"Endzeit" zeigt Zombies aus den neuen Bundesländern

15.08.2019, 10:30 Uhr, rs/dpa

Was hat eine Armee wandelnder Toter mit aktuellen Gesellschaftsthemen wie Feminismus und Erderwärmung gemein? Die Comic-Verfilmung "Endzeit" will diese beiden Themen miteinander verknüpfen und lässt so die lebenden Toten nicht an den üblichen Schauplätzen wie New York oder London, sondern im thüringischen Nirgendwo zwischen Weimar und Jena ihr Unwesen treiben.


Die Geschichte ist schnell erzählt. Mitten in der überraschend grün und hübsch, aber blutig anzusehenden Zombie-Apokalypse finden sich zwei unterschiedliche junge Frauen in der Wildnis wieder. Sie eint zunächst nur ein gemeinsames Ziel: lebend von Weimar nach Jena zu kommen - den zwei letzten sicheren Städten. Doch die nach Menschenfleisch gierenden und mit Moos bewachsenen Zombies erschweren das Vorhaben.


"Endzeit" gibt dem vielfach und inzwischen auch als Komödie und sogar Romanze durchgespieltem Genre des Zombiefilms einen neuen Dreh. Dabei lässt sich der Film als Öko-Märchen mit Botschaft lesen: Vielleicht wären die Welt und vor allem die Umwelt besser dran, wenn sich die Menschheit einfach selbst auffrisst?

Ein weiteres gesellschaftliches Statement findet sich auch in seiner Besetzung und Produktion, die in erster Linie von Frauen getragen wird. Nicht nur steht mit Gro Swantje Kohlhof ("Wir sind jung. Wir sind stark") und Maja Lehrer ein starkes Frauen-Duo vor der Kamera. Regie führte die Schwedin Carolina Hellsgård und nicht zuletzt stammt das Drehbuch von der Weimarerin Olivia Vieweg, deren gleichnamiger Comic die Vorlage bildet.

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