Europäische Kommission soll gegen Piratensender BeoutQ vorgehen

02.11.2018, 18:00 Uhr, jrk

BBC und Sky haben sich an die Europäische Kommission gewandt, um gegen den Piraten-TV-Streamingdienst BeoutQ vorzugehen.


Der saudische Piratensender erregte im Sommer durch die illegale Übertragung der Weltmeisterschaft Aufsehen. Wie jetzt bekannt wurde, streamt der Piratensender jedoch auch Inhalte der BBC- und Sky-Programme, wie zum Beispiel die Premier League, John Dréle Drama "Little Drummer Girl" und "Game of Thrones".


Die Sender haben sich in einem Brief an die Handelskommissarin Anna Malmström gewendet, in dem die EU aufgefordert wird, formell gegen die saudische Regierung wegen BeoutQ zu protestieren.

In dem Brief verweist darauf, dass die europäischen Rundfunkveranstalter und Rechteinhaber durch eine relativ neue, aber rasch wachsende Quelle audiovisueller Piraterie, nämlich den BeoutQ-Dienst, bedroht werden.

Weiter heißt es, dass sich die Aktivitäten von BeoutQ nachteilig auf die Möglichkeit der BBC Studios auswirken, Rechte an Partner in ganz Europa zu vergeben, und auch die Möglichkeit der europäischen Partner verringert, Abonnements für ihre Fernsehdienste zu verkaufen.

Mit BeoutQ ist eine neue Form der Piraterie auf dem Markt. Im Gegensatz zu der üblichen Übertragung im IPTV werden die Inhalte von BeoutQ über Arabsat verbreitet. Die Verbeitung von BeoutQ auf Arabsat, bei dem die saudi-arabische Regierung als Hauptaktionär gilt, wurde mittlerweile von Unternehmen wie Cisco Systems, Nagra und Overon bestätigt.

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