Ericsson übernimmt Kathrein Products

25.02.2019, 08:15 Uhr, bey

Der Kommunikationstechnik-Spezialist Kathrein beabsichtigt sein Antennen- und Filtergeschäft an Ericsson zu veräußern. Der Verkauf betrifft rund 4.000 Kathrein-Mitarbeiter.


Diese würden bei erfolgreicher Übernahme durch Ericsson und erteilter Erlaubnis der Wettbewerbsbehörden ab dem dritten Quartal 2019 in den Business-Area-Networks-Bereich des schwedischen Unternehmen eingegliedert. Wobei in einer Pressemitteilung nicht weiter darauf eingegangen, welche Konsequenzen der Deal für die Belegschaft haben könnte - Stichwort: Stellenstreichen. Insgesamt 20 Standorte weltweit sind in die Übernahme involviert.


Bei Ericsson würden sich laut Kathrein für das Antennen- und Filtergeschäft sowie dessen Beschäftigte jedoch exzellente Aussichten beim neuen Mobilfunkstandard 5G.

"Angesichts der strategischen Optionen und des weiter zunehmenden globalen Wettbewerbs im Mobilfunkbereich wollen wir die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit dieses bedeutenden Geschäfts sichern, indem wir den Bereich Products an unseren langjährigen Technologiepartner Ericsson verkaufen. Auch im Namen des gesamten Vorstands danke ich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr für ihr großartiges Engagement. Dies gilt insbesondere für die letzten Jahre, die von einer umfassenden Reorganisation geprägt waren.", sagt Firmenerbe Anton Kathrein, CEO der Kathrein-Gruppe.

Die Übernahme erweitert Ericssons Antennen-Sparte und bringt dem schwedischen Unternehmen zudem wesentliche Kompetenzen in der Entwicklung. Das Antennen- und Filtergeschäft von Kathrein verfügt über umfangreiche Erfahrung im Bereich Antennendesign und -forschung, verbunden mit einem PR-Portfolio, das international seinesgleichen sucht.

Fredrik Jejdling, Executive Vice President und Leiter des Geschäftsbereichs Networks von Ericsson, sagt: "Die Stärkung unserer eigenen Antennenkompetenz ist ein weiterer wichtiger Schritt in unserer Portfolio-Strategie für Mobilfunknetze [...], um den für die Einführung von 5G erforderlichen Raum an Mobilfunknetzstandorten weiter zu optimieren."

Bei der Akquisition handelt es sich um einen Asset Deal, bei dem Ericsson nach Abschluss bestimmte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erwirbt. Zum Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

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