Übersicht • Die besten Ultra-HD-TVs im Vergleich

UHD-TVs von Panasonic, Samsung und Sony im Test

 erstellt am 26.06.2015 von Christian Trozinski
Auf dem Papier könnten die drei UHD-LCD-Fernseher Panasonic TX-65AXW904, Samsung UE78HU8590 und Sony KD-65S9005B unterschiedlicher nicht sein. Welcher ist im Vergleich besser? Wir machen den Test.
 
 
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Um eine praxisgerechte Einschätzung hinsichtlich der Bildverarbeitung abgeben zu können, sollten Sie zu Videomaterial wie Kinofilmen greifen. Insbesondere Blu-rays wie "Gravity" oder "Harry Potter 7.2" bringen jeden Fernseher an die Leistungsgrenze. Animationsfilme zeigen hingegen, wie farbenfroh und plastisch eine Darstellung ausfallen kann
Bild: © Warner Home Video, Disney Home

In unserem Vergleichstest traten Panasonics TX-65AXW904, Samsungs UE78HU8590 und Sonys KD-65S9005B gegeneinander an - ein eingeplantes Testmodell von Philips schafft e es leider nicht mehr in den Test.
 
Auf dem Papier könnten die drei Kontrahenten unterschiedlicher nicht sein: Sony und Samsung bieten gebogene Fernseher, beide Ultra-HD-Modelle greifen auf eine LED-Randbeleuchtung zurück. Panasonics TX-65AXW904 ist dagegen ein typischer Flachbildfernseher, mit einer eher untypischen echten LED-Hintergrundbeleuchtung, die in Zonen die Helligkeit gezielt ansteuern kann.

Bei Sony klappt das nur spaltenweise, bei Samsung nur zeilenweise. Panasonic greift zudem auf ein abweichendes LCD-Panel zurück, das blickwinkelstabil arbeitet, d.h. Farben und Kontraste bleichen auch bei seitlicher Betrachtung nicht aus. Der Nachteil: Das von Panasonic eingesetzt LCD-Panel liefert einen schlechteren Schwarzwert, was der Hersteller durch die LED-Hintergrundbeleuchtung auszugleichen versucht.
 
Zuguterletzt sind Panasonic und Sony bei der Farb- und Kontrastdarstellung dem Konkurrenten Samsung einen Schritt voraus: Eine Farbraumerweiterung und einen höheren Dynamikumfang mit verbesserter Spitzenhelligkeit bieten nur der KD-65S9005B und TX-65AXW904. Da herkömmliches Bildmaterial aber nicht für eine derartige Darstellung optimiert ist, müssen Panasonic und Sony eine Umrechnung vornehmen, sodass abzuwarten bleibt, ob Samsungs technologisch eingeschränktere Möglichkeiten in der Praxis tatsächlich nachteilig zu bewerten sind.

So haben wir verglichen

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Samsungs UE78HU8590 (oben rechts) ist deutlich größer ist als Sonys KD-65S9005B (oben links), dennoch fällt die Ausleuchtung fehlerfreier aus. Panasonics TX-65AXW904 (unten) besitzt nur eine leichte Tendenz zur horizontalen Streifenbildung
Bild: © Auerbach Verlag
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Auffälliger erscheint die Schattenbildung des Panasonic TX-65AXW904 (unten) in Filmen: Die Riesenwelle aus dem Trailer zu "Interstellar" bleibt nur bei Sonys KD-65S9005B (oben links) und Samsung UE78HU8590 (oben rechts) streifenfrei
Bild: © Auerbach Verlag

Im Gegensatz zu vielen Vergleichstest wollen wir eines nicht: Die jeweiligen Fernseher mit angezogener Handbremse betreiben. Deshalb haben wir versucht, den maximalen Kontrast und die maximale Helligkeit (LED-Beleuchtung) auszunutzen. Dazu griffen wir auch auf die aktiven LED-Ansteuerungen und die Kontrastoptimierungen zurück. Damit der Vergleich nicht willkürlich ausfällt, wurden alle Fernseher im Bereich der Bildschärfe und Durchzeichnung penibel aufeinander abgestimmt und es wurde der jeweilige Kinobildmodus als Referenz verwendet.
 
Bei der Farbtemperatur haben wir uns dazu entschlossen, die herstellertypischen Voreinstellungen zu nutzen, um Ihnen ein Gefühl für die Farbabstimmung ab Werk zu geben. Obwohl Samsung keine zusätzliche Farbraumerweiterung einsetzt, zeigt der UE78HU8590 von Haus aus stärker gesättigte Rot- und Gelbtöne. Für einen fairen Vergleich haben wir die Farbraumerweiterung bei Panasonic und Sony deshalb aktiviert - ohne diese würde Samsungs TV-Modell kräftigere Farben erzeugen.
 
Da es uns ebenfalls interessierte, ob die Zwischenbildberechnungen fehlerfrei arbeiten, wurden diese bei allen Modellen in mittlerer Stufe betrieben - Kinofilme erscheinen so ruckelfrei und sehr flüssig. Für unseren Test wählten wir vorrangig Full-HD-Bildquellen. Natürlich ließen wir es uns aber nicht nehmen, Konzert- und Fußballsignale in 60 UHD-Bildern pro Sekunde zuzuspielen.

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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