Facebook: Werbestopp für kritische Inhalte

14.09.2017, 10:07 Uhr, jk

Auf der aktuellen Dmexco in Köln stand auch Sheryl Sandberg auf der Bühne. Die Facebook-Geschäftsführerin erläuterte die neuen Richtlinien, die bei der Monetarisierung von Inhalten gelten.


Die Qualitätskontrolle bei Facebook erntete in der Vergangenheit schon eine Menge Kritik, immer wieder sind Inhalte zu sehen, die dort eigentlich nicht hingehören sollten. Sieht man solche, kann man sie melden und ein Facebook-Mitarbeiter löscht ihn im besten Falle. Doch bevor das passiert, lassen sie sich schon durch den Ersteller monetarisieren.


Um an dieser Stelle entgegenzuwirken, sei es in Zukunft nicht mehr möglich, Werbung in Videos mit bestimmtem Content zu schalten. Das gelte unter anderem für reale Katastrophen, Pornographie, Drogen- und Alkoholkonsum oder sogar "unpassende" Sprache, wie das Magazin "Horizont" berichtet.
 
Doch damit nicht genug: Wenn eine Firma Werbung buchen will, sieht sie bereits in diesem Prozess, bei welchen Partnern sie zu sehen sein könnte. Passen bestimmte Umfelder nicht, lässt sich das noch vor dem Start der Kampagne ausschließen. Bis Ende des Jahres soll eine Rückschau hinzukommen, mit der man erkennen kann, wo die Werbung tatsächlich ausgeliefert wurde.
 
Zuletzt sollen unseriöse Werbekunden vermindert werden. In Zukunft müssen sich die nicht nur an die Community-, sondern auch an die die Zahlungs- und Nutzungsbedingungen. Weiterhin sei es fortan verpflichtend, eine echte Facebook-Präsenz zu besitzen.

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