Drei Viertel der Eltern für Handyverbot an Schulen

25.09.2019, 13:30 Uhr, dpa/bey

"Finger weg vom Telefon": Drei Viertel der Eltern sind laut einer Umfrage für ein Handyverbot an Schulen. Bisher gibt es ein solches Verbot nur in Bayern.


In der repräsentativen Befragung im Auftrag der Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit der Verlagsgruppe sprachen sich 76 Prozent der befragten Väter und Mütter dafür aus, ihren Kindern die private Nutzung von Handys in der Schule zu verbieten. An Grundschulen sowie Haupt-, Real- und Mittelschulen befürworteten sogar 82 Prozent der Eltern ein solches Verbot, an Gymnasien sowie Gesamt- und Gemeinschaftsschulen nur 68 Prozent.

Das habe eine nachträgliche Auswertung des "Deutschen Schulbarometers" ergeben, teilte die "Zeit"-Verlagsgruppe am Mittwoch in Hamburg mit.


In Frankreich müssen Schüler seit einem Jahr ihre Mobiltelefone ausschalten, wenn sie die Schule betreten, wie es in einem Bericht zu der Umfrage hieß. In Deutschland gibt es ein solches Verbot nur in Bayern. Das bayerische Kultusministerium strebe jedoch eine Lockerung des 2006 geltenden Gesetzes an.

Das Institut für angewandte Sozialwissenschaft infas befragte nach Angaben der "Zeit"-Verlagsgruppe im Juni und Juli dieses Jahres 1011 Eltern von Kindern an Grundschulen und weiterführenden Schulen aus ganz Deutschland.

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