Spezial • Exklusiv-Test: T+A DAC8

Mit Mathematik die Details geschärft

 erstellt am 07.05.2013 von Jens Voigt
Den Anspruch auf den besten Hi-Fi-D/A-Wandler Deutschlands zu verteidigen, ist in den letzten Jahren sehr schwer geworden. Wie hat sich T+A dieser nicht einfachen Aufgabe gestellt und was können Sie vom DAC8 erwarten?
 
 
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Mit dieser Vielfalt an analogen und digitalen Anschlüssen wird es sicherlich nie zu Engpässen kommen. Typisch T+A ist die Netzphasenmarkierung
Bild: T+A Elektroakustik

Im Vergleich zum Vorgänger ist das äußere Erscheinungsbild einer neueren Designlinie bei T+A zugeordnet worden. Massives Aluminium, ohne Ecken in Schwarz und Silber, so sieht das Gehäuse aus. Ein vierstelliges Punkt-Matrix-Display informiert immer über die anliegende Abtastrate der gewählten Digitalquelle. Sie sind selten geworden, die Piktogramme, aber am DAC8 geben sie wieder schnell eine Auskunft über Gültigkeit und Synchronität des anliegenden Signals.
 
Eine Reihe von kleinen, runden Tasten reagiert auf das Antippen mit dem Finger, und eine darüber positionierte LED quittiert den Funktionsaufruf. Mit der kleinen handlichen Fernbedienung ist natürlich auch alles steuerbar, auch die besondere analoge Lautstärkesteuerung, die für den Kopfhörer wie die Ausgänge wirksam sein kann. Der gewichtige Eindruck des DAC8 täuscht nicht, denn im Inneren steckt jede Menge Technik.
 
Das lässt auch ein Blick auf die Rückseite erahnen, die eine hohe Anzahl von Anschlüssen bietet: AES/EBU, S/PDIF über BNC und RCA-koaxial neben einer optischen Toslink- Schnittstelle sowie nicht zu vergessen USB. Für die Anbindung an die analoge Welt sind symmetrische XLR-Ausgänge neben den üblichen RCA-Buchsen vorhanden. Möglich wird dies alles, weil der innere Aufbau neben einigen konventionellen Bauteilen für viele Schaltungsabschnitte mit SMDs bestückt wurde.
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Hightech auf engstem Raum lässt wenig übrig für das Auge. Die Kupferplättchen auf den Wandlerchips sollen die Wärme ableiten, damit es zu weniger thermischen Gehäuseverspannungen kommt
Bild: Auerbach Verlag

Da eine ausgezeichnete Wiedergabe auch von einer sauberen Netzspannung abhängt, wurde ein passiver Netzfilter integriert. Danach bereiten die beiden Netzteile die Betriebsspannungen für den analogen und den digitalen Bereich auf. Der analoge Bereich wird linear mittels Ringkerntrafo, größeren Siebkapazitäten und mehreren Spannungswandlern gespeist. Für den Digitalbereich bildet ein kleines Schaltnetzteil den Ausgangspunkt für verschiedene Betriebsspannungen. Ein sehr wichtiges Schaltungskonzept bei T+A ist die strikte Trennung der Energieversorgung. Das geht sogar soweit, dass die digitalen Datenleitungen, bevor sie den D/A-Wandler ansteuern, nochmals galvanisch getrennt werden. Somit wird im hohen Maße die Einstreuung von hochfrequenten Störungen aus allen digitalen Bereichen verhindert.
 
Es lassen sich sehr effektiv die größten Störpotenziale, die von Computern über die USB-Anbindung eingeschleust werden, unterdrücken. Denn die USB-Andindung des DAC8 ist sowohl zu Audio-Class-1 als auch Audio-Class-2 kompatibel. Für die USB-Audio-Class-2 steht ein spezieller Gerätetreiber für PCs und Macintosh- Computer zum Download auf der T+A Internetseite bereit. Er gestattet, den im DAC8 verbauten neuesten Tenor-Chipsatz Audiodaten mit bis zu 192 kHz Abtastrate und 24 Bit Auflösung entgegenzunehmen. Für den Abspielbetrieb bis 96 kHz wird wie überall kein Gerätetreiber benötigt. Die sehr anschaulich gestaltete Installationsanleitung erteilt auch noch weitere wertvolle Tipps zum jeweiligen Betriebssystem.

Der Klang

Der Bezier-2-Interpolator ermöglicht für 96 kHz und 192 kHz diese Frequenzgänge
Bild: Auerbach Verlag

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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