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  • Hintergrund • Empfang beeinflusst?

  • DF-Experiment

 erstellt am 23.09.2011 von Thomas Riegler

Ist es Ihnen auch schon so ergangen, dass einige Programme eines Satelliten in unseren Breiten besser und andere gar nicht hereinkommen? Diesem Umstand gehen wir mit unserem Praxistest auf den Grund.

 
 
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Der Traum eines jeden Sat-DXers ist die FEC von 1/2. Bei DVB-S genügen bereits 1,8 bis 1,9 dB, um den TV-Sender störungsfrei auf den Bildschirm zu zaubern
Bild: Auerbach Verlag

Ärgerlich ist dies besonders, wenn die empfangbaren und nicht hereinzubekommenden Stationen allesamt über den gleichen Beam ausgestrahlt werden. Da möchte man doch meinen, dass alle Kanäle in gleichwertiger Qualität kommen sollten. Doch leider ist nur allzu oft das Gegenteil der Fall.
 

Aufbau eines digitalen Sat-Signals


 
Ein digitales Satellitensignal setzt sich aus einer Reihe von Übertragungsparametern zusammen. Der für uns entscheidende ist der Fehlerschutz. Er ist auch als FEC bekannt und wird als Bruchzahl angegeben. Die Gesamtdatenrate eines digitalen Signals wird nur zum Teil zur Übertragung von Programmen genutzt. Ein Teil kommt für Schutzmechanismen zum Einsatz. Sie sind variabel und bestimmen die Robustheit eines Signals.
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Die im Artikel angeführten Mindestempfangspegel sind nur Richtwerte. Bei 4,6 dB haben wir bei NTV Uganda jenen Bereich erreicht, wo uns nur noch ein Standbild gezeigt wird
Bild: Auerbach Verlag

FEC-Bruchzahlen von 1/2 oder 2/3 weisen auf sehr robuste Signale hin, 5/6 oder etwa 7/8 auf nur unzureichend geschützte. Mit gutem Fehlerschutz versehene Datenströme benötigen nur einen sehr geringen Signalpegel über Grundrauschen, um einwandfrei zu funktionieren. Sie können durch Einflüsse auf dem Übertragungsweg stark in Mitleidenschaft gezogen sein und werden dennoch soweit restauriert, dass unsere Receiver etwas damit anfangen können.
 
Außerdem lassen sich diese Signale auch erfolgreich mit kleinen Schüsseln einfangen. Mit geringem Fehlerschutz ausgestrahlte Kanäle erfordern am Empfangsort ein ausgezeichnetes Signal und einen vergleichsweise hohen Pegel.

Unterschiedlicher Fehlerschutz?

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7/8 ist der schlechteste Fehlerschutz, der bei DVB-S zur Anwendung kommt. Bei ihm muss das Signal bereits einen Pegel von zumindest 6,5 dB haben, um wiedergegeben werden zu können
Bild: Auerbach Verlag

Er zeigt uns, dass digitale Übertragungen überaus flexibel an die Bedürfnisse der Programmanbieter angepasst werden können. Möchten diese einen zuverlässigen Empfang selbst mit kleinen Anlagen und unter schlechten Witterungsverhältnissen gewährleisten, kommt ein hoher Fehlerschutz zum Einsatz. Er ist an der niedrigen Bruchzahl, wie etwa 1/2, zu erkennen.
 
Da hier jedoch ein großer Teil der vom Satellitentransponder übertragbaren Gesamtdatenrate für Schutzmechanismen beansprucht wird, finden auf einem solchen Transponder nur wenige Kanäle Platz. Das erhöht die Übertragungskosten und ist auch der Hauptgrund, weshalb robuste FECs eher selten Anwendung finden.
 
Bei geringem Fehlerschutz steht der überwiegende Teil der Transponderkapazität zur Ausstrahlung von Sendern zur Verfügung, womit ungleich mehr Stationen aufgeschaltet werden können, ohne dass die Bildqualität darunter leidet. Damit macht der geringe Fehlerschutz die Ausstrahlung für jeden einzelnen Sender zwar preiswert, aber auch störanfälliger. Um nur geringfügig geschützte Datenströme zu bekommen, bedarf es eines hohen Signalpegels und somit in der Randzone eines Footprints einer größeren Schüssel.

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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Letzte Änderung: Dienstag, 27.09.2011
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