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  • Hintergrund • Durchbruch für HbbTV

  • Digitaler Teletextnachfolger kann begeistern

 erstellt am 25.11.2010 von Thomas Köhre

Vor einigen Monaten haben wir bereits einen ersten Blick auf den Nachfolger des Teletextangebotes geworfen. Zur diesjährigen IFA präsentierten durchweg alle großen Sendeanstalten ein HbbTV-Angebot. Und das hat es wirklich in sich.

 
 
Die Entwicklung des Teletextangebots geht auf die 1970er Jahre zurück. Entsprechend antik ist die gewählte Textform
Bild: Auerbach Verlag

Viele Zuschauer sind mit dem Teletextangebot von ARD und ZDF aufgewachsen. Der Testbetrieb startete 1980. Erst zehn Jahre später, im Jahr 1990, begann der Regelbetrieb. Seitdem hat sich technologisch viel getan. Internet und Digitalfernsehen sind weit verbreitet und die Ansprüche des Publikums sind gestiegen. Der Nachfolger HbbTV (Hybrid Broadcast Broadband Television) steht inzwischen am Start. Er ist interaktiver, moderner und flexibler. Das HbbTV-Konsortium besteht inzwischen aus über 60 Mitgliedern: Sender, Plattformbetreiber, Gerätehersteller. Das Europäische Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) hat am 1. Juli 2010 die finalen Spezifikationen für HbbTV in der Version 1.1.1 verabschiedet. Pünktlich zur IFA starteten nach Das Erste auch Arte, das ZDF, RTL, Pro Sieben und Sat 1, Sport 1 sowie der Musiksender Yavido mit einem digitalen Videotextangebot. Somit sind alle großen TV-Anbieter im HbbTV-Boot.

Der feine Unterschied

Die Menüleiste erscheint nach dem Drücken der roten Taste auf der Fernbedienung. Mit dem Steuerkreuz navigieren Sie. Im gesamten HbbTV-Angebot nutzen Sie die farbigen Tasten
Bild: Auerbach Verlag

Der Teletext in seiner bekannten Form wird parallel zum laufenden TV-Programm ausgestrahlt. Dazu wird die sogenannte Austastlücke im TV-Format PAL ausgenutzt. Die Seiten werden kontinuierlich gesendet und vom Teletextdecoder im Empfangsgerät ausgewertet. Ein Nachteil an diesem Verfahren ist die fehlende Interaktion. Ein völlig anderer Ansatz wird bei HbbTV verfolgt: Die Inhalte gelangen via Internet auf das Endgerät. So können Sie – wie auch sonst im Internet – interaktiv angerufen werden. Praktisch holen Sie sich spezielle Internetangebote auf Ihren Fernseher.
 
Das Internet, wie Sie es vom Computer her kennen, besteht größtenteils aus dem WWW, dem World Wide Web. Mit einer 1 : 1-Portierung auf den Fernseher werden Sie also hinsichtlich der Bedienung nicht glücklich. HbbTV wählt einen eleganten und bedienungsfreundlichen Weg: Die Inhalte werden wie beim Videotext redaktionell vorbereitet auf die Reise geschickt. Jeder HbbTV-Anbieter nutzt dabei eine an die eigenen Bedürfnisse und Inhalte angepasste Plattform. Die HbbTV-Inhalte gelangen speziell vorbereitet auf Ihren Fernsehschirm und können so besonders einfach und übersichtlich direkt mit der Fernbedienung genutzt werden. Im Gegensatz zur Teletextnavigation erfolgt die Bedienung mithilfe des Steuerkreuzes, der OK-Taste und der vier Farbtasten.

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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Letzte Änderung: Donnerstag, 25.11.2010
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