Hintergrund • Fernsehen auf dem Tablet, Seite 3

Individuell auswählbar

 erstellt am 07.08.2013
 
 

Sat>IP


Zugegeben: So mobil wie bei den vorgestellten Systemen ist man mit Sat>IP nicht. Wenn es jedoch darum geht, das Tablet beispielsweise im heimischen Garten als TV-Empfänger zu nutzen, bietet sich das System durchaus als sinnvolle Alternative zum datenhungrigen Internetfernsehen oder der eingeschränkten Senderauswahl bei DVB-T an. Kernstück ist ein Sat-Router mit vier Tunern. Entsprechende Geräte haben mittlerweile verschiedene Hersteller, darunter GSS, Inverto, Telestar oder Triax, im Angebot. Die Ersteinrichtung ist relativ simpel und schnell geschafft.
 
Betrieben werden können diese Router entweder mit Quad- oder Quattro-LNBs sowie an Unicable-Anlagen. Um die volle Kapazität nutzen zu können, sollten alle Tuner belegt werden. Nur dann stehen insgesamt vier unabhängige Streams auf Abruf bereit oder anders gesagt: Es sind vier unterschiedliche Kanäle auf vier Endgeräten gleichzeitig abrufbar. Um das System nun mit dem Tablet zu nutzen, ist die Installation einer App notwendig. Diese nennt sich Elgato SAT>IP und ist sowohl im App-Store als auch bei Google Play erhältlich. Allerdings ist der Download der App nicht ganz kostenlos: Für Apple sind 0,79 Euro fällig, während die App für das Android-Betriebssystem mit 0,99 Euro zu Buche schlägt.
 
Allerdings lohnt sich der Kauf in jedem Fall. Denn erst mit der App wird Sat>IP auf dem Tablet zum richtigen Vergnügen, zumal nur damit wichtige Funktionen wie beispielsweise der Kanalsuchlauf möglich werden. Ist alles korrekt eingerichtet, haben Sie dann mit dem Tablet Zugriff auf sämtliche unverschlüsselte Kanäle Ihrer Satellitenanlage. Sogar der Multifeed-Betrieb ist möglich. Der Abruf gestaltet sich dann ganz simpel: Einfach den Sender in der Kanalliste anklicken und innerhalb weniger Sekunden startet die Wiedergabe. Auch Komfortfunktionen wie Timeshift, EPG oder Videotext sind nutzbar. Empfangen werden können aufgrund der Eigenschaften von WLAN allerdings nur Sender in Standard-Auflösung. Dennoch bietet Sat>IP von allen Systemen den größten Funktionsumfang.

Und es geht doch


Sie sehen also, Fernsehen auf Tablet und Handy ist heutzutage auf verschiedenen Wegen realisierbar. Während sich Dienste wie Zattoo für Gelegenheitsnutzer anbieten, sind auch Trafficvolumen-schonende Varianten wie DVB-T und Sat>IP verfügbar. Je nach persönlichen Vorlieben und dem Einsatzgebiet sollte also für jeden das richtige dabei sein. Und die Entwicklung geht weiter, denn durch die hohe Marktdurchdringung mit mobilen Geräten wird der Bedarf auch in Zukunft natürlich nicht weniger.

DVB-T kontra Internet-TV

In Ballungsgebieten ist der Empfang von DVB-T in aller Regel kein Problem. Je nach Region kann sich das Angebot an Sendern durchaus sehen lassen
Bild: Auerbach Verlag

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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