Digitalradionutzung in der Schweiz auf dem Vormarsch

13.02.2017, 16:49 Uhr, buhl

Ab 2020 soll in der Schweiz der analoge Radioempfang langsam abgeschaltet werden, die meisten Hörer sind bereits jetzt auf Digitalradio umgestiegen. Dies ergibt zumindest eine Studie der GfK Switzerland.


Der Wechsel auf digitale Übertragungswege wird in den einzelnen Medienbranchen unterschiedlich vorangetrieben. Im deutschen TV-Markt beispielsweise wird über Satellit bereits überwiegend digital gesendet, im Kabel will zumindest Unitymedia die Analogabschaltung vorantreiben. Beim Hörfunk gibt es dagegen einen erbitterten Streit um ein Ende der analogen Übertragung via UKW und einen Wechsel zu DAB Plus. Weiter ist man da bereits in der Schweiz, wo ab 2020 mit der Abschaltung von UKW begonnen werden soll. Wie eine Studie der GfK Switzerland belegt, ist der überwiegende Teil der Bevölkerung bereits umgestiegen.


So geben bereits 54 Prozent der Studienteilnehmer an, Radio auf digitalem Weg zu konsumieren. Wobei neben DAB Plus auch IP- oder Internetradio gehört werden. Wie die Studie auch belegt, gibt es dabei auch einen altersspezifischen Unterschied: Während vor allem ältere Hörer verstärkt auf DAB Plus setzen, hören die jungen Menschen zwischen 15 und 34 Jahren immer mehr Radio über Internet, laut Studie stieg die Nutzung dabei um acht Prozent.
 
DAB Plus wird vor allen in der Deutschschweiz gehört, 28 Prozent bedeuten hier den Spitzenwert vor der Westschweiz mit 25 Prozent. Das wichtigste Gerät zur DAB-Plus-Nutzung bleibt das stationäre Digitalradio, bei Autoradios ist zudem ein Wachstum von vier Prozent auf 21 Prozent zu verzeichnen. Allerdings bleibt während der Fahrt noch das UKW-Radio die Nummer eins: 73 Prozent der Teilnehmer schwört im Auto auf das analoge Radio.

  • Gefällt mir