LE820 und LE822. Die Bedienleiste an der Front reagiert auf Berührung und ist beleuchtet, der Standfuß drehbar und die abschließende Glasfront vermittelt einen hochwertigen Eindruck. Sharp lässt Ihnen zudem die Wahl: Die ebenfalls erhältlichen Serien LE812 und LE810 verzichten auf eine nahtlose Glasfront, erzeugen bei heller Wohnzimmerumgebung aber weniger Spiegelungen.
 
Neben einem bildschönen Äußeren überzeugen auch die inneren Werte. So kombiniert Sharp bei den LE822-Modellen alle Empfangseinheiten (DVB-T/-C/-S2) in einem Gerät und spendiert einen 8-Gigabyte-Speicher, um zeitversetzte Aufnahmen zu ermöglichen. Fernseher der baugleichen Serie LE820 beinhalten keinen Satellitentuner und richten sich an Kabelkunden, die knapp 100 Euro beim Neukauf einsparen. Der Empfang der HDTV-Privatsender wird über eine CI-Plus-Schnittstelle bei allen Empfangswegen sichergestellt.
 
Die LE822-Modelle mit 100-Hertz-Technik erscheinen in den Bilddiagonalen 40, 46 und 52 Zoll bei Preisen von 1 599 bis 2 699 Euro. Im Laufe des Jahres sollen auch 60-Zoll-Modelle erscheinen, die dank Sharps neuer LCD-Fabrik erstmals als erschwingliches Massenprodukt über das Fließband laufen. Mit der LE900-Serie ergänzt Sharp im dritten Quartal das Portfolio um LEDLCDs mit 200-Hertz-Bildverarbeitung.

Kein Alleingang

Während im letzten Jahr die Vorteile der Full-LED-Beleuchtung (rechts) herausgestellt wurden, setzt Sharp aktuell ausschließlich auf die Edge-LED-Variante (links)
Bild: Auerbach Verlag

So ungewöhnlich der vierte Farbpixel derzeit noch erscheinen mag, bis Ende des Jahres werden weitere Hersteller auf den Vierfarbenzug aufspringen. Sharps aktuelle Produktpalette ist ebenfalls nur ein Auszug des Komplettprogramms, erst zur IFA will Sharp das vollständige Portfolio lüften und auch der Full-LED-Technik des Vorjahres zu neuem Schwung verhelfen.
 
Apropos Schwung: Falls Sie befürchten, dass Sharp den 3-D-Trend verschläft, können wir Entwarnung geben. Zwar sind die bislang gezeigten Fernseher nicht 3-D-fähig, doch hinter den Kulissen wird bereits eifrig an ersten Modellen gearbeitet – ob diese noch 2010 in Serie gehen, wollte man den angereisten Journalisten aber noch nicht verraten.
Unterschiede mit der Lupe betrachtet: Die neuartige Pixelstruktur ist nur unter extremer Vergrößerung sichtbar. Sharps RGBY-Technologie rechnet eingehende RGB-Signale automatisch um
Bild: Sharp
Eine edle Glasfront, beleuchtete Bedienelemente und ein bildschönes Design: Sharps aktuelle LED-LCD-Serie gefällt auch im ausgeschalteten Zustand
Bild: Sharp

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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