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  • Hintergrund • (Fast) alles 3-D

  • Plastizität bei Sony

 erstellt am 06.07.2010 von Dennis Schirrmacher

Wie alle großen Hersteller manifestierte Sony im Rahmen der CES 2010 die 3-D-Technologie. Stan Glasgow, der Präsident von Sony Electronics Inc., bekräftigte, dass man in Sachen 3-D Marktführer werden wolle – dementsprechend fielen auch die Produktankündigungen aus.


Sonys diesjährige Produktschau wurde, ganz im Gegensatz zur enttäuschenden Vorjahrespräsentation, pompös und mit vielen Stars und Sternchen inszeniert. Die wirklichen Stars waren aber natürlich die neuen Geräte: Sony will in diesem Jahr mit 38 neuen TV-Modellen um die Gunst der Käufer buhlen. Im Portfolio befinden sich zeitgemäß natürlich 3-D-Modelle, aber auch herkömmliche Displays mit Internetfunktionen, überarbeiteter LED-Beleuchtung und effektiverer Zwischenbildberechnung für noch schärfere Bewegtbilder.

2-D-Alternative

Der alternative Standfuß der LED-LCDs nimmt die komplette Breite des Schirms ein, das unterstreicht das neue Monolithic-Design. Die Lautsprechermodule sind gleich mit integriert
Bild: Sony
Sonys Playstation 3 wird per Software-Update 3-D-fähig und spielt 3-D-Blu-rays sowie Videospiele in drei Dimensionen ab
Bild: CES

Die Flachbildschirme der NX-Reihe stellen Bilder in zwei Dimensionen dar und bereichern den Wohnraum optisch durch das sogenannte Monolithic-Design – der Fernseher wirkt wie aus einem Stück gefräst.
 
Weiterer Clou: Die Bedienung am Gerät erfolgt über ein berührungsempfindliches Tastenfeld auf der Rückseite des Fernsehers, was Fingerabdrücken an der Front vorbeugt. Damit Bewegtbilder noch schärfer wirken, werkelt in allen Modellen der Serie Sonys bewährte Motionflow-Technik.
 
Die NX800-Serie arbeitet dabei mit 200 Hertz, ab der EX700-Reihe sind es noch 100 Hertz. Für eine bessere Energieeffizienz setzt Sony auf eine Edge-LED-Beleuchtung. Die Fernseher der NX-/EX-Reihe nehmen nun mit WLAN Kontakt zum Internet auf, auch Medien können kabellos gestreamt werden.
 
Die Einbindung von Youtube und sozialen Diensten wie etwa Twitter soll per Widgets erfolgen. Diese lassen sich überall auf dem Schirm platzieren und Sony verspricht eine einfache Handhabung. Über die Bravia-Internet- Plattform können Sie Filme schauen und Internetradio lauschen.
 
Auf Ihre eigenen Medien haben Sie über USB-Schnittstelle oder per Netzwerk Zugriff. Erste Geräte sollen ab März in den Handel kommen und mit Bildschirmdiagonalen von 20 bis 60 Zoll deckt Sony alle Bildschirmklassen ab.

3-D in Serie

Neben TVs und Blu-ray-Playern stellte Sony den mobilen Internetbetrachter "Dash" vor. Damit können Sie über 1 000 freie Applikationen, wie etwa Youtube, nutzen
Bild: Sony
Die LX-, HX- und NX-Serien lassen sich am Standfuß um bis zu sechs Grad nach hinten neigen. Die Fernbedienung wird mit dem Tastenfeld nach unten abgelegt und gibt damit auf der Rückseite den An-/Aus-Schalter frei
Bild: Sony

Die LX-/HX-Serie hat nahezu eine identische Ausstattung wie die NX-Reihe, stellt Bilder aber dreidimensional dar. Um 3-D-Bilder sichtbar zu machen arbeiten Sonys Displays mit der sogenannten Frame-Sequential-Technik. Dabei werden beide Bilder nacheinander dargestellt. Die Auflösung umfasst dabei volle 1 920 × 1 080 Bildpunkte, also Full-HD. Wie die Mitbewerber setzt Sony auf aktive Shutterbrillen, um den Zuschauer mit den nötigen zwei getrennten Bildern zu versorgen, die letztendlich den 3-D-Effekt erzeugen. Die Shutter-Brillen verfügen über LCD-Gläser, die die Sicht für jedes Auge abwechselnd frei geben.
 
Um eine stets exakte Trennung der Bilder zu garantieren, werkelt in der LX900-Serie die erweiterte Motionflow- Pro-Technik mit 200 Hertz, von der auch zweidimensionale Bildinhalte profitieren. Apropos 2-D: Sonys Fernseher erlauben eine Konvertierung von 2-D-Signalen, um diese plastischer erscheinen zu lassen. Allerdings legt Sony den Fokus auf echten 3-D-Content, sodass diese Option nicht beworben wurde. Der LX900-Serie liegt die 3-D-Brille nebst Transmitter bereits bei, bei der HX900- und HX800-Reihe müssen Sie beide Komponenten separat erstehen.
 
Die Displaydiagonalen gibt Sony mit 40, 46, 52 und 60 Zoll an und das neue OptiContrast-Panel soll selbst in hellen Räumen den Schwarzwert verbessern. Dafür wurde die Oberfläche des Bildschirms reflexionsärmer gestaltet und zwischen LCDPanel sowie Glasschicht eine speziell beschichtete Platte für eine effizientere Lichtausnutzung eingefügt. In den LX- und NX-Serien kommt die Strom sparende Edge-LED-Beleuchtung zum Einsatz. Hierbei strahlt eine geringe Anzahl an Leuchtdioden vom Rahmen ausgehend Richtung Bildmitte.
 
Sonys LED-LCDs warten darüber hinaus mit einem neuen Energiesparkonzept auf: Ein Sensor erkennt, ob sich jemand vor dem Bildschirm befindet. Ist dem nicht so, wird die Hintergrundbeleuchtung gedimmt. Betritt in der Zwischenzeit niemand den Raum, schaltet sich das Gerät vollständig ab. Die HX900- und HX800-Serie sind mit der kontraststeigernden Local-Dimming-LED-Technik ausgestattet, die in der neuen Version eine noch bessere Bildtiefe als die Vorgängervariante in der X4500-Baureihe generieren soll.
 
Die HX900-Serie ist in den Bilddiagonalen 46 und 52 Zoll erhältlich, die HX800- Serie zusätzlich in 40-Zoll. Als Verkaufsstart für alle 3-D-Displays gibt Sony den Sommer dieses Jahres an. Die Preise stehen bislang noch nicht fest, erste Spekulationen gehen von rund 3 000 Euro für die 52-Zoll-Modelle aus.

Blu-ray-Player und 3-D-OLED


Sonys neues Blu-ray-Player-Topmodell BDP-S770 spielt 3-D-Blu-rays ab und verfügt zudem über WLAN. Die Modelle BDP-S570 und BDP-S370 verstehen sich ausschließlich auf zweidimensionale Inhalte, aber auch der BDP-570 funkt per WLAN ins Internet, beim BDP-370 können Sie die kabellose Netzwerkschnittstelle per USB-Adapter nachrüsten. Die Player streamen Musik und Videos über verschiedene Internetplattformen ins Wohnzimmer und sind zu den Fernsehern passend im Monolithic-Design gehalten.
 
Die Modelle BDP-S770 und BDP-S570 sollen mit einem neuen Videochip neben DVDs auch Internetvideos aufwerten. Sony peilt eine Veröffentlichung der Player im Frühjahr 2010 an. An Sonys Messestand war wie jedes Jahr ein OLED-Display zu bestaunen, diesmal aber in durchaus beachtlichen 24 Zoll und mit 3-D-Unterstützung. Der Prototyp beeindruckte mit superscharfen und sauber getrennten 3-D-Bildern, die selbst aktuelle LED-LCDs und Plasmas nicht erreichen. Der Weg vom Prototyp zum Massenmarktphänomen ist 2010 aber den hauseigenen LED-LCDs vorbehalten – das Einsatzgebiet der hauchdünnen OLED-Fernseher bleibt weiterhin auf Elektronikmessen beschränkt.

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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