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  • Hintergrund • Einfacher Aufbau

  • Heimkinokomplettsysteme

 erstellt am 02.11.2010 von Torsten Pless

Heimkinokomplettsysteme sind nur selten einfach zu installieren und von jedermann bedienbar. Dieses Manko haben die Entwickler von Bose und Philips erkannt und zwei benutzerfreundliche Varianten entwickelt.


Bose kommt diesem Wunsch mit der neuen Lifestyle-Serie nach, die in vier Versionen erhältlich ist. Die vier Modelle in den Preiskategorien von 2 250 Euro (T20) bis 5 050 Euro (V35) besitzen alle Boses intelligentes Unify-System, das eine außerordentlich einsteigerfreundliche Bedienung garantiert. Philips' Home-Entertainment-System HTS9520 ist für 1 649 Euro erhältlich und lässt den integrierten Blu-ray-Receiver zum neuen Heimkinomittelpunkt werden. Abgesehen von der formschönen Verarbeitung im Aluminiumdesign punktet das Philips-System mit vollwertiger 3-D-Unterstützung und decodiert alle aktuellen HD-Audioformate. Bose kann zwar noch nicht mit 3-D-Unterstützung dienen, dafür decodiert auch das Lifestyle-System alle aktuellen HD-Tonformate und ermöglicht die Weiterleitung des Kinoformats der Blu-ray (1 080p24). Die Zubehörpakete beider Systeme sind üppig gefüllt, neben einem HDMI-Kabel finden Sie auch eine iPod-Dockingstation.

Einfache Installation

Der Aufbau gestaltet sich erfreulicherweise sehr simpel. Sowohl Bose als auch Philips setzen dabei auf eine selbsterklärende Bedienungsanleitung mit großen Bildern, die keine Fragen aufkommen lässt
Bild: Bose

Der Aufbau der beiden Heimkinosysteme gestaltet sich erfreulicherweise sehr simpel. Sowohl Bose als auch Philips setzen dabei auf eine selbsterklärende Bedienungsanleitung mit großen Bildern, die keine Fragen aufkommen lässt. Lautsprecherkabel und Anschlussbuchsen der Geräte sind farbig markiert, sodass sich die beiden Sets in wenigen Minuten aufbauen lassen. Ist die Verbindung mit dem TV-Bildschirm erfolgt, übernimmt das On-Screen-Menü die weitere Führung. Beide Systeme bieten eine akustische Raumanpassung an, die allerdings unterschiedlicher kaum sein könnten.
 
Während sich Philips auf Voreinstellungen beschränkt, setzt Bose auf ein vollautomatisches Einmesssystem. Der sogenannte ADAPTiQ-Vorgang basiert – anders als bei herkömmlichen Raumeinmessungen – auf einem "Kopfhörer" mit zwei integrierten Mikrofonen auf Ohrhöhe. Schade ist, dass sich auf die ermittelten Messergebnisse kein Einfluss nehmen lässt. Während Philips den Blu-ray-Player gleich in den Receiver integriert, sind Sie bei Bose auf externe Zuspieler angewiesen. Die Einrichtung zeigt sich kinderleicht: Sie müssen lediglich aus einer Liste verschiedener Gerätetypen Ihre vorhandenen Peripheriegeräte auswählen und Boses patentiertes Unify-System zeigt Ihnen auf dem Fernseher bildhaft, welches Kabel wo angeschlossen werden muss.
 
Das Philips-System stößt bei der Einbindung externer Geräte schneller an die Grenzen: Mit jeweils zwei analogen und digitalen Eingängen fällt das Anschlussterminal für AV-Geräte recht übersichtlich aus. Die Einbindung einer Spielkonsole müsste daher direkt über den Fernseher geschehen und der Ton über eine optische Verbindung an den Blu-ray-Receiver übertragen werden. Vorteil des Philips-Systems: Über den WLAN-Stick bzw. Netzwerkanschluss können Sie Musik streamen oder auf das Internetportal Net TV zugreifen.

Eindrehbare Würfel


Die Jewel-Cube-Lautsprecher des Bose-V35-Sets und die Direct/Reflecting-Modelle der kleineren Systeme V25 und T20 lassen sich gegeneinander eindrehen, bis der optimale Winkel erreicht wird. Während bei Bose zwei Lautsprecher zum Einsatz kommen, sind es bei den Philips-Speakern 360 Sound vier, und zwar ein Hoch- und ein Mitteltöner, die zum Hörplatz ausgerichtet werden, und zwei weitere, die jeweils um 90 Grad versetzt angeordnet sind. Die unteren beiden sind zueinander verpolt, wodurch die Abstrahlcharakteristik in Form der Ziffer Acht erfolgt. Unterstützt werden beide Systeme durch einen passenden Center-Lautsprecher sowie einen Subwoofer, der bei Bose als Acoustimass-Modul in aktiver und bei Philips in passiver Variante vorliegt. Mit diesen wird die Tieftonwiedergabe der Satellitenlautsprecher unterstützt, die durch ihre kompakten Maße prinzipbedingt nur den oberen Mitteltonbereich abdecken.
 
Charakteristisch für die geringen Membrangrößen ist der präsente Hoch-Mitteltonbereich, der sich in der Detailwiedergabe und akustischen Ortung bemerkbar macht. Dank der seitlich abstrahlenden Kompaktlautsprecher von Bose und Philips entsteht in Kombination ein angenehm räumliches Surround-Klangbild, das aber durch reflektierende Flächen unkontrolliert verstärkt werden kann. Die standardmäßig aktivierten dynamischen Equalizer sind besonders für Nachtaktive attraktiv, da sie das Kinoklangerlebnis auch bei geringer Lautstärke beibehalten. Trotz bescheidener Maße gelingt es beiden Systemen, den meist dürftigen Fernsehklang entscheidend aufzuwerten und dabei optisch kaum in Erscheinung zu treten.


Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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