Eutelsat Satellit W3C erfolgreich gestartet

07.10.2011, 16:34 Uhr, mho

Nach erfolgreichem Start ist der Eutelsat-Satellit W3C unterwegs zu seiner endgültigen Orbitalposition auf 16 Grad Ost. Der W3C und der 14 Tage früher gestartete Atlantic Bird 7 sollen die Ressourcen verstärken, teilte der Satellitenbetreiber am Freitag mit.


Die Trägerrakete des Typs Long March 3B war vom Xichang Satellite Launch Centre in China gestartet. Bereits drei Stunden nach dem Start hätten sich die Sonnensegel des von der Trägerrakete gelösten Satellit ausgebreitet und ihren partiellen Betrieb aufgenommen, berichtete das Unternehmen ohne konkrete Zeitangaben. In den nächsten zehn Tagen folgten eine Reihe Flugmanöver, die den Satelliten im Orbit zirkularisieren, hieß es. Nach erfolgreicher Positionierung würden dann die Antennen in Betrieb genommen.

"Unsere Anerkennung gilt der Great Wall Industry Corporation für deren ausgezeichnete Arbeit für den Start sowie Thales Alenia Space für deren Einsatz für dieses anspruchsvolle und herausfordernde Programm", sagte Michel de Rosen, CEO bei Eutelsat. Dies sei ein neuer Meilenstein nur 14 Tage nach dem Start des Satelliten Atlantic Bird 7. "Mit diesen beiden Satelliten, die im zweiten Quartal unsers laufenden Geschäftsjahres gehen sollen, erhält Eutelsat neue Ressourcen, um die starke Nachfrage aus den dynamisch wachsenden Märkten in Mitteleuropa, Afrika und von den Inseln im Indischen Ozean zu befriedigen", erklärte der CEO.


Der Satellit W3C dient als Ersatz für die älteren Satelliten Eurobird 16, W2M und SESAT 1 auf 16 Grad Ost. Mit 56 Transpondern (53 Ku- und drei im Ka-Band) ausgerüstet, ist der Satellit für TV-Übertragungen sowie Telekommunikations- und Datendienste ausgelegt. Die optimierte Hochleistungsausleuchtzone für den TV-Direktempfang in Mitteleuropa festige die Orbitalposition 16 Grad Ost als Referenz für das Satellitenfernsehen. Zudem unterstütze eine starke Ausleuchtzone über den Inseln im Indischen Ozean den dortigen Ausbau von Pay-TV und ermögliche gleichzeitig den Übergang zum digitalen Fernsehen auf den Inseln Mauritius und Reunion.

Eine weitere breite Ausleuchtzone für Europa, Nordafrika und den Mittleren Osten bedient die Märkte für Datennetze und Newsgathering. Außerdem existiert eine Ausleuchtzone auf 16 Grad Ost im Ku-Band, die sich vom Senegal bis nach Madagaskar erstreckt und im Ka-Band Anbindungen nach Europa ermöglicht. Für Applikationen mit hohen Wachstumsraten wie etwa GSM Backhaul und Internetzugänge für Unternehmen und öffentliche Verwaltungen erschließen sich dadurch neue Möglichkeiten. Der W3C basiert auf der Spacebus 4000 Plattform. Die geplante Lebensdauer beläuft sich auf mehr als 15 Jahre.

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